Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Das Regime reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Donald Trump hat China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder aufgefordert, Schiffe nach Nahost zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern. Iran reagierte mit Spott. Später kündigte Trump die Hilfe »vieler Länder« an, ohne konkret zu werden.
- Auf der iranischen Ölinsel Charg wolle der US-Präsident »vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß«.
- Irans Außenminister hat in einem Interview bestritten, dass das Regime zivile Ziele angegriffen habe. Er sei bereit dazu, die Vorfälle gemeinsam mit Nachbarstaaten zu prüfen.
- Israel gehen laut einem Medienbericht die Abfangraketen aus. Die Regierung dementiert das.
- Großbritannien prüft »Optionen zur Sicherung der Schifffahrt« im Persischen Golf und die Entsendung Tausender Abfangdrohnen.
- Der getötete iranische Machthaber, Ajatollah Ali Khamenei, hatte laut Erkenntnissen des US-Geheimdiensts offenbar Bedenken, dass sein Sohn Mojtaba seine Nachfolge antritt.
- Nach Tagen der Unsicherheit sind mittlerweile fast alle deutschen Staatsbürger, die nach Kriegsbeginn im Nahen Osten festsaßen, aus dem Krisengebiet ausgereist.
- In der Europäischen Union gibt es Diskussionen über eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus.
Mehr Hintergrund und Analyse
- War es das mit dem Aufschwung? Die Unsicherheit über die Weltlage wird für die deutsche Wirtschaft zum Konjunkturrisiko.
- Gefangen in einem asymmetrischen Krieg: Donald Trump scheint von der Kriegsführung des Regimes in Teheran überrascht – und setzt auf Eskalation.
- Ölhandel im Würgegriff: Iran nutzt die Straße von Hormus als geopolitisches Druckmittel. Mit militärischen Mitteln allein schaffen die USA es wohl nicht, den Handelsweg offenzuhalten.
- Maschinen statt Menschen: Noch nie hat das US-Militär KI in einem Krieg so umfassend eingesetzt wie in Iran. Der Analyst Noah Sylvia sieht darin Chancen, aber auch enorme Risiken.
- Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung: Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt über seine Strategie – und über militärische Erfolge.
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Diese drei Folgen hat der Irankrieg für Putins Russland
Von der Rückkehr der Ölwirtschaft bis zur Paranoia des Präsidenten: Der Irankrieg hat auch Konsequenzen für Russland. Und das auf gleich mehreren Ebenen, schreibt SPIEGEL-Kolumnist Mikhail Zygar. Welche Konsequenzen das genau sind, lesen Sie hier.
Foto: Maxim Shipenkov / Reuters
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Außenminister Wadephul schließt aus, dass Deutschland sich am Krieg beteiligt
Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius betonten zuletzt, dass Deutschland sich nicht aktiv in den Irankrieg einschalten will. Nun hat Außenminister Johann Wadephul das noch mal untermauert. Deutschland wird sich seinen Worten zufolge nicht an einem internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus beteiligen.
Wadephul sagte im »Bericht aus Berlin« der ARD mit Blick auf den Iran-Krieg und auf die Frage nach einer Ausweitung einer laufenden EU-Mission auf die Straße von Hormus: »Werden wir bald aktiver Teil dieser Auseinandersetzung? Nein.« Hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht hätten. »Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen.«
Wadephul sagte im »Bericht aus Berlin« der ARD mit Blick auf den Iran-Krieg und auf die Frage nach einer Ausweitung einer laufenden EU-Mission auf die Straße von Hormus: »Werden wir bald aktiver Teil dieser Auseinandersetzung? Nein.« Hierzu habe die Bundesregierung eine ganz klare Auffassung, die Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht hätten. »Wir werden uns an dieser Auseinandersetzung nicht beteiligen.«
Außenminister Johann Wadephul. Foto: Carsten Koall / dpa
Wadephul sagte mit Blick auf eine mögliche Ausweitung der EU-Mission »Aspides«, die Mission, bei der es im Wesentlichen um das Rote Meer gehe, sei bisher nicht wirkungsvoll gewesen. »Und deswegen bin ich sehr skeptisch, ob eine Ausweitung von ›Aspides‹ in der Straße von Hormus für mehr Sicherheit würde sorgen können. All das werden wir jetzt mal in aller Ruhe miteinander beraten. Daran beteiligen wir uns konstruktiv.«
Wadephul sagte weiter, man höre von den USA und Israel, es gehe darum, die militärischen Fähigkeiten Irans zu zerstören, insbesondere das Nuklearprogramm und das Raketenprogramm. »Und was wir jetzt erwarten, ist, dass wir hören und wir informiert werden, dass wir eingebunden werden, wann dies geschehen ist. Und dann wollen wir uns sehr gern daran beteiligen, in Verhandlungen zu gehen.« Sicherheit für die Straße von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungslösung gebe und dann auch mit den Iranern darüber spreche.
Wadephul sagte weiter, man höre von den USA und Israel, es gehe darum, die militärischen Fähigkeiten Irans zu zerstören, insbesondere das Nuklearprogramm und das Raketenprogramm. »Und was wir jetzt erwarten, ist, dass wir hören und wir informiert werden, dass wir eingebunden werden, wann dies geschehen ist. Und dann wollen wir uns sehr gern daran beteiligen, in Verhandlungen zu gehen.« Sicherheit für die Straße von Hormus werde man nur bekommen, wenn es eine Verhandlungslösung gebe und dann auch mit den Iranern darüber spreche.
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Teile der angekündigten Ölreserven sollen »sofort« freigegeben werden
Nach der angekündigten Freigabe strategischer Reserven soll nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) »bald« Öl auf die Weltmärkte kommen. In Asien und Ozeanien würden Reserven »sofort« und ab Ende März in Amerika und Europa freigegeben, heißt es von der IEA. Die IEA hatte am Mittwoch eine historische Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen, um den durch den Irankrieg ausgelösten Preisanstieg abzufedern. Es ist die größte der bislang sechs Freigaben strategischer Reserven in der Geschichte der vor mehr als 50 Jahren gegründeten IEA.
