In einem Linienbus ist es in der Schweiz zu einem tödlichen Brandinferno gekommen. Eine Person habe wahrscheinlich vorsätzlich ein Feuer ausgelöst, berichtete die Polizei im Kanton Freiburg . Sechs Menschen kamen bei dem Brand am Dienstagabend ums Leben, vier weitere und ein Sanitäter wurden verletzt. Drei der Verletzten schwebten am Abend noch in Lebensgefahr.
»Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein«, teilte die Polizei am späten Abend mit. »Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt.« Der Brand sei kurz vor der Endstation in der Ortschaft Kerzers im Kanton Freiburg ausgebrochen. Bei einer Pressekonferenz wurde die Polizei gefragt, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte. Dazu könnte noch nichts gesagt werden, antwortete der Sprecher.
Augenzeuge: Benzin absichtlich in Brand gesetzt
Die Zeitung »Blick« zitierte einen Augenzeugen, nach dessen Angaben ein Mann Benzin im Bus ausgeschüttet und sich selbst in Brand gesetzt haben soll. Diese Angaben waren auch bei der Polizei eingegangen, wie eine Sprecherin sagte. Bestätigen könne sie das aber zunächst nicht.
Rettungskräfte an der Unglücksstelle
Foto: Alessandro Della Valle / EPADer Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin erklärte: »Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind.« Die Hintergründe des Vorfalls würden nun geklärt. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. »Und ich denke an die Verletzten & die Rettungskräfte.«
Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind. Die Hintergründe werden geklärt. Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers spreche ich mein Beileid aus. Und ich denke an die Verletzten & die Rettungskräfte.
— Guy Parmelin (@ParmelinG) March 10, 2026
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Auch in der Nacht nach dem Vorfall blieben noch viele Fragen offen. Die Polizei sagte nicht, wie viele Menschen zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord waren. Es handelt sich um einen Bus des Unternehmens Postauto, das in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete verbindet. Der Bus verkehrte auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdigen und Kerzers. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern.
Unklar blieb auch, ob die Person, die den Brand möglicherweise ausgelöst hat, unter den Toten oder Verletzten ist. Zu ihrer Identität machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Identifizierung der Todesopfer war im Gange. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben zur Zahl der Passagiere im Bus machen oder ob der Busfahrer unter den Opfern war.
In sozialen Medien kursierten dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus. Darauf sind meterhohe Flammen zu sehen. Eine riesige Rauchsäule stieg in den Himmel. Die Feuerwehr löschte die Flammen, aber der Bus brannte völlig aus. An der Straße war später nur noch das Metallgerippe des Busses zu sehen. Auf Bildern sind zahlreiche Menschen zu sehen, die den brennenden Bus mit Handykameras filmen. Im Einsatz waren neun Krankenwagen sowie ein Rettungshubschrauber. Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden.
