„Wie ernst nehmen Sie das?“, fragt Sandra Maischberger am Montagabend den ehemaligen stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Hubertus Heil. Gemeint ist ausnahmsweise nicht die AfD, die mit ihrem Erfolg und ihren Problemen die Talkshows und Debatten der vergangenen Monate beherrschte. Sondern: Die Linke. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6ab015e2de44819a4bcff7a9/berlin-zentralrat-der-juden-ist-zutiefst-beunruhigt-ueber-den-wahlsieg-der-linken.html) , hatte zuvor dazu aufgefordert, eine linke Bürgermeisterin in Berlin zu verhindern. Die Linke, die bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin 25,7 Prozent der Stimmen erhielt (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a86c7543e2ba7edf221f8b7/berlin-wahl-2026-alle-wahlergebnisse-daten-und-grafiken-im-ueberblick.html) , habe sich zwar mit der Wohnungsnot einem brennenden Thema gewidmet, erklärt die Moderatorin der ARD-Sendung „Maischberger“. Doch gebe es in der Partei eine ganze Reihe von Menschen, die beschuldigt werden, antisemitische Positionen zu vertreten. „Ich nehme das sehr ernst“, antwortet Heil. „Es gibt aus der Linkspartei in Berlin und auch anderswo antisemitische Äußerungen. Da gibt es kein Pardon.“ Und weiter: „Wenn die Linkspartei das nicht klärt, hat sie ein Problem. Da reichen warme Worte nicht aus.“ Heil fordert „ein Bekenntnis“ aller im Abgeordnetenhaus der Linkspartei. Die Partei müsse Menschen, die so auftreten, herausschmeißen. „Das muss ein klarer Strich sein.“ „Bedrohung für jüdisches Leben in Berlin“ Auch der ehemalige Bundesvorsitzende der CDU, Armin Laschet, findet in der Talkshow klare Worte: „Das mit dem Antisemitismus ist wirklich eine sehr ernste Frage“, beginnt er seinen Rundumschlag gegen die Linkspartei. „Es ist ja nicht nur das: Polizei schwächen, Verfassungsschutz abschaffen – das sagt sonst nur die AfD. Gestern mit dem Chef eines Clans, der viele kriminelle Akte begangen hat, diese Wahlparty zu machen. Dann andere dabei zu haben, die in palästinensischen Gruppen sind, die als gesichert verfassungswidrig benannt werden.“ Eine einzige Stellungnahme reiche da nicht aus. „Sondern diese Partei“, so Laschet weiter, „bis hin zu Bundestagskollegen der Linken, die genauso reden, ist eine Bedrohung für jüdisches Leben in Berlin und das müssen sich SPD und Grüne mehrmals überlegen, ob sie mit denen gemeinsame Sache machen wollen.“