SpOn 01.10.2026
06:51 Uhr

Spritpreise: Tankrabatt startet mit spürbar fallenden Preisen


Mit der Einführung des Tankrabatts wurde Benzin an Tankstellen im Schnitt offenbar um 10 bis 11 Cent günstiger. Erste Daten zeigen aber auch, wo das Angebot noch nicht angekommen ist.

Spritpreise: Tankrabatt startet mit spürbar fallenden Preisen

Gute Nachricht für Autofahrer: Der Tankrabatt hat zum Start vielerorts für stark fallende Spritpreise gesorgt. Bereits um Mitternacht herum wurden Benzin und Diesel abrupt billiger. Auf dem Spritpreisportal »Tankerkönig« sackten die ermittelten deutschlandweiten Durchschnittspreise zwischen 23.41 Uhr und 0.41 Uhr um rund zehn bis elf Cent ab. Auch am frühen Morgen ergab sich etwa diese Preisdifferenz zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch.

Vielerorts wurde Superbenzin der günstigeren Sorte E10 für weniger als zwei Euro angeboten, wie aus dem Portal des ADAC hervorgeht. Hier gibt es allerdings regionale Unterschiede. In München, Stuttgart oder Leipzig gab es sehr viele solcher Angebote. In Berlin waren es zahlreiche, in Hamburg dagegen nur wenige, und in Köln wurden am Morgen keine Tankstellen unter zwei Euro angezeigt. Die bundesweiten Durchschnittspreise bei »Tankerkönig« lagen allerdings deutlich über zwei Euro.

16,7 Cent pro Liter Steuerrabatt

Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Wie vollständig dieser Nachlass an die Verbraucher weitergegeben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. Zudem sind Berechnungen dazu komplex. Die Preise waren bereits am Dienstag und Mittwoch gefallen.

Schon beim vorigen Tankrabatt war umstritten , wie vollständig er weitergegeben wurde. Auch damals hatte sich aber bereits mitten in der Nacht ein deutlicher Rückgang gezeigt.

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise auf den Weg gebracht. Der September war der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das hatte sich auch in der Inflationsrate niedergeschlagen.

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Die Maßnahme ist umstritten, Kritiker verweisen unter anderem darauf, dass der Rabatt ungenau ist, den Anreiz, Sprit zu sparen, dämpft und nicht komplett beim Verbraucher ankommt. Die Mineralölwirtschaft widerspricht Letzterem. Befürworter verweisen unter anderem darauf, dass es aktuell kein besseres Mittel gebe, um Autofahrer zu entlasten.

mic/dpa-AFX