SpOn 25.07.2026
08:48 Uhr

TikTok: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will ein »TikTok Europa« schaffen


Die Video-App TikTok zählt allein in Europa mehr als 200 Millionen User. Doch immer wieder regt sich Kritik an der chinesischen Firma hinter der Plattform. Kulturstaatsminister Weimer drängt nun auf eine Änderung.

TikTok: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will ein »TikTok Europa« schaffen

Mit mehr als 200 Millionen Nutzerinnen und Nutzern in Europa ist TikTok eine der beliebtesten Onlineplattformen – gerade bei jungen Menschen. Beobachter kritisieren jedoch, wie intransparent die chinesische Firma ByteDance, die hinter der App steht, mit Daten umgeht. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will nun eine europäische Eigentümerstruktur für TikTok durchsetzen.

Es sollten die Voraussetzungen geformt werden, »TikTok Europa zu schaffen, also TikTok in europäische Hände zu überführen«, sagte Weimer der »Welt am Sonntag« . Eine europäische Eigentümerstruktur sei »der wirksamste Weg, europäisches Datenschutz-, Medien- und Jugendschutzrecht durchzusetzen«.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Hintergrund sind Weimer zufolge ungeklärte Fragen zum Datenschutz und zum möglichen Zugriff chinesischer Behörden auf Nutzerdaten. »Wir wissen bis heute nicht, wohin die sensibelsten Daten unserer Jugendlichen fließen und welchen Zugriff chinesische Behörden darauf haben«, sagte er.

Zudem sprach der Kulturstaatsminister sich für eine Plattformabgabe aus. »Die großen Plattformen profitieren massiv von journalistischen Inhalten«, sagte Weimer. »Deshalb sollten sie sich auch angemessen an der Finanzierung unserer Medienlandschaft beteiligen.« Sein Ziel sei es, das Vorhaben »noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen«.

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TikToks Hauptsitz in Europa ist in Irland. Nach eigenen Angaben speichert die Plattform die Daten ihrer europäischen Nutzerinnen und Nutzer hauptsächlich im dortigen Datenzentrum und an einem weiteren Standort in Norwegen. Das Unternehmen hat Bedenken, es leite Daten an den chinesischen Staat weiter, stets zurückgewiesen.

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ptz/AFP