Hochbahn-Vorstandssprecher Jens-Günter Lang zweifelt nach eigener Aussage am Einsatz von Wasserstoffbussen in Hamburg. „Wir betreiben seit knapp einem Jahr fünf Busse und sie sind immer noch nicht endgültig abgenommen, da sie den Qualitätsanforderungen nicht genügen“, sagte Lang. Und weiter: „Wir erkennen, das ist nicht unser Weg.“ Die Hochbahn hatte im März 2023 fünf Brennstoffzellenbusse bei einem Anbieter aus Polen bestellt, um sie zu testen. Lang sagte, die Busse seien seltener betriebsbereit als Dieselbusse und Elektrobusse, weil die Technik vergleichsweise komplex sei. Zudem seien die Betriebskosten hoch. Grünen Wasserstoff bezeichnete Lang als „unfassbar teuer“. Grüner Wasserstoff wird mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind hergestellt. Die Hochbahn kauft mehr und mehr Batteriebusse, weil sie im Betrieb weniger klimaschädlich sind als Dieselbusse. Nach jüngsten Angaben unterhält die Hochbahn mehr als 1100 Busse, davon fahren rund 430 elektrisch. Bis 2031 soll der Anteil der Batteriebusse von annähernd 40 Prozent auf 60 Prozent steigen. Autonome Busse im Test Auch Hochbahn-Personalvorständin Saskia Heidenberger äußerte sich zu den Plänen des Unternehmens, das der Stadt Hamburg gehört. Sie erwartet in Zukunft einen geringeren Fahrerbedarf wegen des autonomen Fahrens. „Ich schätze, dass das autonome Fahren Mitte der 2030er Jahre einen spürbaren Effekt auf den Personalbedarf haben wird“, sagte sie. Heidenberger plant nach eigener Aussage mit Arbeitnehmervertretern, wie die Transformation bewältigt wird. „Berufsbilder werden sich ändern, eventuell nicht mehr vorhanden sein, aber es werden auch neue entstehen.“ Die Hochbahn automatisiert nach und nach den Bus- und U-Bahn-Verkehr. Das städtische Verkehrsunternehmen testet derzeit als Teil des Projekts Alike autonom fahrende Busse des Anbieters Holon. Autonome Busse sollen 2028 für sogenannte Verstärkerfahrten genutzt werden, kündigte Heidenberger an. Die Hochbahn plant zudem, die neue Linie U5 vollautomatisch ohne Fahrer zu betreiben. Nächstes Jahr soll der Probebetrieb auf dem ersten Abschnitt beginnen. 2029 sollen erste Fahrgäste die U5 nutzen können.