SpOn 11.09.2026
16:52 Uhr

Rosch ha-Schana: Das feiern Jüdinnen und Juden am Neujahrsfest


An diesem Wochenende feiern jüdische Gemeinden auf der ganzen Welt das Neujahrsfest Rosch ha-Schana. Mit dem Fest beginnt eine Zeit der Buße. Was genau gefeiert wird – und wie.

Rosch ha-Schana: Das feiern Jüdinnen und Juden am Neujahrsfest

Fast 16 Millionen Jüdinnen und Juden leben über den Globus verteilt, ein Großteil von ihnen in Israel und den USA. Doch egal, wo sie gerade sind: Viele von ihnen begehen dieses Jahr ab dem Abend des 11. September das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana.

Wie wird das Fest gefeiert? Und was hat der Tag mit dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu tun? Die wichtigsten Antworten.

Wann ist Rosch ha-Schana?

Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana beginnt in diesem Jahr am Freitagabend und dauert bis Sonntag. Das Datum variiert im gregorianischen Kalender, weil sich der jüdische Kalender nach Mond- und Sonnenzyklus richtet. Im kommenden Jahr ist es vom 1. bis 3. Oktober, 2028 dann vom 20. bis 22. September.

Was wird gefeiert?

Rosch ha-Schana ist das jüdische Neujahrsfest. Der Name des Fests ist Hebräisch und bedeutet »Kopf des Jahres«. Für Jüdinnen und Juden beginnt dann das Jahr 5787 nach Erschaffung der Welt.

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Mit dem Fest starten auch die hohen Feiertage im Judentum. Rosch ha-Schana leitet eine zehntägige Bußzeit bis zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, auch bekannt als Versöhnungstag, ein. Danach folgen das Laubhüttenfest Sukkot und das Fest der Thora-Freude (Simchat Tora).

Wie wird das jüdische Neujahr begangen?

Themen an Rosch ha-Schana sind Reue und Buße. Die Menschen bereiten sich auf den Tag des göttlichen Gerichts vor und beten für ein fruchtbares Jahr. Zu den wichtigsten Bräuchen gehört – wie auch an Jom Kippur – das Blasen des Schofar, eines Widderhorns.

Süßigkeiten zu Rosch ha-Schana in einer jüdischen Bäckerei in Toronto

Süßigkeiten zu Rosch ha-Schana in einer jüdischen Bäckerei in Toronto

Foto:

Michelle Mengsu Chang / Toronto Star / Getty Images

Üblich ist es an Neujahr, einen Apfel in Honig zu tauchen. Damit soll der Wunsch nach einem süßen, also guten Jahr verdeutlicht werden. Auch sonst gehören traditionell zu Rosch ha-Schana viele süßen Speisen, wie das Hefezopfbrot Challa, das zu diesem Fest rund gebacken wird.

Der moderne hebräische Neujahrswunsch lautet »Shanah Tovah!« (Frohes neues Jahr!).

Eine Kolumne über die unsichtbaren, jüdischen Feiertage in Deutschland lesen Sie hier. 

kfr/KNA