Im oberösterreichischen Linz sind in der Nacht auf Sonntag zwei Passanten niedergestochen worden. Nach Angaben der Polizei kam bei den Attacken am Samstagabend in der Innenstadt eine Person ums Leben. Ein zweites Opfer erlitt schwere Verletzungen. Der Tatverdächtige wurde von der Polizei kurz darauf gestellt und festgenommen.
Laut einem Polizeisprecher habe der Verdächtige seiner Frau gegenüber einen Amoklauf angekündigt. Die Frau habe den 34-jährigen kroatischen Staatsbürger daraufhin bei der Polizei angezeigt, die nach dem Mann fahndete. Während der Suche kam es schließlich zu der Messerattacke.
Stiche in den Hals
Bei den Opfern handelt es sich um zwei Afghanen, 26 und 24 Jahre alt. Die »Kronen Zeitung« hatte zunächst berichtet , dass der Angreifer »Scheiß Moslems« gerufen haben soll. Eine Zeugin habe demnach gesehen, dass der Mann nach den Taten mitten auf der Straße stand und so die Autos zeitweilig blockierte. Ein Polizeisprecher sagte hingegen, das Tatmotiv sei nicht politisch gewesen.
Der Tat selbst ging laut Polizei ein Streit voraus. Der 34-Jährige habe einen Autofahrer angepöbelt. Die zwei Afghanen schritten den Angaben zufolge ein und wiesen den aggressiven Mann zurecht. Wenig später soll der Tatverdächtige seine Opfer verfolgt haben, als sie einen Friseursalon verließen. Er soll laut Polizei von hinten in den Hals des 24-Jährigen gestochen haben. Der 26-Jährige flüchtete demnach, kam zu Sturz und wurde am Boden liegend von dem 34-Jährigen mit Füßen traktiert und in den Oberkörper gestochen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
