SpOn 18.05.2026
23:58 Uhr

Islam-Zentrum in San Diego (USA): Angreifer töten drei Menschen - Polizei geht von Hassverbrechen aus


Im kalifornischen San Diego haben Bewaffnete das Feuer auf ein großes islamisches Zentrum eröffnet und drei Menschen getötet. Auch die beiden mutmaßlichen Angreifer – zwei Jugendliche – sind tot.

Islam-Zentrum in San Diego (USA): Angreifer töten drei Menschen - Polizei geht von Hassverbrechen aus

Bei einem Angriff auf ein Islamzentrum in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien sind drei Menschen getötet worden. Auch die beiden mutmaßlichen Täter sind tot, wie es von der örtlichen Polizei hieß. Sie seien in einem Auto auf dem Parkplatz tot aufgefunden worden, sagte Polizeichef Scott Wahl. Die Behörden gehen aktuell davon aus, dass die Verdächtigen im Alter von 17 und 19 Jahren Suizid begingen.

Zu dem Zentrum in San Diego gehören eine Moschee und eine Schule. Auf Hubschrauberaufnahmen war zu sehen, wie Kinder aus dem Gebäude herausgeleitet wurden. Ein Zeuge sagte dem US-Sender CBS News, er habe etwa 30 Schüsse gehört und daraufhin die Polizei verständigt. Die reagierte mit einem Großeinsatz auf Berichte über einen Schützen an dem Zentrum. Die umliegenden Straßen und eine anliegende Autobahn wurden von Dutzenden Polizeifahrzeugen blockiert.

Abgesperrter Bereich um das islamische Zentrum in San Diego

Abgesperrter Bereich um das islamische Zentrum in San Diego

Foto:

Zoe Meyers / AFP

Alle drei Todesopfer sind der Polizei zufolge erwachsene Männer, sie wurden auf dem Gelände des Zentrums gefunden. Bei einem von ihnen handelt es sich demnach um einen Wachmann. Nähere Angaben zu den Opfern machte die Polizei zunächst nicht.

Auch über die Identität der mutmaßlichen Schützen ist bisher nichts Näheres bekannt. Die »New York Times«  berichtete, dass in ihrem Fahrzeug antiislamische Schriftstücke entdeckt worden seien. Offiziell bestätigt ist das nicht.

Trump spricht von einer »entsetzlichen Situation«

Polizeichef Wahl erklärte, man stufe die Attacke bis auf Weiteres als ein Hassverbrechen ein, da es sich um ein religiöses Zentrum handele. Deswegen sei auch die Bundespolizei FBI eingeschaltet worden. Nach bisherigen Kenntnissen habe kein Polizist seine Waffe abgefeuert.

US-Präsident Donald Trump reagierte bestürzt auf den Vorfall: Es sei eine »entsetzliche Situation«, sagte er in Washington. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom erklärte bei X : »Hass hat keinen Platz in Kalifornien.«

aar/dpa