Die Ankündigung der Freigabe hatte allerdings keine signifikanten Auswirkungen auf den Ölpreis, der bei rund 100 Dollar pro Barrel liegt – dem höchsten Stand seit 2022 und ein deutlicher Anstieg zu den unter 70 Dollar vor Beginn des Irankrieges. Wie die Unsicherheit über die Weltlage zum Konjunkturrisiko gerät, lesen Sie hier.
Ein Öltanker vor Südfrankreich. Foto: Guillaume Horcajuelo / EPA
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Iran zerstört italienische Drohne
Iran hat bei einem Angriff auf einen Stützpunkt in Kuwait eine italienische Drohne zerstört. Das teilt der italienische General Luciano Portolano mit. Demnach griff Iran den Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem, auf dem sich Kräfte aus den USA und aus Italien befinden, mit Drohnen an. »Dabei wurde ein Unterstand getroffen, in dem sich eine unbemannte Drohne der italienischen Task Force Air befand, die zerstört wurde«, so Portolano. Niemand sei verletzt worden. Kürzlich sei das Personal auf dem Stützpunkt wegen der Sicherheitslage verkleinert worden, heißt es. Die zerstörte Drohne sei »ein unverzichtbarer Bestandteil für die Durchführung operativer Tätigkeiten« gewesen, so das italienische Militär.
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Analyse: Rasant steigende Spritpreise gefährden die US-Wirtschaft
In den USA steigen die Preise an der Tankstelle von Tag zu Tag. An diesem Sonntag kostet Standard-Normalbenzin (Regular) laut dem Automobilclub AAA im Landesdurchschnitt fast 3,70 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter), so viel wie seit Frühjahr 2024 nicht mehr. Damit hat sich dieser Kraftstoff seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran um 74 Cent verteuert.
Noch stärker ist der Preisanstieg beim Diesel. Für eine Gallone müssen im Mittel jetzt 4,97 Dollar bezahlt werden – das sind 1,20 Dollar mehr als zum Kriegsanfang. So teuer war Diesel seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.
Noch stärker ist der Preisanstieg beim Diesel. Für eine Gallone müssen im Mittel jetzt 4,97 Dollar bezahlt werden – das sind 1,20 Dollar mehr als zum Kriegsanfang. So teuer war Diesel seit der Energiekrise 2022 nicht mehr.
Damit wird Donald Trump wohl sein großes Wahlkampfversprechen brechen: die Energiepreise in den ersten 12 bis 18 Monaten seiner Amtszeit zu halbieren. Eingetreten ist das Gegenteil. Nach knapp 14 Monaten müssen Verbraucherinnen und Verbraucher mehr bezahlen als vor Trumps Machtübernahme: sowohl für Strom und Erdgas als auch für Benzin und Diesel.
Die Teuerung an der Tankstelle wird immer mehr zur Gefahr für die US-Wirtschaft. Sie treibt auch die Kosten für die Herstellung und den Transport anderer Güter nach oben: etwa für Nahrungsmittel. Das dürfte über kurz oder lang zu einer Spirale von Preissteigerungen führen, wie die Menschen in den USA und Europa schon bei der Energiekrise 2022 erfahren haben.
Mit der wachsenden Inflation wächst zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen nicht wie von Trump gewünscht bald senken kann, sondern sie oben halten oder sogar erhöhen muss, um die Preise zu stabilisieren. An den Terminmärkten erwarten viele Anleger kaum noch Zinssenkungen in diesem Jahr. Und erst recht nicht Mitte der kommenden Woche, wenn die Fed unter ihrem Chef Jerome Powell ihre nächste Zinsentscheidung bekannt gibt. Entsprechend hoch dürften die Zinsen für Immobilien-, Auto- oder andere Verbraucherkredite bleiben.
Allerdings wird im Mai der Trump-Günstling Kevin Warsh das Amt des Fed-Chefs übernehmen. Es ist möglich, dass die Fed dann die Leitzinsen senkt. Entsprechend stark wächst dann allerdings das Risiko, dass die Inflation außer Kontrolle gerät. Erst recht, wenn die Spritpreise dann noch immer so hoch sind wie jetzt – oder gar noch weiter steigen.
Mit der wachsenden Inflation wächst zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen nicht wie von Trump gewünscht bald senken kann, sondern sie oben halten oder sogar erhöhen muss, um die Preise zu stabilisieren. An den Terminmärkten erwarten viele Anleger kaum noch Zinssenkungen in diesem Jahr. Und erst recht nicht Mitte der kommenden Woche, wenn die Fed unter ihrem Chef Jerome Powell ihre nächste Zinsentscheidung bekannt gibt. Entsprechend hoch dürften die Zinsen für Immobilien-, Auto- oder andere Verbraucherkredite bleiben.
Allerdings wird im Mai der Trump-Günstling Kevin Warsh das Amt des Fed-Chefs übernehmen. Es ist möglich, dass die Fed dann die Leitzinsen senkt. Entsprechend stark wächst dann allerdings das Risiko, dass die Inflation außer Kontrolle gerät. Erst recht, wenn die Spritpreise dann noch immer so hoch sind wie jetzt – oder gar noch weiter steigen.
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Irans Außenminister: Werden uns weiter verteidigen
Keine Kapitulation, keine Verhandlungen: Irans Außenminister Abbas Araghchi ist darum bemüht, ein Signal der Stärke in die Welt – und vor allem an die USA – zu senden. »Wir sind bereit, uns so lange zu verteidigen, wie es nötig ist«, sagte der iranische Chefdiplomat nun in der Sendung »Face the Nation« bei CBS News. Man werde weitermachen, bis US-Präsident Donald Trump erkenne, dass es ein »illegaler« Krieg ohne Aussicht auf Sieg sei.
Auf die Frage der Moderatorin, ob Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: »Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.« Der US-Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen bisher nicht gut genug seien.
Auf die Frage der Moderatorin, ob Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: »Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.« Der US-Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen bisher nicht gut genug seien.
