SpOn 06.10.2026
10:31 Uhr

Studium: Zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland


Zum Studium so weit weg wie möglich von zu Hause? Inzwischen gilt: Je vielfältiger das Studienangebot im eigenen Bundesland, desto mehr junge Menschen bleiben zum Studium dort. Ein Bundesland ist besonders beliebt.

Studium: Zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland

Man kann über Nordrhein-Westfalen sagen, was man möchte: Auf Studienanfänger:innen übt das bevölkerungsreichste Bundesland aber offenbar eine große Anziehungskraft aus – insbesondere auf diejenigen, die dort etwa ihr Abitur gemacht haben.

Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts  hervor. Demnach beginnen zwei von drei Studienanfänger:innen in Deutschland (69 Prozent) ihr Studium im eigenen Bundesland. Den mit 82 Prozent höchsten Anteil hatte im Wintersemester 2025/26 den Statistiker:innen zufolge Nordrhein-Westfalen mit seinen vielen Hochschulstandorten.

Gering war dieser Anteil dagegen in Brandenburg mit 33 Prozent. Von dort gingen demnach fast ebenso viele junge Menschen für ihr Studium ins Nachbarland Berlin (32 Prozent). Dabei gilt dem Statistikamt zufolge: Je vielfältiger das Studienangebot innerhalb des Bundeslandes, desto mehr junge Menschen bleiben zum Studium dort. Neben der Vielfalt an Hochschulen in einem Bundesland und der Attraktivität der Lebensumstände bestimmt demnach auch die räumliche Nähe zum eigenen Bundesland die Wahl des Studienortes. Beginnen junge Menschen ihr Studium in einem anderen Bundesland als in demjenigen ihrer Hochschulreife, so ziehe es sie häufig in ein Bundesland in der Nähe.

Vor allem die Nachbarländer sind beliebt

So stammten 17 Prozent der Menschen, die im Wintersemester 2025/26 ein Studium in Hamburg aufgenommen hatten, aus Schleswig-Holstein, 16 Prozent aus Niedersachsen. Personen mit Hochschulzugangsberechtigung aus Niedersachsen stellten wiederum 35 Prozent der Studienanfänger:innen in Bremen, eine ähnliche Zahl wie die aus Bremen selbst (38 Prozent).

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Einen geringen Anteil an Erstsemestern mit Hochschulzugangsberechtigung aus dem eigenen Land gab es mit 34 Prozent auch in Thüringen. In Erfurt hat die Internationale Hochschule ihren Hauptsitz, Deutschlands größte Hochschule , gemessen an den Studierendenzahlen. Die Hochschule bietet vor allem Fernstudiengänge an; Studienanfänger:innen aus anderen Bundesländern müssen also für ein Studium nicht nach Thüringen ziehen.

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Insgesamt hat laut Statistik ein Viertel der rund 308.000 Studienanfänger:innen aus Deutschland die Hochschulreife in Nordrhein-Westfalen erworben; weitere 14 Prozent stammten aus Baden-Württemberg und 11 Prozent aus Bayern.

Für die Auswertung wurden nur Studienanfänger:innen berücksichtigt, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben.

faq/KNA