Katie Zacharia, Pressesprecherin des Weißen Hauses:
»Guten Morgen.«
Man hört es deutlich: Donald Trump hat eine neue Sprecherin: Katie Zacharia leitete am Dienstag ihre erste Pressekonferenz – und die war bemerkenswert. Zum Auftakt bedankte Zacharia sich bei ihrem neuen Chef.
Katie Zacharia, Pressesprecherin des Weißen Hauses:
»Es ist eine große Ehre, als neue Pressesprecherin des Weißen Hauses für Präsident Trump und das amerikanische Volk zu arbeiten. Ich möchte Präsident Trump für das Vertrauen danken, das er mir entgegengebracht hat. Ich wollte schon sehr lange für ihn arbeiten.«
Zacharia wirkte nervös. Sie las viel vom Zettel ab und lobte minutenlang Trump für seinen Wahlkampf vor den Midterms.
Katie Zacharia, Pressesprecherin des Weißen Hauses:
»Er ist ein dynamischer Präsident. Sein Publikum ist so groß wie nie. Hart arbeitende Amerikaner stehen Schlange, um die Arenen zu füllen und Präsident Trump und die Republikaner zu unterstützen.«
An einer Stelle verwechselte sie Donald Trump sogar mit ihrem Ehemann.
Katie Zacharia, Pressesprecherin des Weißen Hauses:
»Mein Präsident, Entschuldigung, mein Ehemann. Der war gut.«
Nach gerade einmal 14 Minuten war Zacharias Debüt schon wieder vorbei. Nur drei Reporter Trump-freundlicher Medien durften Fragen stellen. Unter Vorgängerin Karoline Leavitt hatten die Pressetermine oft über eine Stunde gedauert.
Eine Neuigkeit konnte Kate Zacharia dann doch noch verkünden: Das Aus für Kimberly Guilfoyle, der umstrittenen US-Botschafterin in Athen. Die Ex-Verlobte von Donald Trump Jr. war zuletzt unter Druck geraten.
Katie Zacharia, Pressesprecherin des Weißen Hauses:
»Wir haben Botschafterin Guilfoyle um ihren Rücktritt gebeten. Sie war eine großartige Bereicherung für das Team und wir wünschen ihr alles Gute.«
Guilfoyle hatte damit geprahlt, Regierungen stürzen zu können. Hinzu kamen Berichte über dubiose Zahlungen und Vorwürfe der Bestechlichkeit.
Erst am Freitag war Zacharia von Trump ernannt worden. Bekannt wurde die 41-Jährige durch TV-Auftritten und mittlerweile gelöschten Social-Media-Posts, in denen sie immer wieder Verschwörungstheorien verbreitete. Unter anderem teilte Zacharia Beiträge, die behaupteten, Michelle Obama sei ein Mann. Zuletzt arbeitete sie übrigens als Kommunikationsberaterin für Trumps Social-Media-Plattform »Truth Social«.