Irans Außenminister Abbas Araghchi. Foto: Khalil Hamra / AP / dpa
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Israelische Soldaten töten palästinensische Familie im Westjordanland
Im Irankrieg sind die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern in den Hintergrund gerückt. Dabei hat sich die Lage nicht entspannt, wie Meldungen aus dem Westjordanland zeigen: Israelische Soldaten haben dort das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet und vier Mitglieder einer palästinensischen Familie getötet. Es handele sich um zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren sowie deren Eltern, heißt es in einer Stellungnahme des palästinensischen Gesundheitsministeriums. Zwei weitere Kinder seien bei dem Vorfall in Tammun im nördlichen Teil des Westjordanlands verletzt worden. Mehrere der Familienmitglieder hätten Schussverletzungen am Kopf erlitten.
Die israelische Armee und Polizei rechtfertigten das Vorgehen damit, das Auto der Familie habe auf die Streitkräfte zugesteuert und sogar noch beschleunigt. Ein Familienangehöriger sagte der Zeitung »Haaretz«, dieser Vorwurf sei »komplett absurd«. Eine für polizeiliches Fehlverhalten zuständige Abteilung im israelischen Justizministerium leitete eine Untersuchung ein.
Die israelische Armee und Polizei rechtfertigten das Vorgehen damit, das Auto der Familie habe auf die Streitkräfte zugesteuert und sogar noch beschleunigt. Ein Familienangehöriger sagte der Zeitung »Haaretz«, dieser Vorwurf sei »komplett absurd«. Eine für polizeiliches Fehlverhalten zuständige Abteilung im israelischen Justizministerium leitete eine Untersuchung ein.
Menschen trauern um die Familie in Tammun. Foto: Mahdi Mohammed / AP
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Israels Kabinett gibt neues Geld fürs Militär frei
Ein Ende des Irankriegs ist nicht in Sicht. Die israelische Regierung stellt sich auf weitere Kämpfe in den kommenden Wochen ein. Dafür hat die Regierung nun mehr Geld für das Militär freigegeben. Das Kabinett habe in einer telefonisch abgehaltenen Sitzung einen zusätzlichen Haushaltsposten von 2,6 Milliarden Schekel (720 Millionen Euro) für Rüstungskäufe verabschiedet, berichten mehrere israelische Medien.
Die Gelder seien für »dringenden Bedarf« vorgesehen, berichtet die Zeitung »Haaretz«. Mehrere israelische Medien zitieren aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch »die Intensität der Kämpfe« notwendig geworden sei. Es sei der »dringliche und sofortige Bedarf« entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.
Die Gelder seien für »dringenden Bedarf« vorgesehen, berichtet die Zeitung »Haaretz«. Mehrere israelische Medien zitieren aus einem Dokument des Finanzministeriums, wonach die Bereitstellung der zusätzlichen Gelder durch »die Intensität der Kämpfe« notwendig geworden sei. Es sei der »dringliche und sofortige Bedarf« entstanden, unter anderem weitere Munition und moderne Waffensysteme zu erwerben und wichtige Arsenale für die Kriegsführung aufzufüllen.
Israel fängt iranische Raketen über Tel Aviv ab. Foto: Ohad Zwigenberg / AP
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Israel: Acht Menschen durch iranische Raketenangriffe verletzt
Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch umherfliegende Splitter getroffen, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung.
Rettungseinsatz in Bnei-Brak bei Tel Aviv. Foto: Jack Guez / AFP
Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar warf Iran vor, absichtlich zivile Ziele ins Visier zu nehmen. »Während wir militärische Ziele angreifen, zielt das iranische Regime auf Zivilisten«, sagte Saar bei einem Besuch in der nordisraelischen Stadt Sarsir, wo bei einem iranischen Raketenangriff zwei Tage zuvor fast 60 Bewohner verletzt worden waren. Berichten zufolge hat auch Israel in Iran schon zivile Einrichtungen getroffen, darunter eine Schule.
Israel setzt derweil auch seine Schläge gegen die Hisbollah im Libanon fort. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen am Samstag bei israelischen Angriffen 24 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. 96 Menschen seien verletzt worden.
Israel setzt derweil auch seine Schläge gegen die Hisbollah im Libanon fort. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen am Samstag bei israelischen Angriffen 24 Menschen ums Leben, darunter vier Kinder. 96 Menschen seien verletzt worden.
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Diskussion über Ausweitung von EU-Mission »Aspides« auf die Straße von Hormus
Im Kreis der EU-Partner beginnt eine Debatte, ob die Marine-Mission »Aspides« zum Schutz der zivilen Schifffahrt im Roten Meer auf das Gebiet der Straße von Hormus ausgeweitet werden soll.
Von EU-Diplomaten hieß es, das Thema stehe zwar nicht auf der Tagesordnung für ein Treffen der Außenminister am Montag, werde aber vermutlich bei der Debatte über die Eskalation im Nahen Osten angesprochen. Vor allem Frankreich habe in den vergangenen Tagen für eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« geworben. Zuerst hatte am Sonntag die »Financial Times« über die Überlegungen berichtet.
Von EU-Diplomaten hieß es, das Thema stehe zwar nicht auf der Tagesordnung für ein Treffen der Außenminister am Montag, werde aber vermutlich bei der Debatte über die Eskalation im Nahen Osten angesprochen. Vor allem Frankreich habe in den vergangenen Tagen für eine Ausweitung der EU-Mission »Aspides« geworben. Zuerst hatte am Sonntag die »Financial Times« über die Überlegungen berichtet.
Die Fregatte »Hessen«, hier im Hafen des Militärstützpunktes Wilhelmshaven, war an der Mission »Aspides« beteiligt. Foto: Sina Schuldt / picture alliance / dpa
Die Operation »Aspides« war 2024 gestartet worden, weil die von Iran unterstützten Huthi-Milizen aus dem Jemen heraus internationale Handelsschiffe attackierten und so die hochfrequentierte Handelsroute durchs Rote Meer behinderten. Anfangs beteiligte sich die Bundeswehr mit der Fregatte »Hessen«, die gleich zu Beginn des Einsatzes auch mehrere feindliche Drohnen abschoss. Aktuell beteiligt sich die Bundeswehr mit einem zivil-militärischen Überwachungsflieger zur Aufklärung der Lage und mit Stabspersonal an der Mission »Aspides«.
