SpOn 08.10.2026
15:02 Uhr

Rosalía: Schuhkauf statt Kirchenbesuch


Bei einem Gottesdienst in New York wurde Rosalía an der Tür abgewiesen. Stattdessen sei sie shoppen gegangen, sagte sie in der Show von Jimmy Fallon. Der meint: »Das hätte Gott so gewollt.«

Rosalía: Schuhkauf statt Kirchenbesuch

Kein Eintritt mit Caprihosen: Die spanische Sängerin Rosalía, 34, ist nach eigenen Angaben bei dem Versuch gescheitert, einen Gottesdienst zu besuchen – womöglich wegen ihres Aussehens. Sie habe geduscht, sich mit allen möglichen Kosmetikprodukten fertig gemacht und ihre »Kirchen-Heels« angezogen, sagte sie in der Latenight-Show von Jimmy Fallon. »Nach dem Motto ›Ich bin hier, um das Wort Gottes zu hören‹«.

Dann sei sie zur Abyssinian Baptist Church gegangen, einer afroamerikanischen Gemeinde im New Yorker Stadtteil Harlem. Sie habe gehört, dass sie dort »diesen tollen Sonntagsgottesdienst« haben, sagte Rosalía. Doch der »große, hübsche Mann« vor der Tür habe sie von oben bis unten gemustert und ihr das Gefühl vermittelt, sie stehe nicht auf der Liste. Sie könne heute nicht herein, habe er gesagt. Die Kirche sei voll.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von TikTok, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Rosalía trug nach eigener Aussage eine Caprihose und einen »schlichten« Cardigan. »Ich wurde von der Kirche abgelehnt«, sagte sie. »Ich wusste noch nicht einmal, dass das möglich ist.« Stattdessen habe sie sich eine andere Freizeitbeschäftigung gesucht: Sie sei Schuhe kaufen gegangen.

»Das hätte Gott so gewollt«, kommentierte Moderator Fallon. Rosalía sagte, sie habe es wirklich versucht. Und grüßte die betroffene Kirche: »Eines Tages hoffe ich wirklich, dass ich hereinkommen kann.«

Mehr zum Thema

Rosalía spricht immer wieder offen über ihren Glauben. Im Podcast der britischen Modedesignerin Bella Freud, Urenkelin von Sigmund Freud, sagte sie, sie fühle sich dadurch beschützt und geführt. Vor dem Einschlafen bete sie jeden Abend ein »Vater unser«.

Auch in ihrer Musik verarbeitet sie Motive und Referenzen aus der Religion. So zeigt das Coverbild ihres aktuellen Albums »Lux« sie in einem nonnenhaften, weißen Schleier. Dafür erhielt sie sogar den Segen des Vatikans: Der Leiter der dortigen Kulturbehörde, Kardinal José Tolentino de Mendonça, sagte, Rosalía betone »die religiöse Erfahrung als fundamentale Erfahrung der Menschlichkeit«.

Mit großer Geste bringt die Sängerin Elemente der Überhöhung, Überwältigung und Verrätselung zurück in den Pop, schreibt SPIEGEL-Redakteur Andreas Borcholte über »Lux«. Lesen Sie hier seine Rezension .

esw