Ein Frachter ist nach Angaben des Jemen vor der Landesküste von einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes hölzernes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Regierung im Jemen.
Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der »Faize Noore Oliya« geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden. Das Schiff habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hieß es, das Drohnenboot stamme aus »iranischer Herstellung«.
Huthis starten neue Angriffswelle im Roten Meer
Auch die mit Präsidialratsmitglied Tarik Salih verbündeten Kämpfer an Jemens Westküste bestätigten den Angriff und den Rettungseinsatz im Roten Meer. Opfer habe es nicht gegeben, berichteten die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte. Jemens Präsidialrat führt die international anerkannte Regierung des Landes. Salih, Neffe des getöteten Präsidenten Ali Abdullah Salihkontrolliert mit seinen Truppen Abschnitte an Jemens Westküste am Roten Meer.
Die Huthi-Milizen kämpfen seit Jahren gegen die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Sie haben jüngst mit einer neuen Welle an Angriffen im Roten Meer begonnen, wie schon 2023. Dabei haben sie mehrere Schiffe attackiert oder diese gezwungen, einen langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen.
Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab wie die Straße von Hormus faktisch geschlossen werden könnte – mit noch schwereren Folgen für den Welthandel und Energiepreise. Der Verkehr durch den Bab al-Mandab läuft aber vorerst weiter. China soll Kontakt mit den Huthis aufgenommen haben, um Angriffe auf seine Schiffe zu vermeiden und die sichere Durchfahrt zu ermöglichen.