Für eine Ausweitung der Mission auf die Straße von Hormus, die Meerenge liegt im Süden des Persischen Golfs, wäre vermutlich eine Veränderung des beschlossenen EU-Mandats notwendig. Zwar umfasst das Mandat auch die Straße von Hormus. Für die Meerenge, die Iran durch Angriffe auf Schiffe aktuell weitgehend blockiert, ist allerdings nur eine Beobachtung der Lage vorgesehen. Eine Begleitung von Schiffskonvois wie im Roten Meer oder gar eine robuste Abwehr von möglichen Attacken sind bisher nicht durch das Mandat gedeckt.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen gefordert, dass sich internationale Partner an einer Mission zur Absicherung der Straße von Hormus beteiligen sollen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte eine deutsche Rolle bei einer solchen Operation am Freitag bei einem Besuch in Norwegen allerdings überraschend deutlich ausgeschlossen.
Frankreich drängt auf Mandatsveränderung
Ob es zu einer schnellen Ausweitung der EU-Mission kommt, wurde von Diplomaten bezweifelt. Bisher dränge nur Frankreich auf eine Veränderung des Mandats. Paris hatte in den vergangenen Tagen bereits die Entsendung von Kriegsschiffen in die Region angekündigt, will allerdings erst agieren, wenn der Krieg gegen Iran beendet ist. Andere Partner aber, heißt es in Brüssel, stünden einer Ausweitung von »Aspides« kritisch gegenüber.
Neben einer Fokussierung auf das Gebiet rund um die Straße von Hormus müssten für einen wirksamen Schutz des Seegebiets vor der iranischen Küste vermutlich auch die Einsatzregeln für die EU-Mission deutlich verschärft werden. Bisher sieht das Mandat lediglich eine Lagebeobachtung und das Eskortieren von Handelsschiffen vor. Werden diese angegriffen, können die EU-Kriegsschiffe zur Selbstverteidigung auch Waffen einsetzen. Das Neutralisieren von Angreifern an Land oder der Beschuss von Abschussrampen, von denen die Angriffe ausgehen, ist nicht vorgesehen.
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Bundesregierung geht gegen hohe Spritpreise vor
Die Bundesregierung will das Kartellrecht schärfen und eine neue Regel auf den Weg bringen, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Für entsprechende Gesetzesänderungen wurde am Sonntag die Ressortabstimmung eingeleitet, sagte ein Sprecher der Bundesregierung laut der Nachrichtenagentur dpa. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte angekündigt, die Regierung prüfe eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht des Kartellamts beim Kraftstoffsektor, die zu verschärften Kontrollen bei Kosten und Preisen führen solle.
Politiker hatten Mineralölkonzernen eine »Abzocke« an Tankstellen vorgeworfen. »Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen«, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) der Nachrichtenagentur AFP. Warum Sprit in Deutschland so viel teurer als in anderen EU-Ländern ist, lesen Sie hier.
Politiker hatten Mineralölkonzernen eine »Abzocke« an Tankstellen vorgeworfen. »Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen«, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) der Nachrichtenagentur AFP. Warum Sprit in Deutschland so viel teurer als in anderen EU-Ländern ist, lesen Sie hier.
Eine Tankstellenanzeige in Berlin am Sonntag. Foto: Fabian Sommer / dpa
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Berichte aus Iran: Regime lässt Dutzende Menschen wegen angeblicher Kontakte zu Israel festnehmen
Iran geht Medienberichten zufolge gegen Dutzende Menschen vor, weil sie Israel und den USA im Krieg geholfen haben sollen. Die iranische Staatsagentur Fars meldet unter Berufung auf den Staatsanwalt Hossein Madschidi, dass 20 Menschen festgenommen worden seien, nachdem sie »Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften« an den Feind geschickt hätten. Die Festnahmen erfolgten demnach bei Razzien gegen angeblich mit Israel verbundene Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan.
Mindestens 18 Menschen seien zudem festgenommen worden, weil sie »Bilder von Orten, die von Israel und den USA bombardiert wurden«, sowie von anderen Orten an den Fernsehsender Iran International mit Sitz in London gesendet hätten, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Geheimdienstministerium. Iran hatte die Zusammenarbeit mit Iran International im Januar verboten und erklärt, der Sender sei »mit dem zionistischen Regime verbunden«.
Bei landesweiten Razzien hatten die iranischen Behörden örtlichen Medien zufolge in den vergangenen Tagen bereits Hunderte Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. Bereits vor dem Krieg hatte Iran bei Protesten im Land zahlreiche Menschen festnehmen lassen. Das US-amerikanische Menschenrechtsnetzwerk »Human Rights Activists News Agency« (HRANA) ging Anfang Februar von insgesamt mehr als 50.000 Festnahmen in Iran aus.
Bei landesweiten Razzien hatten die iranischen Behörden örtlichen Medien zufolge in den vergangenen Tagen bereits Hunderte Menschen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit Israel und den USA festgenommen. Bereits vor dem Krieg hatte Iran bei Protesten im Land zahlreiche Menschen festnehmen lassen. Das US-amerikanische Menschenrechtsnetzwerk »Human Rights Activists News Agency« (HRANA) ging Anfang Februar von insgesamt mehr als 50.000 Festnahmen in Iran aus.
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Aktivisten zählen mehr als 3000 Kriegstote in Iran
Seit Beginn der Angriffe Israels und der USA sind in Iran nach Angaben von Aktivisten mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelt es sich dem in den USA ansässigen Menschenrechtsnetzwerk HRANA zufolge um:
- 1319 Zivilisten,
- darunter 206 Kinder,
- 1122 Militärangehörige.
- Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.
Die Menschenrechtler stützen sich eigenen Angaben zufolge bei der Erhebung ihrer Daten neben öffentlichen Berichten auch auf ein Netzwerk an Kontakten in Iran. Dazu zählen unter anderem Quellen im Gesundheitswesen, den Rettungsdiensten und der Zivilgesellschaft. Irans Gesundheitsministerium hatte zuletzt über mindestens 1200 Tote und rund 10.000 Verletzte infolge der Angriffe berichtet.
Zerstörung in Teheran. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Exil-Iraner fordern bei Demos Regimewechsel
»Die Mullahs müssen weg«: Hunderte Menschen haben am Wochenende in Hamburg und in Frankfurt am Main für einen Regimewechsel in Iran demonstriert.
