SpOn 21.09.2026
19:43 Uhr

Paramount und Warner Bros.: Einigung im Streit um 111-Milliarden-Fusion


Erst hatten zwölf US-Bundesstaaten gegen die Übernahme von Warner Brothers geklagt. Der Deal wurde pausiert. Nun einigen sich die Parteien doch – auf ein Geschäft in Höhe von rund 111 Milliarden US-Dollar.

Paramount und Warner Bros.: Einigung im Streit um 111-Milliarden-Fusion

Der Weg für die Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount ist frei. Das bestätigte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten hatten gegen die Übernahme geklagt – und sich nun mit Paramount auf einen Deal geeinigt. Zuvor berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Insider.

Die Bundesstaaten hatten argumentiert, der Zusammenschluss der beiden Film- und Fernsehriesen führe zu »höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten« für das Publikum. Eine Bundesrichterin in Kalifornien hatte die Übernahme daraufhin im Juli vorerst gestoppt. Die zwölf von Demokraten regierten Bundesstaaten beriefen sich auf ein Bundesgesetz, das Fusionen untersagt, wenn sie den Wettbewerb erheblich verringern könnten. Zu den Klägern gehörten neben Kalifornien die Bundesstaaten Arizona, Colorado, Connecticut, Massachusetts, Minnesota, Nevada, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon und Washington.

Die US-Regierung hatte die Übernahme, die auch den bekannten Nachrichtensender CNN umfasst, im Juni ohne Auflagen genehmigt. Der Zusammenschluss werde »voraussichtlich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs und der amerikanischen Verbraucher« führen, hieß es aus dem Justizministerium.

Das Geschäft hat ein Volumen von rund 111 Milliarden Dollar (rund 97 Milliarden Euro). Paramount will die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsendern erwerben, darunter auch CNN. Paramount-Chef David Ellison und dessen Vater Larry Ellison vom Softwareanbieter Oracle sind Unterstützer von Präsident Donald Trump. Kritiker der Fusion fürchten daher um die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN.

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Paramount und Warner Bros. hatten die Vereinbarung Ende Februar unterzeichnet, nachdem sich der Streamingdienst Netflix aus der Übernahmeschlacht zurückgezogen hatte. Ende April stimmten auch die Aktionäre zu.

Wie Bloomberg berichtet, soll auch die Gewerkschaft der Drehbuchautoren ihre Klage gegen die Warner-Übernahme nach einer Einigung mit Paramount fallen lassen. Unter anderem habe das Studio zugesagt, 17,5 Millionen Dollar in einen Gesundheitsfonds für die Autoren einzuzahlen.

atr/AFP