Welt 05.10.2026
15:16 Uhr

Benzin kann Spuren von Rabatt enthalten


Auch in Zapfpistolen finden sich immer wieder Rabatt-Rückstände.

Benzin kann Spuren von Rabatt enthalten

Der Tankrabatt wird nicht vollständig an die Bürger weitergegeben. Hendrik Wüst ist wütend und spricht von einem „Skandal“. Aber stimmt das? Die Weitergabe eines Tankrabatts ist technisch hochkompliziert, für einen einfachen Ministerpräsidenten, noch dazu von Nordrhein-Westfalen, wahrscheinlich kaum nachvollziehbar. Grob gesagt läuft der Vorgang so ab: Der Rabatt muss zunächst dem Benzin beigefügt werden, dazu muss man ihn irgendwie verflüssigen, denn er wird den Mineralölkonzernen von der Regierung nur in Papierform zugestellt. Der Rabatt wird dann im betriebseigenen Thermomix geschreddert, mit Rapsöl, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und einer Prise Zimt versetzt und genau portioniert, damit genug für jeden Tankwagen vorhanden ist, der den frischen rabattierten Sprit zu den Tankstellen bringt. Obwohl natürlich modernste Technik zum Einsatz kommt, bleibt immer ein Rest vom Rabatt in den Tankbehältern zurück. Auch in den Schläuchen und Zapfpistolen finden sich immer wieder Rabattrückstände, die nicht den Tank des Tankenden erreicht haben. Das hat mit Skandal nun wirklich nichts zu tun.