In Hamburg versammelten sich am Samstag und Sonntag Hunderte Exiliraner in der Innenstadt und demonstrierten für einen »freien Iran und einen Regimewechsel«. Viele Demonstranten hielten Bilder des Oppositionspolitikers Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, in die Höhe. Lautstark forderten sie Demokratie für Iran. Einige Demonstranten schwenkten auch israelische und US-Flaggen.
In Frankfurt gingen im Zusammenhang mit dem Irankrieg mehrere Gruppen auf die Straße, die Polizei spricht von insgesamt 3000 Teilnehmern. An einer Demonstration »für Freiheit und Demokratie im Iran« nahmen demnach zunächst 450 Menschen teil. Zudem gab es unter anderem eine Kundgebung zur Solidarität mit der Frauenbewegung in Iran.
Eine Demonstration löste die Polizei nach eigenen Angaben wegen antisemitischer Äußerungen auf. Während der Versammlung sei zur »Vernichtung Israels« aufgerufen worden. Gegen zwei Verdächtige werde wegen dieser Äußerungen ermittelt. Die meisten Demonstrationen verliefen jedoch friedlich.
Eine Demonstration löste die Polizei nach eigenen Angaben wegen antisemitischer Äußerungen auf. Während der Versammlung sei zur »Vernichtung Israels« aufgerufen worden. Gegen zwei Verdächtige werde wegen dieser Äußerungen ermittelt. Die meisten Demonstrationen verliefen jedoch friedlich.
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Fast alle festsitzenden Deutschen aus Nahem Osten ausgereist
Nach Tagen der Unsicherheit sind mittlerweile fast alle deutschen Staatsbürger, die nach Kriegsbeginn im Nahen Osten festsaßen, aus dem Krisengebiet ausgereist. Durch gemeinsame Anstrengungen der Bundesregierung und der Reiseindustrie konnten mehrere Tausend Deutsche aus der Region ausfliegen, heißt es in einem aktuellen Sachstand des Auswärtigen Amts. Mehr als 1100 Personen ergatterten Plätze auf von der Bundesregierung organisierten Sonderflügen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte vergangene Woche bei einer Dienstreise in die Region einige Familien in seinem Flieger mit zurück nach Deutschland genommen. Die Auslandsvertretungen vor Ort leisten weiter Unterstützung für die verbliebenen Einzelfälle, die noch nicht ausgereist sind. Mittlerweile hat sich der zivile Flugbetrieb in der Region zwar deutlich normalisiert. Das Auswärtige Amt weist jedoch darauf hin, dass für die gesamte Region rund um Iran eine Reisewarnung gilt, da eine Eskalation jederzeit möglich ist. Wie die Lage für Urlauberinnen und Urlauber nach Kriegsbeginn im Nahen Osten war, lesen Sie hier.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte vergangene Woche bei einer Dienstreise in die Region einige Familien in seinem Flieger mit zurück nach Deutschland genommen. Die Auslandsvertretungen vor Ort leisten weiter Unterstützung für die verbliebenen Einzelfälle, die noch nicht ausgereist sind. Mittlerweile hat sich der zivile Flugbetrieb in der Region zwar deutlich normalisiert. Das Auswärtige Amt weist jedoch darauf hin, dass für die gesamte Region rund um Iran eine Reisewarnung gilt, da eine Eskalation jederzeit möglich ist. Wie die Lage für Urlauberinnen und Urlauber nach Kriegsbeginn im Nahen Osten war, lesen Sie hier.
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Papst Leo fordert Waffenstillstand in Nahost
Der Papst hat sich erneut für Frieden auf der Welt ausgesprochen. »Gewalt wird niemals zu der Gerechtigkeit, der Stabilität und dem Frieden führen, auf den die Völker warten«, sagte Leo XIV. auf dem Petersplatz. »Stellt das Feuer ein, damit wieder Wege des Dialogs geöffnet werden.« Der Papst erinnerte an die Menschen in Nahost, die seit zwei Wochen unter »der grausamen Gewalt des Krieges« litten: »Tausende unschuldiger Menschen wurden getötet, und unzählige andere mussten ihre Häuser verlassen.«
Papst Leo am Petersplatz. Foto: Angelo Carconi / EPA
Leo sprach auch von großer Sorge angesichts der Lage im Libanon. Zuvor hatte der maronitische Patriarch im Libanon, Kardinal Bechara Rai, den Krieg als »sinnlos und verheerend« bezeichnet. Der Libanon sei in einen erbitterten Krieg zwischen der Hisbollah und Israel verwickelt; »einen Krieg, der uns aufgezwungen wurde« und »offiziell wie auch von der Bevölkerung abgelehnt« werde, sagte Rai. Zuletzt war Priester Pierre al-Raï im Südlibanon bei einem israelischen Angriff getötet worden. Einen Nachruf lesen Sie hier.
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Wie der Krieg die Menschen in der Region trifft
Sie schlafen auf der Straße, fürchten um ihre Sicherheit und ihr Zuhause: Zivilisten sind die Leidtragenden des Kriegs in Nahost. Eindrücke aus Iran, Israel und dem Libanon.
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Bericht: Ali Khamenei hielt Sohn offenbar für ungeeignet
Der getötete Ajatollah Ali Khamenei hatte laut Erkenntnissen des US-Geheimdiensts offenbar Bedenken, dass sein Sohn Mojtaba seine Nachfolge antritt. Ein kleiner Kreis um Donald Trump sei darüber informiert worden, berichtet der Sender CBS News unter Berufung auf Personen aus der US-Regierung, den Geheimdiensten und dem Umfeld des Präsidenten.
Demnach sei Ali Khamenei der Meinung gewesen, sein Sohn sei »nicht besonders intelligent« und »ungeeignet für die Führung«. Zudem soll er Mojtaba »Probleme in seinem Privatleben« attestiert haben. Trump sagte in einem Interview mit Fox News am Freitag, Mojtaba Khamenei sei »nicht jemand, den der Vater überhaupt wollte« – womöglich eine Anspielung auf die Geheimdienstinformationen.
