Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die FIFA nach der ausgesetzten Rotsperre des US-Nationalstürmers Folarin Balogun zur Aufklärung aufgefordert. Der Vizekanzler und Fußball-Fan sagte bei der Vorlage der Haushaltspläne der Bundesregierung in Berlin auf eine Frage hin: „Ich finde ja, dass Politik sich raushalten sollte aus Schiedsrichterentscheidungen, aber das muss die Fifa jetzt aufklären und transparent machen, ob es da wirklich Einfluss gegeben hat. Mehr will ich da nicht zu sagen.“ Balogun hatte im WM-Spiel gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen und war zunächst für ein Spiel gesperrt worden. Die Fifa (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/fifa/) setzte die Sperre später unter Berufung auf Artikel 27 ihres Disziplinarreglements, der die Aussetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise ermöglicht, für ein Jahr zur Bewährung aus. Damit war der US-Stürmer wenige Stunden vor Spielbeginn für das Achtelfinale gegen Belgien spielberechtigt. Klingbeil findet Klopp gut US-Präsident Donald Trump (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/donald-trump/) hat inzwischen bestätigt, die Fifa im Wirbel um die Rotsperre von Balogun selbst um eine Überprüfung gebeten zu haben. „Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war, und ich kenne mich mit solchen Dingen aus“, sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Oval Office. Zuvor hatte er sich in seinem Online-Netzwerk Truth Social bei der Fifa dafür bedankt, „dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat“. Nun sagte er: „Ganz egal, was passiert, man muss ihnen erlauben, ihre besten Spieler einzusetzen.“ Seine politische Einflussnahme hatte einen Skandal ausgelöst. Hochrangige Fußballfunktionäre, Experten und Politiker kritisierten das Vorgehen massiv. Der Bayern-München-Fan Klingbeil ergänzte auf die Antwort: „Ich dachte, Sie fragen mich zu Jürgen Klopp (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/juergen-klopp/) .“ Klopp ist Topfavorit auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer. Klingbeil sagte: „Ich finde den ganz gut.“