SpOn 10.03.2026
17:30 Uhr

Meteorit von Koblenz geht an Grundstückseigentümer


Vom Feuerball zu Trümmern: Mindestens elf Gesteinsteile hat der Meteorit von Koblenz hinterlassen – was damit geschieht, darf der geschädigte Hausbesitzer entscheiden. Die Esa gab derweil Details zum Flug bekannt.

Meteorit von Koblenz geht an Grundstückseigentümer

Der Einschlag eines Meteoriten in ein Hausdach in Koblenz am Sonntag beschäftigt auch zwei Tage später die Menschen in der Region. Mittlerweile seien elf Gesteinsteile gefunden worden, teilte die Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa mit. Neben dem größten Stein, etwa so groß wie ein Tennisball, seien noch zehn weitere Fragmente in und am Wohnanwesen entdeckt worden. Diese hätten ein Gewicht von sechs bis 161 Gramm.

»Laienhaft betrachtet handelt es sich um ›Gestein‹«, teilte die Polizei mit. Eine genauere Einordnung könne nur durch einen Sachverständigen erfolgen. Bislang sei nur der Schaden an dem Wohnhaus im Koblenzer Stadtteil Güls bekannt. Die Polizei teilte mit, sie suche nicht aktiv nach weiteren Gesteinsteilen.

Inzwischen seien die Besitzansprüche geklärt: Demnach stehe der Fund dem Grundstückseigentümer zu, der selbst über den weiteren Verbleib entscheiden könne, teilte die Polizei mit. Das Gestein, das sich noch in der Verwahrung der Polizei befinde, werde noch am selben Tag übergeben. Angaben zum Eigentümer machte die Polizei nicht. Es habe sich bereits ein Experte des Instituts für Planetologie dafür interessiert gezeigt, den größten Stein in Augenschein zu nehmen, hieß es von der Polizei.

Feuerschweif über Rheinland-Pfalz: Und plötzlich schlägt ein Meteorit im Schlafzimmer ein
1 Min

Die Europäische Raumfahrtagentur Esa gab derweil bekannt, dass der Meteorit vor dem Einschlag auf Teleskopen nicht rechtzeitig zu erkennen gewesen sei. Dies habe an der Einschlagsrichtung gelegen, aber auch daran, dass es noch nicht dunkel gewesen sei. »Dies ist nicht ungewöhnlich«, betonte die Esa nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP.

Kleinere Gesteinsbrocken, die sich der Erde nähern, während der Himmel noch hell sei, würden in den meisten Fällen übersehen. Das Team für planetare Verteidigung der Esa arbeitet daran, die Erkennungsrate dieser Objekte vor dem Aufprall auf der Erde zu verbessern.

Tausende Menschen haben den Feuerball am Himmel gesehen, in Rheinland-Pfalz schlug er ein. Lesen Sie hier , was wir über den kosmischen Besucher wissen und was er für die Wissenschaft bedeutet.

sol/dpa/AFP