Demnach sei Ali Khamenei der Meinung gewesen, sein Sohn sei »nicht besonders intelligent« und »ungeeignet für die Führung«. Zudem soll er Mojtaba »Probleme in seinem Privatleben« attestiert haben. Trump sagte in einem Interview mit Fox News am Freitag, Mojtaba Khamenei sei »nicht jemand, den der Vater überhaupt wollte« – womöglich eine Anspielung auf die Geheimdienstinformationen.
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Israel plant noch mindestens drei Wochen Krieg
Nach Angaben ihres Sprechers ist die israelische Armee in Iran noch lange nicht fertig. »Wir haben Tausende Ziele vor uns«, sagte Effie Defrin dem Sender CNN. Die Pläne für die Angriffe reichten – in Abstimmung mit den USA – »bis mindestens zum jüdischen Pessach-Fest, also etwa drei Wochen ab jetzt«. Für die darauffolgenden drei Wochen habe man »noch tiefgreifendere Pläne«.
Laut Defrin richte sich der Krieg »nicht nach einer Stoppuhr oder einem Zeitplan«. Israels Militär wolle vielmehr sein Ziel erreichen, »das iranische Regime erheblich zu schwächen«.
Laut Defrin richte sich der Krieg »nicht nach einer Stoppuhr oder einem Zeitplan«. Israels Militär wolle vielmehr sein Ziel erreichen, »das iranische Regime erheblich zu schwächen«.
Israelischer Kampfjet über dem Norden des Landes. Foto: Ariel Schalit / AP
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Einschläge bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv
Bei weiteren iranischen Angriffen auf den Großraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigen, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen.
Die israelischen Streitkräfte vermuten Medien zufolge, Iran habe erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt, die Zeitung »Haaretz« berichtet von drei Verletzten. Auch in anderen Teilen Israels heulten Sirenen.
Die israelischen Streitkräfte vermuten Medien zufolge, Iran habe erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt, die Zeitung »Haaretz« berichtet von drei Verletzten. Auch in anderen Teilen Israels heulten Sirenen.
Feuerwehrleute löschen einen Brand an einem Auto. Foto: Ohad Zwigenberg / AP
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Netanyahu-Vertrauter offenbar nach Saudi-Arabien gereist – es geht um Krieg im Libanon
Ron Dermer hat sich aus der aktiven Politik unlängst zurückgezogen. Nun hat Premier Benjamin Netanyahu ihn aber offenbar für einen Spezialeinsatz zurückgeholt; die beiden pflegen ein enges Verhältnis: Dermer war mal Israels Botschafter in den USA und Minister für strategische Angelegenheiten.
Wie das israelische Armeeradio berichtet, soll der in Miami geborene Dermer nun nach Saudi-Arabien gereist sein. Der Grund des Trips: die Beziehungen zum Libanon. Aktuell liefert sich Israel mit der schiitischen Hisbollah-Miliz im Zedernstaat schwere Gefechte. Die Regierung in Beirut hat erklärt, sie wolle direkt mit Israel über einen Frieden verhandeln – was die Regierung zumindest öffentlich aktuell aber ablehnt.
Wie das israelische Armeeradio berichtet, soll der in Miami geborene Dermer nun nach Saudi-Arabien gereist sein. Der Grund des Trips: die Beziehungen zum Libanon. Aktuell liefert sich Israel mit der schiitischen Hisbollah-Miliz im Zedernstaat schwere Gefechte. Die Regierung in Beirut hat erklärt, sie wolle direkt mit Israel über einen Frieden verhandeln – was die Regierung zumindest öffentlich aktuell aber ablehnt.
Ron Dermer . Foto: Abir Sultan / EPA
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Britischer Minister drängt zur »Deeskalation«
Die britische Regierung prüft laut dem Minister für Energiesicherheit »alle Optionen«, die die Sicherheit in der Straße von Hormus erhöhen könnten. Der »beste Weg ist eine Deeskalation«, sagte Ed Miliband der BBC.
Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärt, Großbritannien berate derzeit mit seinen Verbündeten und Partnern über »Optionen zur Sicherung der Schifffahrt in der Region«. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, »viele Länder« würden Kriegsschiffe in den Persischen Golf schicken, um die Meerenge abzusichern. Als Beispiel für die beteiligten Staaten nannte er unter anderem Großbritannien.
Zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärt, Großbritannien berate derzeit mit seinen Verbündeten und Partnern über »Optionen zur Sicherung der Schifffahrt in der Region«. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, »viele Länder« würden Kriegsschiffe in den Persischen Golf schicken, um die Meerenge abzusichern. Als Beispiel für die beteiligten Staaten nannte er unter anderem Großbritannien.
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Irans Außenminister will Angriffe auf zivile Ziele angeblich untersuchen
Abbas Araghchi hat in einem Interview bestritten, dass Iran Wohngebiete und andere zivile Infrastruktur angegriffen habe. Er sei bereit dazu, die Vorfälle gemeinsam mit Nachbarstaaten zu prüfen, sagte der iranische Außenminister dem Nachrichtenportal Al-Araby Al-Jadeed. Die Schuld schob er Israel zu: Das Land habe die Golfstaaten angegriffen, um die Beziehungen zu Iran zu »sabotieren«. Für diese Behauptung gibt es derzeit keinerlei Anhaltspunkte.
Iran sei »bereit, alle Vorschläge zu prüfen«, die auf ein Ende des Kriegs abzielten, teilte Araghchi weiter mit. Zu den Golfstaaten bestünden weiterhin diplomatische Beziehungen. Eine konkrete Initiative für ein Ende des Kriegs gebe es aber noch nicht, hieß es auf dem Telegram-Kanal des Ministers.
Iran sei »bereit, alle Vorschläge zu prüfen«, die auf ein Ende des Kriegs abzielten, teilte Araghchi weiter mit. Zu den Golfstaaten bestünden weiterhin diplomatische Beziehungen. Eine konkrete Initiative für ein Ende des Kriegs gebe es aber noch nicht, hieß es auf dem Telegram-Kanal des Ministers.
