Vor wenigen Tagen hat Kremlchef Wladimir Putin die komplette Eroberung des Donbass in weniger als anderthalb Jahren angekündigt – er gehe davon aus, dass dies angesichts des russischen Vormarsches viel schneller geschehen werde. Den Angaben dazu widerspricht nun das Institute for the Study of War (ISW) . Dem US-Thinktank zufolge hat Russland im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen.
Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, »dass sie wie Halluzinationen anmuten«.
Putin claimed Russian frontline gains in September 2026 so far from reality as to resemble hallucinations. Putin claimed that Russian forces seized 1,301 square kilometers of territory in Ukraine in September 2026 alone — 2.5 times more than the claimed Russian gains in previous… https://t.co/HvrjjSbtRX pic.twitter.com/km9FS7d1HT
— Institute for the Study of War (@TheStudyofWar) October 3, 2026
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Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hieß es weiter. Es könne auch sein, dass er »fiktive Angaben zur Lage an der Front« übernehme. Die »Kultur des Lügens« sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1300 Quadratkilometer erobert.
Tatsächlich ist die Frontlinie an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert. In den vergangenen Wochen hat das russische Militär demgegenüber die Angriffe gegen ukrainische Städte verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kyjiw, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe und werden mit Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen angegriffen. Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine groß angelegte russische Invasion.
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