SpOn 24.09.2026
18:30 Uhr

Russland: Vater von Penguins-Stürmer Andrei Kusmenko stirbt nach Bärenangriff


Er wollte angeln, wo es derzeit verboten ist. Und er überlebte es nicht. Der Vater des russischen NHL-Profis Andrei Kusmenko wurde von einem Bären in Sibirien angegriffen und starb an den Kopfverletzungen.

Russland: Vater von Penguins-Stürmer Andrei Kusmenko stirbt nach Bärenangriff

Der russische Eishockey-Profi Andrei Kusmenko trauert um seinen Vater. Der 62-Jährige überlebte einen Bärenangriff während eines Angelausflugs in Sibirien nicht. Sohn Andrei ließ sich von den Pittsburgh Penguins in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL umgehend beurlauben und machte sich auf den Weg nach Russland.

«Unsere tiefsten Gedanken und unser Mitgefühl gelten der Familie Kusmenko und ihren Angehörigen, die um den Verlust von Alexander trauern. Wir bitten darum, die Privatsphäre von Andrei und der Familie Kusmenko in dieser Zeit zu respektieren», sagte Pittsburghs General-Manager Kyle Dubas. Der 30-Jährige hatte am Vormittag noch mit der Mannschaft trainiert, am Nachmittag flog er nach Moskau.

Der Vater von Kusmenko starb nach Behördenangaben in der Republik Tuwa an der mongolischen Grenze an den Folgen des Bärenangriffs. Trotz Verbots wegen sich häufender Begegnungen mit Bären hatte sich eine Gruppe von insgesamt sieben Touristen auf die Angeltour am Fluss Jenissej begeben. Der Bär biss dabei den Angaben zufolge Alexander Kusmenko ins Gesicht. Alle Rettungsversuche blieben erfolglos, er starb im Krankenhaus.

Verbot wegen sich häufender Begegnungen mit Bären

Laut den Penguins war Kusmenkos Vater selbst angesehener Eishockeytrainer Russlands. Sein Sohn spielt erst seit dem 1. Juli für die Penguins, zuvor hatte er bei den Los Angeles Kings unter Vertrag gestanden.

Auch in anderen Ländern gibt es regelmäßig tödliche Bärenangriffe. In Japan laufen Bären immer öfter in besiedeltes Gebiet: In diesem Jahr gab es nach offiziellen Angaben mehrere Todesfälle. Wegen der zunehmenden Gefahr werden nun mehr als 800 Überwachungskameras installiert. Wie das japanische Umweltministerium mitteilt, sollen zuerst sechs große Bärenpopulationen in den Bergen der nördlichen Region Tohoku überwacht werden. In den kommenden vier Jahren soll das Bären-Monitoring dann auf das ganze Land ausgeweitet werden.

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Die Behörden raten in den betroffenen Regionen unter anderem dazu, nicht allein in die Berge zu gehen, beim Wandern ein Glöckchen am Rucksack zu befestigen und Bären-Abwehrspray mitzunehmen.