SpOn 11.10.2026
15:59 Uhr

Judi Dench: Schauspielerin und »James Bond«-Legende denkt mit 91 noch nicht an Rente


Für ihre Rolle als Geheimdienstleiterin M in mehreren »James Bond«-Filmen wurde Judi Dench weltberühmt. Nun gewährt sie in ihren Memoiren Einblicke in ihre Karriere – die sie noch lange nicht beenden will.

Judi Dench: Schauspielerin und »James Bond«-Legende denkt mit 91 noch nicht an Rente

Die britische Schauspielerin Judi Dench, 91, ist es leid, auf ihren Ruhestand angesprochen zu werden. Fragen wie »Wird es nicht langsam Zeit, die Füße hochzulegen?« beantworte sie mit: »Nein, verdammt noch mal, das wird es eben nicht«, berichtet die britische »The Times«  anlässlich der geplanten Veröffentlichung von Denchs Memoiren Ende Oktober. Wörter wie »Ruhestand«, »betagt« und »alt« sollten verbannt werden, erklärt Dench darin demnach.

Dench denke nicht daran, sich zurückzulehnen. »Ich möchte zu den Frauen gehören, die sich mit 100 aus Flugzeugen stürzen«, zitiert die Zeitung die Schauspielerin, die durch ihre Rolle als britische Geheimdienstleiterin M in den James Bond-Filmen international zum Star wurde.

Dench hat seit vielen Jahren eine degenerative Augenerkrankung und ist mittlerweile praktisch erblindet. Aber davon will sie sich offenbar nicht einschränken lassen. Dench ist der »Times« zufolge vor allem eines: abenteuerlustig. Grenzen seien dazu da, überschritten zu werden. Sie suche nach dem, was sie als den »Adrenalinkick der Ungewissheit« bezeichne, und müsse sich immer wieder selbst herausfordern und überraschen – was sich in ihrer unglaublichen schauspielerischen Bandbreite widerspiegele.

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Dench, Jahrgang 1934, konnte bereits auf eine erfolgreiche Theater- und Fernsehkarriere zurückblicken, als sie als Geheimdienstchefin M in der Bond-Reihe ab Mitte der Neunzigerjahre zum internationalen Leinwandstar wurde. 1995 dann mimte sie erstmals an der Seite von Pierce Brosnan im Bond-Film »Golden Eye« die Chefin von 007 – sechs weitere Bond-Streifen folgten.

Dench rückte im Laufe der Zeit immer mehr ins Zentrum der Filme. In ihrem letzten Bond-Film »Skyfall« (2012) wird die Geheimdienstchefin schließlich erschossen und stirbt in den Armen des Geheimagenten, gespielt von Daniel Craig.

»Es war großartig, all diesen Männern sagen zu können, wo es langgeht«

»Ich habe es geliebt, die Rolle der M zu spielen, denn es war großartig, all diesen Männern sagen zu können, wo es langgeht – sie in ihre Schranken zu weisen. Ich war berauscht von der Macht«, zitiert die »Times« sie weiter.

Erfolg hin oder her: Sie verabscheue es, als »nationales Kulturgut« bezeichnet zu werden. In den Memoiren »Is It Too Late to Make a Run for It?«, die sie gemeinsam mit dem befreundeten Schauspielkollegen Brendan O’Hea verfasst hat, gewährt Dench laut »Times« Einblicke in die Höhen und Tiefen ihrer Karriere – die offensichtlich noch nicht vorbei sein soll.

sun