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Münchner Kardinal Marx nennt Angriff auf Iran »illegitim«
Kardinal Reinhard Marx hat den Angriff der USA und Israels scharf kritisiert. »Nach den Kriterien der katholischen Soziallehre ist dies ein illegitimer Krieg, den wir nicht akzeptieren können«, sagte der Erzbischof von München und Freising bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Münchner Katholiken. Er sehe keine Kriterien, die diesen Krieg jetzt rechtfertigen. Krieg sei »das schlimmste Übel, er zerstört die Seelen und die Moral, der Preis ist hoch, gerade für die Zivilbevölkerung«.
Zudem sei fraglich, ob die Angriffe die Verhältnisse im Land verbesserten. »Die großen Themen wie der Universalismus, der eine Planet, die Verantwortung aller, das steht nicht mehr im Fokus«, sagte Marx. »Vieles ist weg, wofür wir lange gekämpft haben.« Damit solle man sich nicht zufriedengeben. »Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, jetzt erst recht, da müssen wir dabei sein, auch als Kirche und als einzelne Bürger.«
Zudem sei fraglich, ob die Angriffe die Verhältnisse im Land verbesserten. »Die großen Themen wie der Universalismus, der eine Planet, die Verantwortung aller, das steht nicht mehr im Fokus«, sagte Marx. »Vieles ist weg, wofür wir lange gekämpft haben.« Damit solle man sich nicht zufriedengeben. »Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, jetzt erst recht, da müssen wir dabei sein, auch als Kirche und als einzelne Bürger.«
Kardinal Marx im Februar. Foto: Ronald Wittek / EPA
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MotoGP-Rennen in Katar verschoben
Der Große Preis von Katar im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft ist wegen des Kriegs verschoben worden. Das Rennen auf dem Lusail International Circuit finde nun am 8. November statt, teilten die zuständigen Behörden und der Motorrad-Weltverband FIM mit. Der ursprüngliche Termin war Mitte April.
Man wolle »die Sicherheit, das Wohlergehen und die Durchführung der Veranstaltung auf höchstem Niveau für alle Teilnehmer und Besucher« gewährleisten, hieß es in einer Mitteilung. Die Entscheidung wirkt sich auch auf weitere Rennen aus: So treffen die Fahrer im portugiesischen Portimão am 22. November aufeinander. Das Saisonfinale im spanischen Valencia ist für den 29. November angesetzt.
Man wolle »die Sicherheit, das Wohlergehen und die Durchführung der Veranstaltung auf höchstem Niveau für alle Teilnehmer und Besucher« gewährleisten, hieß es in einer Mitteilung. Die Entscheidung wirkt sich auch auf weitere Rennen aus: So treffen die Fahrer im portugiesischen Portimão am 22. November aufeinander. Das Saisonfinale im spanischen Valencia ist für den 29. November angesetzt.
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Vereinigte Arabische Emirate melden erneut Beschuss aus Iran
Iran setzt die Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fort. Die Flugabwehr fange derzeit Raketen und Drohnen aus Iran ab, schrieb das Verteidigungsministerium am Morgen auf X. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete unter Berufung auf die Revolutionswächter, Iran habe Drohnen und Raketen auf die Luftwaffenbasis Dhafra abgefeuert. Auch andere Golfstaaten waren zuvor wieder unter Beschuss geraten.
Ein Berater des Präsidenten der VAE erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die »terroristische Aggression« zu verteidigen. Man wolle aber vernünftig und zurückhaltend handeln und für die gesamte Region einen Ausweg aus der Krise suchen.
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Angriffe in der Nacht: Die Bilder
Wohnhäuser im Libanon und in Israel, eine Raffinerie im Irak: Drohnen und Raketen haben auch in der Nacht zum Sonntag zahlreiche Ziele in der Region getroffen.
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Leseempfehlung: Was die US-israelische Partnerschaft belastet
Die USA und Israel kämpfen gemeinsam gegen Iran. Der Historiker Michael Brenner erklärt im Interview mit meinem Kollegen Thore Schröder, wie es zu dieser engen Zusammenarbeit kam – und warum sie nun auf dem Spiel steht.
Protest gegen Trump und Netanyahu in Pakistan. Foto: Arshad Arbab / EPA
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Iran: Wollen Netanyahu töten
Die iranischen Revolutionswächter haben es offenbar auf Israels Premier Benjamin Netanyahu abgesehen. Solange er »noch am Leben ist, werden wir ihn mit aller Kraft verfolgen und töten«, erklärte die militärische Machtelite Irans laut iranischen Medien. Sie bezeichneten Netanyahu als »kindermordenden Verbrecher« – womöglich eine Anspielung auf den Beschuss einer Schule in Iran oder die zahlreichen toten Kinder in Gaza.
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Ölgeschäft in Fudschaira läuft wieder
Im Hafen des Emirats Fudschaira wird nach einem Brand am Samstag wieder Öl verladen, wie »Bloomberg« und die Nachrichtenagentur Reuters berichten. Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne hatten eine Ölanlage getroffen. Fudschaira, Teil der Vereinigten Arabischen Emirate, ist ein wichtiger Umschlagplatz für Rohöl und Schiffstreibstoffe.
Brand in Fudschaira am 14. März. Foto: AFP
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Trump will Insel Charg womöglich noch mal angreifen – »nur so zum Spaß«
US-Präsident Donald hat in einem Telefoninterview mit dem Sender NBC News mit weiteren Angriffen auf die iranische Insel Charg gedroht. Die letzten Militärschläge hätten die Insel »vollständig zerstört«, sagte Trump. Aber »wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß«.
Die US-Armee hatte in der Nacht zum Samstag umfangreiche Luftangriffe auf Charg geflogen und nach eigenen Angaben mehr als 90 Militärziele getroffen. Die für den Welthandel wichtige Ölinfrastruktur auf der Insel wurde laut Iran und den USA nicht beschädigt.
Die US-Armee hatte in der Nacht zum Samstag umfangreiche Luftangriffe auf Charg geflogen und nach eigenen Angaben mehr als 90 Militärziele getroffen. Die für den Welthandel wichtige Ölinfrastruktur auf der Insel wurde laut Iran und den USA nicht beschädigt.
Trump sagte in dem Interview ebenfalls, es habe ihn »sehr überrascht«, dass Iran auch Nachbarstaaten angegriffen habe. Die Partner der USA im Nahen Osten seien »großartig gewesen« und »unnötigerweise beschossen worden«.
