SpOn 02.10.2026
18:04 Uhr

Woody Allen will mit Politik nichts zu tun haben


Woody Allen dreht in Madrid seinen 51. Film. Während die Stadt über die Wohnungskrise streitet, konzentriert sich der Regisseur lieber auf romantische Themen.

Woody Allen will mit Politik nichts zu tun haben

Regielegende Woody Allen, 90, könnte sich mit seinem Lebenswerk zur Ruhe setzen. Stattdessen hat sich der vierfache Oscarpreisträger kurz vor seinem 91. Geburtstag noch einmal ein großes Filmprojekt vorgenommen. Die Dreharbeiten zu seinem 51. Spielfilm starten kommende Woche in Madrid.

Bei einer Präsentation seines Projekts schwärmte Allen von der schönen Stadt, die wie geschaffen sei für den Film: »Es ist eine sehr elegante und schöne Stadt, perfekt für die Art diplomatischer Atmosphäre, die ich für die Geschichte wollte«, sagte er Zeitung »El País«. Dabei ist die Stimmung in der spanischen Hauptstadt alles andere als diplomatisch. Zuletzt hatte der Fall einer 87-jährigen Seniorin, die wegen einer Zwangsräumung ihre Wohnung verlassen musste, landesweite Proteste gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel ausgelöst .

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Von der Presse auf die Proteste angesprochen sagte er: »Sie fragen die falsche Person.« Er sehe sich selbst nicht als politischen Filmemacher. Viel mehr, so Allen, befasse er sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen sowie mit existenziellen und romantischen Themen.

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Gedreht wird laut »El País« vor allem in Madrid und dem nahe gelegenen Aranjuez. Zur Besetzung gehören Schauspielerin Alexi Wasser und Darsteller Peter Vives, mit denen Allen das Filmprojekt vorstellte. Einen Titel wolle der gebürtige New Yorker dem Werk erst nach Ende der Dreharbeiten geben.

Einige Schauspieler und Schauspielerinnen hatten sich im Zuge der »MeToo«-Bewegung von dem Regisseur distanziert. An seine großen Erfolge in den Siebzigerjahren und Achtzigerjahren konnten die späteren Werke an den Kinokassen nicht mehr anknüpfen, auch wenn Allen 2012 für »Midnight in Paris« noch einmal mit einem Drehbuch-Oscar ausgezeichnet wurde.

klk/dpa