SpOn 14.03.2026
08:08 Uhr

Irankrieg 2006: Uno sieht Hilfslieferungen weltweit bedroht


Die Uno warnt angesichts des Irankriegs vor einer globalen Versorgungskrise. Steigende Kosten und blockierte Flug- und Seerouten könnten die humanitäre Hilfe weltweit beeinträchtigen. Millionen Menschen seien in Gefahr.

Irankrieg 2006: Uno sieht Hilfslieferungen weltweit bedroht

Die Eskalation in Nahost hat weltweite Folgen. Nun schlagen die Vereinten Nationen (Uno) Alarm. Der Irankrieg könnte die Notlage hilfsbedürftiger Menschen weltweit verschlechtern. Uno-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Irankriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen. »Die Auswirkungen auf unsere lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen sind in Gefahr«, wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.

Fletcher wies auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise hin, die die weltweiten Transportkosten in die Höhe trieben. Störungen im Flug- und Seeverkehr hätten den Waren- und Personenverkehr verlangsamt, wodurch die Ankunft humanitärer Hilfsgüter um bis zu sechs Monate verzögert werden könnte. Zudem stünden die globalen Lieferketten unter Druck.

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Fletcher warnte vor den Folgen der Sperrung der für den internationalen Schiffsverkehr enorm wichtigen Straße von Hormus vor der iranischen Küste: »Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter lassen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung wird teurer.« Daher laute seine Botschaft an die Konfliktparteien und alle, die Einfluss auf sie hätten: »Humanitäre Hilfsgüter müssen sicher durch die Straße von Hormus transportiert werden können.«

Der Verkehr durch die insbesondere für den globalen Ölexport wichtige Meerenge  ist in dem Krieg durch eine von Iran ausgelöste Blockade nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

Der Irankrieg schürt zudem die Sorgen vor weltweiten Engpässen bei Kunstdünger, denn große Mengen müssen durch die Straße von Hormus. Wie der Konflikt die weltweite Lebensmittelproduktion bedroht, lesen Sie hier .

asc/dpa