Die Oscarverleihung am Sonntag erreichte in den USA 17,9 Millionen Zuschauer. Das entspreche einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr und sei der niedrigste Wert seit 2022, berichtet der Sender ABC. Die ermittelte Zahl umfasst die Zuschauer von ABC und jene beim Streaming-Dienstes Hulu, die beide das Event fürs US-Publikum übertragen haben und zu Walt Disney gehören.
Noch deutlicher war der Rückgang der Zuschauerzahlen in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen: Bei ihnen schauten 14 Prozent weniger zu.
Trotz des Zuschauerrückgangs bleiben die Oscars die meistgesehene Unterhaltungssendung zur Hauptsendezeit der vergangenen Monate. Die Golden Globes – im Januar ausgestrahlt auf CBS – erreichten 8,7 Millionen Zuschauer, was einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
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Ein wachsendes Interesse für die Oscars gab es auf Social Media. Die Interaktionen stiegen in diesem Jahr um mehr als 42 Prozent auf 184 Millionen. Zudem wurden im Laufe des Abends über 129 Millionen Videoaufrufe auf den Social-Media-Plattformen der Academy gezählt.
Wie viele andere Preisverleihungen erlebten auch die Oscars 2021 während der Pandemie mit nur 10,4 Millionen Zuschauern einen Tiefststand. In den Neunzigerjahren, auf ihrem Höhepunkt, lockte die Gala oft um die 45 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Ihren Rekord erreichte sie 1998, als »Titanic« den Oscar für den besten Film gewann und 57,2 Millionen Menschen zuschauten.
Ab 2029 werden die klassischen Einschaltquoten kein Maßstab mehr für den Erfolg der Oscars sein. Denn dann wird die Show auf YouTube umziehen.

