SpOn 07.08.2026
16:54 Uhr

Schweiz – Aargau: Weiterer Missbrauchsfall mit betäubten Opfern in der Schweiz


Schon wieder der Schweizer Kanton Aargau: Ein Mann soll mehrere Frauen betäubt, missbraucht und Videos davon angefertigt haben. Durch eine Beschwerde des Mannes wurde der Fall jetzt öffentlich.

Schweiz – Aargau: Weiterer Missbrauchsfall mit betäubten Opfern in der Schweiz

Der Fall um den früheren Großrat im Kanton Aargau, Patrick Frei, erschütterte die Schweiz. Jahrelang soll er seine Lebensgefährtin und deren minderjährige Tochter betäubt und missbraucht und die Taten gefilmt haben.

Jetzt ist ein weiterer Fall im selben Kanton bekannt geworden. Am Donnerstag urteilte das Aargauer Obergericht, dass die Untersuchungshaft gegen einen Mann verlängert wird. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Frauen betäubt und missbraucht zu haben. Auch er soll seine Taten gefilmt, sie sogar ins Internet gestellt haben. Zuerst berichteten Schweizer Medien wie die »Aargauer Zeitung«  und der »Tages-Anzeiger« .

Bereits seit August 2025 befindet er sich demnach in Untersuchungshaft. Ihm werden schwere Sexualdelikte, Betäubungen, heimliche Aufnahmen sexueller Handlungen mit seinen Opfern und Drohungen vorgeworfen. Mindestens fünf Opfer sind den Ermittlungsbehörden bekannt, die Staatsanwaltschaft geht aber von weiteren aus. Im Laufe des Verfahrens soll der Verdächtige Beweismittel zerstört haben.

Der Angeklagte wehrte sich juristisch gegen die Untersuchungshaft, jedoch ohne Erfolg . Das Obergericht schreibt in seiner Entscheidung, dass der Mann im Falle einer Freilassung seine Opfer kontaktieren und beeinflussen oder gar seine Taten wiederholen könnte. Der Tatverdächtige ist vorbestraft. 2021 war er unter anderem wegen sexueller Nötigung, sexueller Handlungen mit Kindern und Pornografie zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

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Der Fall erinnert an den des ehemaligen Großrats Frei. Öffentlich war der SVP-Politiker gegen Kindesmissbrauch aufgetreten, zu Hause soll er seine Partnerin und deren 14 Jahre alte Tochter betäubt und missbraucht haben. Als sie ihn anzeigte, wollten die Behörden Mutter und Tochter abschieben. Wegen eines angeblichen Scheinarbeitsverhältnisses. Mitte Juli klagte die Staatsanwaltschaft Frei an, er bestreitet die Vorwürfe.

Auch weil Iwona L. mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit ging, ist in der Schweiz von einem neuen Pelicot-Fall die Rede. Mehr dazu lesen Sie hier. 

hba