Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für heute vor Unwetter in Teilen Deutschlands. In der Mitte und im Süden seien teils kräftige Gewitter mit Unwettergefahr möglich, teilte der DWD mit. Im Westen und Südwesten müsse gebietsweise mit »starker Wärmebelastung« gerechnet werden.
Nach Gewittern in der Nacht rechnet der DWD für Dienstagmorgen zunächst mit vorübergehend nachlassender, später aber wieder auflebender Gewitteraktivität. Von der Mitte bis nach Süddeutschland sind demnach teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel möglich. Unwettergefahr, vor allem durch Starkregen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit, sei nicht ausgeschlossen. Vereinzelt könne es auch extremen Starkregen mit mehr als 40 Liter pro Quadratmeter geben, hieß es.
Zudem könne es zu schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 90 Kilometern pro Stunde (Windstärke 8 bis 10 Beaufort) kommen. Auch seien Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern sowie örtliche Hagelansammlungen möglich.
Mancherorts war es bereits am Montag wettertechnisch hoch hergegangen, hauptsächlich im Norden des Landes. Tennisballgroße Hagelkörner fielen bei einem Unwetter über Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Nach zwei Stunden habe sich stellenweise so viel Hagel auf dem Boden angesammelt, dass er mit Radladern weggeräumt werden musste, teilte die Leitstelle Westmecklenburg mit. Es habe ausgesehen wie nach winterlichem Schneefall. Über Verletzte war der Leitstelle nichts bekannt, auch zu Sachschäden konnte sie zunächst keine Angaben machen.
Enorme Hagelmengen und überflutete Straßen heute Nachmittag im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern! Vielen Dank an Maik M. für die Zusendung pic.twitter.com/sbAwP5HvVC
— Unwetter-Freaks (@unwetterfreaks) July 13, 2026
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Im Landkreis gingen innerhalb einer Stunde etwa 168 wetterbedingte Notrufe ein, wie ein Sprecher der Leitstelle der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Feuerwehr musste Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Zunächst hatten NDR und die »Bild«-Zeitung über die Unwetter berichtet.
Mittlerweile soll sich die Wetterlage im Landkreis wieder beruhigt haben, Feuerwehrkräfte waren in der Nacht jedoch weiterhin im Einsatz, um die Notrufe abzuarbeiten.
Auch die Polizei kommt nicht mehr weiter
Ein Unwetter hat zudem in Elmshorn (Schleswig-Holstein) einen Streifenwagen ausgebremst: Während eines Einsatzes am Montag blieb das Polizeiauto auf einer überfluteten Straße stecken. Verletzt wurde den Angaben der Polizei nach dabei aber niemand. Der Wagen war demnach ausgerechnet in der Wasserstraße unterwegs, als er in der Flut nicht mehr weiterkam. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.
Vermutlich nach einem Blitzeinschlag hat ebenfalls in Elmshorn der Dachstuhl eines Einfamilienhauses gebrannt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hätten sich aus schwarzem Rauch am Dach herausschlagende Flammen entwickelt, teilte die Feuerwehr in einer Mitteilung mit. Starkregen und Gewitter hätten den Einsatz erheblich erschwert.
Nach Angaben der Feuerwehr konnten wegen der anhaltenden Blitzschlaggefahr zwei bereitstehende Drehleitern zunächst nicht eingesetzt werden. Die Einsatzkräfte löschten den Brand deshalb von innen unter Atemschutz. Im Haus wurde eine Bewohnerin vermutet, gefunden wurde jedoch niemand.
