Israelische Siedler sollen Berichten zufolge im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt haben. In palästinensischen und israelischen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses im Ort Michmas nördlich von Jerusalem. Das israelische Militär teilte mit, die Angelegenheit werde geprüft.
Unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass auch ein angezündetes Auto vollständig ausgebrannt sei. Demnach seien in der Nacht Dutzende Siedler in das palästinensische Dorf Michmas eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gazakrieg nochmals zugespitzt. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen oder Anschlägen getötet.
Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen. Der Konflikt und die Folgen des Gazakriegs spielen auch im laufenden Wahlkampf vor den Parlamentswahlen in Israel eine zentrale Rolle, das Land ist wegen des Konflikts zunehmend international isoliert.
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Berichte über Siedlergewalt und Lage in Gaza: Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum1 Min
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In dem Dokumentarfilm »Naza« sprechen 24 israelische Militärangehörige über die Kriegsführung in Gaza. Es geht vor allem um die Zielauswahl mithilfe künstlicher Intelligenz und Luftangriffe, bei denen oft Dutzende, in einem Fall auch bis zu 500 zivile Opfer einkalkuliert worden sein sollen. Seit der Film im September bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt und ausgezeichnet wurde, üben Israels Regierung und Armee scharfe Kritik. Ein Interview mit Regisseur Yuval Abraham können Sie hier nachlesen.
