Wegen des Krieges im Nahen Osten behauptet der iranische Fußballverband, daran zu arbeiten, seine Spiele bei der Weltmeisterschaft im Sommer aus den USA nach Mexiko zu verlegen. »Da Trump ausdrücklich erklärte, die Sicherheit der iranischen Nationalmannschaft nicht gewährleisten zu können, werden wir sicher nicht nach Amerika reisen. Wir verhandeln derzeit mit der Fifa über die Austragung der Spiele der iranischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Mexiko«, teilte Verbandspräsident Mehdi Taj über den X-Account der iranischen Botschaft in Mexiko mit.
🔹مهدی تاج رئیس فدراسیون فوتبال ایران:
— Embajada de Irán en México (@IraninMexico) March 16, 2026
وقتی ترامپ صراحتأ اعلام کرده است که نمیتواند امنیت تیم ملی ایران را تأمین کند، قطعا به آمریکا سفر نمیکنیم/در حال مذاکره با فیفا هستیم تا مسابقات ایران در جام جهانی، در کشور مکزیک برگزار شود
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Die Fifa äußerte sich bislang nicht zu einer möglichen Verlegung. Iran soll bei dem Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, anschließend in Seattle gegen Ägypten. Als WM-Quartier ist Tucson im Bundesstaat Arizona vorgesehen.
Eine Verlegung der Spiele gilt schon aus logistischen Gründen als wenig realistisch: Die Distanzen sind groß, viele Tickets wurden bereits verkauft, und Unterkünfte sowie Teamquartiere sind vielfach längst festgelegt. Zudem müsse Iran bei einer erfolgreichen Gruppenphase in der Runde der letzten 32 ebenfalls in den USA spielen – sogar ein Aufeinandertreffen mit dem US-Team ist dann möglich.
Außerdem spricht wenig dafür, dass Fifa-Präsident Gianni Infantino Iran solche Sonderwünsche erfüllen würde. Infantino pflegt ein ausgesprochen enges Verhältnis zum US-Präsidenten .
Trump hatte zuletzt widersprüchliche Signale gesendet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Iraner seien zwar willkommen, zugleich halte er es »jedoch nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit«.
Irans Sportminister Ahmad Donjamali hatte zuvor eine Teilnahme an der WM ausgeschlossen: »Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen«, sagte er.
Der asiatische Verband AFC geht derweil weiter davon aus, dass Iran an der Weltmeisterschaft teilnehmen wird. Trotz der politischen Spannungen gebe es bislang keine gegenteiligen Signale, sagte Generalsekretär Windsor John bei einer Pressekonferenz am Verbandssitz in Kuala Lumpur.
Verzichtet Iran von sich aus auf eine Teilnahme an der Fußball-WM? Die Anzeichen dafür verdichten sich. Was der Fall der iranischen Fußballerinnen in Australien für die WM der Männer bedeuten kann, lesen Sie hier .
