SpOn 15.10.2026
21:26 Uhr

Nicolás Maduro plädiert bei Folter-Vorwürfen auf nicht schuldig


Venezuelas Ex-Staatschef Nicolás Maduro harrt seit seiner Gefangennahme in einem US-Gefängnis aus. Nun muss er sich vor Gericht auch wegen Folter-Vorwürfen verantworten.

Nicolás Maduro plädiert bei Folter-Vorwürfen auf nicht schuldig

Venezuelas langjährige Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sehen sich in den USA neuerdings nicht nur dem Vorwurf des »Drogenterrorismus« ausgesetzt, zuletzt kam auch noch der Vorwurf der Verschwörung zur Folter hinzu. Diesen haben Maduro und seine Frau nun vor Gericht zurückgewiesen.

Maduro, 63, und seine Ehefrau, 70, plädierten vor Richter Alvin Hellerstein auf »nicht schuldig«. Es handele sich um »falsche Anschuldigungen«, sagte Maduro. »Ich weise dieses Dokument in seiner Gesamtheit zurück.« Der Richter unterbrach Maduro, als dieser weiterreden wollte.

Maduros Ehefrau Flores sagte: »Ich bin komplett unschuldig. Ich bin nicht schuldig.«

Maduro hatte sein Land an der Spitze einer sozialistischen Regierung von 2013 bis 2026 autoritär geführt. Im Januar waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas von US-Spezialkräften gefangen genommen worden. Seitdem sitzen sie in einem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Von Kritikern wurde das Maduros Gefangennahme durch die US-Kräfte als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet .

Die USA hatten Maduro und seine Ehefrau zunächst unter anderem wegen des Vorwurfs des »Drogenterrorismus« angeklagt. Auch diesen Vorwurf hatte das Ehepaar zurückgewiesen. Vor rund einer Woche kam dann zusätzlich noch der Vorwurf der Verschwörung zur Folter hinzu. Er bezieht sich auf die unrechtmäßige Inhaftierung und Folter von mehr als einem Dutzend US-Bürger in venezolanischen Gefängnissen während Maduros Amtszeit. Der Prozess gegen die Maduros soll am 1. Juni 2027 beginnen.

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ptz/dpa