Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina ihre zweite Goldmedaille knapp verpasst. Die deutsche Fahnenträgerin musste sich in Cortina d’Ampezzo in der Super-Kombination der sitzenden Startklasse nur ihrer spanischen Rivalin Audrey Pascual Seco geschlagen geben und gewann Silber.
Es wäre nach 2018 und 2022 ihr dritter Erfolg in der Super-Kombination gewesen. Insgesamt kommt Forster nun auf elf Medaillen bei Winterspielen.
Rückstand nach dem ersten Durchgang schon zu hoch
Abfahrtsiegerin Forster lag nach dem ersten Lauf im Super-G bereits 2,82 Sekunden hinter der Super-G-Goldmedaillengewinnerin und Abfahrts-Zweiten Pascual Seco. Im zweiten Durchgang in ihrer Paradedisziplin Slalom war die 30-Jährige aus Radolfzell zwar schneller, den Rückstand auf Pascual Seco (2:11,22 Minuten) konnte sie aber nicht mehr ganz aufholen. 0,46 Sekunden lag Forster letztlich zurück.
Bronze ging an die Chinesin Sitong Liu (+3,31). Am Montag war Forster im Super-G ausgeschieden. Sie habe sich »echt schwer« getan, diesen Rückschlag abzuhaken, sagte Forster, die in Pyeongchang und Peking auf dem Podest bei der Super-Kombination ganz oben rangierte.
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In der stehenden Klasse kam Andrea Rothfuss nach ihrem starken vierten Platz im Super-G auf Rang sechs. Der Rückstand der 36-Jährigen, die erst im Dezember nach einer Depression ins Renngeschehen zurückgekehrt war, auf Goldmedaillengewinnerin Ebba Arsjö (2:00,15) betrug 12,16 Sekunden. Anna-Maria Rieder landete auf Rang elf (+15,80).
Warwara Worontschichina, die mit ihrem Sieg im Super-G für die erste Goldmedaille Russlands unter eigener Flagge seit Sotschi 2014 gesorgt hatte, schied im ersten Lauf aus.
Und wieder ein russischer Sieg
Beim ersten russischen Langlaufsieg der Paralympischen Spiele in Italien hat das deutsche Team Silber und Bronze gewonnen. In der Klasse der sehbehinderten Frauen sicherte sich Linn Kazmaier belegte gemeinsam mit Guide Florian Baumann im klassischen Sprint hinter der Russin Anastasija Bagijan Silber.
Die 19-Jährige profitierte von der Strafe gegen ihre an sich zweitplatzierte Teamkollegin Leonie Walter, die auf den letzten Platz zurückversetzt wurde. Toptalent Kazmaier ("Das ist mega") gewann damit ihre insgesamt sechste Para-Medaille.
Kurz zuvor hatte bereits Sebastian Marbuger, dem nach einem Motorradunfall das rechte Bein amputiert werden musste, bei seiner paralympischen Premiere für eine kleine Überraschung gesorgt. Im Zielsprint musste sich der 28-Jährige bei den stehenden Männern zwar dem belarussischen Sieger Raman Svirdydzenka geschlagen geben, sicherte sich aber die Silbermedaille.
