Real Madrids Verteidiger Antonio Rüdiger hat Vorwürfe seines Gegenspielers Diego Rico wegen seines umstrittenen Fouls im Ligaspiel gegen den FC Getafe zurückgewiesen. Der deutsche Nationalspieler äußerte sich dazu auf einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel am Dienstag (21 Uhr, TV: Dazn) gegen Manchester City.
»Wenn man sich die Bilder in Zeitlupe anschaut, dann sieht es schlimm aus. Das will ich nicht herunterspielen«, sagte Rüdiger. »So wie er nach dem Spiel geredet hat, könnte man meinen, ich hätte ihn umgebracht oder so. Er braucht nicht zu übertreiben, denn wenn ich die Absicht gehabt hätte, das zu tun, wäre er nicht wieder aufgestanden.«
Rüdiger mit heftiger Knie-Attacke #DAZNmoment #LaLiga pic.twitter.com/0H45wrdrIo
— DAZN DE (@DAZN_DE) March 3, 2026
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Beim 0:1 Anfang März gegen Getafe hatte Rüdiger Mitte der ersten Hälfte den am Boden liegenden Rico mit dem Knie im Gesicht getroffen. Der Schiedsrichter ahndete die Aktion nicht, auch der VAR griff nicht ein. Rüdiger sagte, er spiele gern hart, habe aber Grenzen – und es sei nie seine Absicht gewesen, Rico zu verletzen.
»Der Junge hat ein wenig übertrieben. Vielleicht wollte er auch einmal ein Star sei. Aber du musst mit deinen Worten vorsichtig sein«, sagte Rüdiger.
Rico hatte Rüdiger nach der Partie Brutalität vorgeworfen. »Kein anderer Profi würde mit solcher Boshaftigkeit auf einen am Boden liegenden Spieler losgehen und ihn mit dem Knie so brutal treffen, wenn der Ball gar nicht in diesem Bereich war«, sagte der Linksverteidiger. Er musste nach der Aktion behandelt werden, konnte das Spiel aber beenden.
Ob Rüdiger nach seinen Oberschenkel- und Knieverletzungen der vergangenen Jahre wieder in den Kreis der Nationalmannschaft rückt, gibt DFB-Trainer Julian Nagelsmann am Donnerstag bei seiner Kadernominierung für die Testspiele gegen die Schweiz (27.3.) und Ghana (30.3.) bekannt. Der Bundestrainer hatte zuletzt im »kicker« erklärt, Rüdigers Chefrolle beim DFB sei »nicht in Stein gemeißelt« und liege »viel an seiner Leistung«.
Rüdiger hatte im vergangenen Jahr im spanischen Pokalfinale für einen Eklat gesorgt, als er eine Rolle Tapeverband nach dem Schiedsrichter geworfen und den Referee beleidigt hatte. Wie im Anschluss eine Debatte angestoßen wurde, ob Rüdiger noch Nationalspieler sein darf, lesen Sie hier .
