SpOn 10.03.2026
09:45 Uhr

Nordkorea und China reaktivieren Zugverbindung nach Unterbrechung wegen Covid-19


Zwischen Pjöngjang und Peking könnte bald wieder ein Zug fahren. Nachdem Kim Jong Un die Grenzen seines Landes in der Covid-19-Pandemie geschlossen hatte, soll der Tourismus nun offenbar wieder anrollen.

Nordkorea und China reaktivieren Zugverbindung nach Unterbrechung wegen Covid-19

Nach sechsjähriger Pause wird offenbar bald wieder ein Personenzug zwischen China und Nordkorea unterwegs sein. Der Zug zwischen Pjöngjang und Peking werde seinen Pendelverkehr am 12. März wieder aufnehmen, wie die staatliche chinesische Eisenbahn der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte.

Damit wird eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Nordkorea und seinem wichtigsten Wirtschaftspartner wiederhergestellt. Die Strecke war seit 2020 unterbrochen, als Nordkorea als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie seine Grenzen geschlossen hatte.

Chinesischer Außenminister: Fortsetzung von »großer Bedeutung«

In den vergangenen Monaten hat das Land einige Reisebeschränkungen schrittweise gelockert, da der begrenzte grenzüberschreitende Austausch mit den Nachbarländern wieder aufgenommen wurde. Vor der Pandemie machten chinesische Besucher den größten Anteil der ausländischen Touristen in Nordkorea aus.

Das chinesische Außenministerium erklärte am Dienstag, dass die Fortsetzung des regulären Personenverkehrs mit Nordkorea von »großer Bedeutung« sei. »China unterstützt die zuständigen Behörden beider Seiten dabei, die Kommunikation zu verstärken, um günstigere Bedingungen für den bilateralen Personenverkehr zu schaffen«, sagte Guo Jiakun, Sprecher des Ministeriums, auf einer Pressekonferenz.

Reisen offenbar zunächst nur für Diplomaten und Offizielle

Der Zug werde viermal pro Woche verkehren, wie Behördenvertreter mitteilten. Er soll gegen 17:30 Uhr (Ortszeit) in Peking abfahren und am nächsten Tag gegen 18:00 Uhr in Pjöngjang ankommen.

Demnach würden zunächst nur die letzten beiden Waggons Passagiere befördern, hauptsächlich Diplomaten oder andere Personen, die in offizieller Mission unterwegs sind. Der Verkauf von Fahrkarten an die allgemeine Öffentlichkeit sei nur möglich, wenn Plätze verfügbar sind, zitierte Yonhap einen Bahnbeamten.

Für die meisten ausländischen Touristen bleibe Nordkorea jedoch geschlossen, mit wenigen Ausnahmen, die sich weitgehend auf russische Reisegruppen unter eingeschränkten Bedingungen beziehen, so Reiseveranstalter, die Reisen in das Land organisieren.

jmm/Reuters