US-Präsident Donald Trump hat ein angebliches Angebot an den chinesischen Präsidenten Xi Jinping dementiert, Waffen an China verkaufen zu wollen. Damit widersprach er den Worten des US-Botschafters in China. »Davon habe ich noch nie gehört«, sagte Trump im Weißen Haus auf die entsprechende Frage eines Journalisten. »Wir haben das nicht besprochen.« Er müsse Botschafter David Perdue dazu fragen.
Zuvor hatte Perdue in einem Fernsehinterview von einem solchen Angebot Trumps an Xi gesprochen. Trump sage immer wieder, dass die USA Waffen an Menschen auf der ganzen Welt verkauften, so der Diplomat im US-Sender Fox News am Sonntag (Ortszeit). »Er fragte Präsident Xi an einem Punkt tatsächlich, ob dieser welche kaufen wolle.«
Die Äußerungen des Botschafters sorgten für Aufsehen: Ein solcher Waffenverkauf wäre ein Bruch mit der jahrzehntelangen US-Praxis, den Rivalen nicht aufzurüsten (mehr dazu hier).
US-Botschafter Perdue (September 2025)
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Peking reagierte verhalten auf die Aussagen Perdues. China stärke seine Verteidigungsfähigkeit auf Grundlage seiner Bedürfnisse, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Volksrepublik setze sich für die Wahrung des Weltfriedens und der Stabilität ein. Chinas Außenamt ging nicht auf Details ein – auch Perdue machte keine Angaben dazu, wann genau Trump das Angebot gemacht und wie Xi darauf reagiert habe.
Ein Verkauf von Waffen an China dürfte vor allem bei US-Partnern für Verunsicherung sorgen. Washington steht einer Reihe von Staaten in Ostasien militärisch zur Seite, die von China bedrängt werden. Besonders unter Druck steht das unabhängig regierte Taiwan, das Peking zum Staatsgebiet der Volksrepublik China zählt und an sich binden will – notfalls auch mit einem militärischen Einsatz. Über Washingtons regelmäßige Rüstungslieferungen an Taiwan ist Peking schon lange verärgert.
Trump dementierte am Montag nicht nur den Bericht über sein angebliches Waffenangebot an Xi. Er wies auch einen Artikel zurück, wonach er mögliche Lockerungen von Sanktionen gegen Iran im Gegenzug für Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll. »Das ist nicht wahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Bezug auf einen entsprechenden Artikel des Nachrichtenportals »Axios«. Er forderte das Medium auf, die »Falschmeldung« zurückzuziehen.
