SpOn 20.09.2026
12:06 Uhr

Peter Petrel: »How Do You Do?«-Sänger ist tot


Jazzmusiker, Entertainer, Schlagerbarde: Peter Petrel ist mit 86 Jahren gestorben. Bekannt wurde er mit dem Hit »How Do You Do?«. Auf den Zeitgeist hat der gebürtige Thüringer stets gepfiffen.

Peter Petrel: »How Do You Do?«-Sänger ist tot

Der Schlagersänger Peter Petrel ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Vertrauter der Familie. Zuvor hatte die »Bild« berichtet. Demnach starb Petrel am Freitag im Kreis seiner Familie in seiner Wahlheimat Koblenz.

»Peter schlief ganz friedlich ein«, zitierte die »Bild« die Ehefrau des Musikers. »Vorher konnte er sich noch von seinem Sohn telefonisch verabschieden. Es war ganz harmonisch und er hatte keine Schmerzen.«

»Wir sind unfassbar traurig über den Tod unseres langjährigen Freundes und Exklusivkünstlers Peter Petrel«, teilte dessen Manager Hansi Nahen mit. Petrel sei Sänger, Entertainer, Jazzer, »Gute-Laune-Macher« und vor allem ein wundervoller Mensch gewesen. Er habe »mit seiner unnachahmlichen, fröhlichen Art die Herzen eines jeden Publikums im Sturm erobert«.

»Mit den Hits tue ich mich immer ein bisschen schwer«

Petrel wurde am 14. April 1940 im thüringischen Bad Frankenhausen als Peter Sauer geboren. Bekannt wurde er zunächst unter anderem als Jazzmusiker. Seinen größten Hit landete Petrel allerdings als Schlagersänger. Zusammen mit Jeannie McKinley als Duo Windows belegte er mit »How Do You Do?« 1972 Platz eins der deutschen Charts.

Petrel 1979 im Hamburger Hafen: »Wer hat hier denn wohl wen verführt?«

Petrel 1979 im Hamburger Hafen: »Wer hat hier denn wohl wen verführt?«

Foto: United Archives / IMAGO

Auch als Solokünstler und mit der Hamburger Rentnerband war Petrel erfolgreich. Mit ihr hatte er den Hit »Hamburger Deern«, eine deutsche Coverversion des Liedes »Liverpool Lou« von The Scaffold.

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Sein Publikum begeisterte Petrel mit Songs wie »Ich bin viel zu bescheiden«, »Traumjob bei der Geisterbahn« und »Nimm den großen Vorschlaghammer«. Dem Zeitgeist rannte der Sänger nach eigenen Aussagen nie hinterher: »Mit den Hits tue ich mich immer ein bisschen schwer«, zitierte ihn das »Hamburger Abendblatt« 1978.

»Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich mich eigentlich nie um den gerade aktuellen Trend, sondern immer nur um das gekümmert habe, woran ich Spaß hatte und was ich vertreten konnte.«

kik/dpa