SpOn 15.03.2026
19:25 Uhr

Pforzheim: Männer attackieren Fahrkartenkontrolleure mit Pfefferspray


Zwei Männer sind in Pforzheim offenbar schwarz Bus gefahren. Als Kontrolleure einstiegen, griffen sie die Fahrscheinprüfer an und entkamen. Von der Tat soll jedoch ein Video existieren.

Pforzheim: Männer attackieren Fahrkartenkontrolleure mit Pfefferspray

Unbekannte haben an einer Bushaltestelle in Pforzheim zwei Fahrscheinprüfer mit Pfefferspray und Schlägen attackiert. Die Kontrolleure wurden mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach bereits am Freitagmittag. Zuvor hatten »Pforzheimer Zeitung« und »Bild« berichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wollten insgesamt drei Ticketprüfer vor dem Angriff in einen Bus steigen. Vermutlich, um einer Kontrolle zu entgehen, rannten daraufhin zwei Männer aus dem Fahrzeug und stießen das vor den Türen stehende Kontrollpersonal zu Boden.

Kontrolleur ins Gesicht geschlagen

Im weiteren Verlauf gelang es einem der Prüfer demnach, einen Flüchtenden am Bein festzuhalten. Um sich loszureißen, habe dieser dem Kontrolleur ins Gesicht geschlagen. Außerdem habe einer der Unbekannten mehrfach Pfefferspray in Richtung der Fahrkartenkontrolleure gesprüht, hieß es.

Im Internet kursiert eine Videoaufnahme, die die Tat zeigen soll. »Wir gehen davon aus, dass das Video echt ist«, sagte ein Polizeisprecher.

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Die beiden Angreifer konnten flüchten. Eine Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg. Es sei noch niemand festgenommen worden, sagte der Sprecher. Es gebe aber Hinweise. Ermittelt wird ihm zufolge wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Polizei sucht Zeugen der Tat.

Die Sicherheit von Zugbegleitern steht nach einem tödlichen Angriff in einem Regionalzug im Februar verstärkt im Fokus. In Rheinland-Pfalz war damals ein 36 Jahre alter Zugbegleiter von einem Fahrgast bei einer Ticketkontrolle mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später starb. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Sicherheit von Personal im öffentlichen Nahverkehr aus.

ade/dpa