Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft als Gegnerin Olympischer Spiele in der Stadt hat sich sehr zufrieden über den Ausgang des Referendums (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/olympia/article6a1c4fd6bf5b78f90d00a319/referendum-gescheitert-hamburgs-bewohner-stimmen-gegen-olympia-bewerbung.html) gezeigt. „Das ist ein starkes Ergebnis und eine gute Entscheidung für die ganze Stadt“, sagte die Co-Vorsitzende Heike Sudmann. Die Hamburgerinnen und Hamburger hätten sich vom Senat und seiner kolossalen Olympia-Materialschlacht nicht blenden lassen. SPD, Grüne, CDU und Wirtschaft hätten zig Millionen verpulvert und Kritiker des Olympia-Konzepts als „schlecht gelaunt“ und kleingeistig diffamiert. „Diese ebenso arrogante wie unlautere Kampagne hat unsere Stadt gespalten, auch mit moralischer Erpressung und Drohungen.“ Sudmann sprach von einem Armutszeugnis für den Senat. „Der Erste Bürgermeister sowie alle Senatsmitglieder müssen Konsequenzen ziehen und sich und ihre Politik hinterfragen“, forderte Sudmann. „SPD, CDU und Grüne stehen jetzt bis auf die Knochen blamiert da.“ Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent Beim Referendum stand schon vor Ende der Auszählung der Stimmen die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest 2036, 2040 oder 2044 an Alster und Elbe zu holen. Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/peter-tschentscher/) erkannte das Votum umgehend an. „Die Hamburgerinnen und Hamburger haben entschieden, dass sich die Freie und Hansestadt Hamburg nicht um Olympische und Paralympische Sommerspiele bewerben soll“, sagte der SPD-Politiker am Abend noch vor Abschluss der Stimmenauszählung: „Ich habe dem Präsidenten des DOSB (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/dosb/) , Thomas Weikert, sowie dem Vertreter Deutschlands beim IOC, Michael Mronz, soeben mitgeteilt, dass Hamburg seine Olympia-Bewerbung zurückzieht.“ Die AfD-Fraktion hat das mehrheitliche Nein für eine Rücktrittsforderung an Tschentscher genutzt. „Bürgermeister Peter Tschentscher muss jetzt seinen Hut nehmen“, sagte Fraktionschef Dirk Nockemann. Tschentscher und auch der Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) hätten völlig verkannt, was die Hamburger Bürger über Olympia tatsächlich denken. „Die Hamburger lieben den Sport, aber sie haben verstanden, dass Olympia unter diesem rot-grünen Senat kein Sportfest, sondern ein unkalkulierbares Milliardenrisiko wäre“, so Nockemann.