SpOn 30.09.2026
08:01 Uhr

Kristi Noem reicht nach 34 Jahren Ehe die Scheidung ein


Im März musste Kristi Noem ihren Posten als US-Heimatschutzministerin räumen. Nun folgt für die umstrittene Politikerin eine private Trennung: Nach jahrzehntelanger Ehe beantragt sie die Scheidung von ihrer Jugendliebe.

Kristi Noem reicht nach 34 Jahren Ehe die Scheidung ein

Nach Monaten der Spekulation über eine mögliche Trennung zwischen Kristi Noem und ihrem Ehemann ist es nun offiziell: Die ehemalige US-Heimatschutzministerin hat im Bundesstaat South Dakota die Scheidung beantragt. Das berichtet unter anderem »USA Today«  unter Berufung auf vorliegende Gerichtsunterlagen. Als Grund habe Noem »unüberbrückbare Differenzen« angegeben.

Noems Anwalt bestätigte das Verfahren im Gespräch mit US-Medien und sagte, sie werde sich zu weiteren Einzelheiten nicht äußern. Noem und ihr Mann sind seit 1992 verheiratet und haben drei erwachsene Kinder. Ihre Mutter, Corinne Arnold, hatte der britischen Boulevardzeitung »Daily Mail« bereits im Juli gesagt, die Tochter habe der Familie im Frühjahr von ihrer Scheidungsabsicht berichtet.

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Die Trennung erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten über das Privatleben von Bryon Noems. Im Frühjahr hatte die Boulevardzeitung »Daily Mail«  private Fotos veröffentlicht, die Noems Ehemann offenbar bei der Teilnahme an einer Online-Fetisch- und Rollenspiel-Community zeigten. Noem ließ damals über eine Sprecherin mitteilen, dass sie von den Berichten erschüttert sei. Die Familie bat um Privatsphäre. Sicherheitsexperten kritisierten den Vorfall als potenzielles Sicherheitsrisiko und sahen ein Versagen der US-Behörden bei der Hintergrundüberprüfung. Ungewöhnliche Online- und Finanzaktivitäten im Kontext von Regierungsämtern könnten demnach Angriffsflächen für Erpressung bieten, so die Kritik.

Kristi Noem musste im März 2026 den Posten als Heimatschutzministerin räumen. Vorausgegangen waren heftige Auseinandersetzungen über die Einwanderungsoperation »Metro Surge« in Minnesota. Während des Einsatzes wurden die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti von Bundesbeamten erschossen . Noem bezeichnete die Getöteten als »inländische Terroristen« – eine Darstellung, die angesichts öffentlich verbreiteter Videoaufnahmen und im Kongress scharf kritisiert wurde.

Für Kritik sorgte Noem auch mit einer privaten Anekdote: Sie prahlte damit, dass sie ihren 14 Monate alten Hund Cricket erschossen habe, nachdem er Nachbars Hühner getötet und sich aggressiv verhalten habe. Die Schilderung löste breite Empörung aus. Noem verteidigte die Tötung als eine harte, auf dem Land manchmal notwendige Entscheidung. Der Vorfall wurde bei ihren Anhörungen im Kongress erneut zum Thema. Im Mittelpunkt der Anhörungen standen die umstrittenen Einsätze der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörde ICE und die tödlichen Schüsse auf Good und Pretti in Minnesota. Zudem musste Noem Fragen zur Führung ihres Ministeriums beantworten.

asc