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Iran spottet über Trumps »Bitten um Verstärkung«
Donald Trump fordert von Verbündeten Hilfe bei der Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Der Marinekommandeur der iranischen Revolutionswächter, Aziz Reza Tangsiri, verspottete ihn dafür: »Die Amerikaner haben fälschlicherweise behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie fälschlicherweise behauptet, Öltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie sogar andere um Verstärkung«, schrieb er mit Blick auf Trumps Post auf X.
Weiter schrieb der iranische Kommandeur: »Natürlich sollten wir daran erinnern, dass die Straße von Hormus noch nicht militärisch gesperrt wurde und lediglich unter Kontrolle steht.« Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: »Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus.« Iran rufe »seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben«.
Weiter schrieb der iranische Kommandeur: »Natürlich sollten wir daran erinnern, dass die Straße von Hormus noch nicht militärisch gesperrt wurde und lediglich unter Kontrolle steht.« Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: »Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus.« Iran rufe »seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben«.
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Trump kündigt Hilfe »vieler Länder« beim Schutz der Straße von Hormus an
US-Präsident Donald Trump hat militärische Unterstützung vieler Länder zur gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Aussicht gestellt – ohne konkret zu werden. »Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten«, schrieb er auf der Plattform Truth Social.
Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass »hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.
Es ist unklar, welche Länder Trump meint und ob sich Länder überhaupt bereit erklärt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergänzte, dass »hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder, die von Irans Blockade der für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise in die Höhe treibt.
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USA evakuieren Botschaftspersonal aus Oman
Das US-Außenministerium hat die Ausreise von nicht-essenziellen Regierungsmitarbeitern und deren Familienangehörigen aus Oman angeordnet. Als Grund nennt die Behörde Sicherheitsrisiken im Zuge des andauernden Krieges der USA und Israels gegen Iran.
Am Freitag hatte die US-Botschaft in Bagdad alle US-Bürger dazu aufgerufen, den Irak umgehend zu verlassen. Hintergrund dafür war ein Raketenangriff auf das Botschaftsgebäude. Wer sich entscheide, im Land zu bleiben, solle dies angesichts der erheblichen Bedrohung durch Iran-treue Milizen dringend überdenken, hieß es in einem Sicherheitshinweis der Vertretung.
Am Freitag hatte die US-Botschaft in Bagdad alle US-Bürger dazu aufgerufen, den Irak umgehend zu verlassen. Hintergrund dafür war ein Raketenangriff auf das Botschaftsgebäude. Wer sich entscheide, im Land zu bleiben, solle dies angesichts der erheblichen Bedrohung durch Iran-treue Milizen dringend überdenken, hieß es in einem Sicherheitshinweis der Vertretung.
Basar in Muskat (Oman, 14. März). Foto: Stelios Misinas / REUTERS
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Sechs Opfer des Tankflugzeugabsturzes identifiziert
Das US-Verteidigungsministerium hat die sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getöteten US-Soldaten identifiziert. Es veröffentlichte auf seiner Website die Namen der sechs Soldaten und weitere Informationen wie Dienstgrad und das Alter. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache des Unglücks gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine von Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen.
Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.
Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.
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Medienaufsicht droht US-Sendern wegen Iran-Berichten mit Lizenzentzug
Nach der Kritik der Trump-Regierung an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Irankrieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC Konsequenzen angedroht. Sender müssten laut Gesetz »im öffentlichen Interesse« handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr am Samstag im Onlinedienst X. Sie verlieren demnach ihre Lizenzen, »wenn sie dies nicht tun«.
Sender, die »auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und Nachrichtenverzerrungen« verbreiteten, hätten nun »die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen«, warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.
Mehr zur Drohung der FCC gegen US-Medien lesen Sie hier.
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Medienbericht: Israel gehen offenbar Abfangraketen aus
Israels Bestände an Abfangraketen gehen einem Medienbericht zufolge zur Neige. Israel habe die USA in dieser Woche darüber informiert, dass die Zahl verfügbarer Abfangsysteme für ballistische Raketen einen kritischen Tiefstand erreicht habe, berichtet das Nachrichtenportal »Semafor« unter Berufung auf US-Vertreter. Den USA sei das Problem seit Monaten bekannt.
Die USA haben laut einem Bericht der »Financial Times« seit Beginn des Irankriegs Munitionsvorräte für »Jahre« verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider.
Das Pentagon hatte Berichte über sich leerende Munitionsdepots wenige Tage nach Kriegsbeginn zurückgewiesen. »Wir haben keinen Mangel an Munition«, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth am 6. März. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne »so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist«.
Die USA haben laut einem Bericht der »Financial Times« seit Beginn des Irankriegs Munitionsvorräte für »Jahre« verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Insider.
Das Pentagon hatte Berichte über sich leerende Munitionsdepots wenige Tage nach Kriegsbeginn zurückgewiesen. »Wir haben keinen Mangel an Munition«, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth am 6. März. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne »so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist«.
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Emirate setzen trotz iranischer Angriffe weiter auf Zurückhaltung
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben angesichts anhaltender iranischer »Aggression« ihr Recht auf Selbstverteidigung unterstrichen – wollen sich aber vorerst zurückhalten. »Die VAE haben das Recht, sich gegen diese aufgezwungene terroristische Aggression zu verteidigen«, erklärte Präsidentenberater Anwar Gargasch am späten Samstagabend im Onlinedienst X. Die Emirate setzten aber »weiterhin auf Vernunft und Logik, üben Zurückhaltung und suchen nach einem Ausweg für Iran und die Region«.
Die Emirate hätten »bis zuletzt ernsthafte Bemühungen unternommen, um zwischen Washington und Teheran zu vermitteln, um diesen Krieg zu verhindern«, betonte Gargasch. Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Rauch steigt auf nach Einschlägen in einer Ölverarbeitungsanlage in Fujairah (VAE, 14. März). Foto: Staff / REUTERS
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Trump: Bin nicht bereit für Abkommen mit Iran
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Iran. »Iran will ein Abkommen schließen, und ich will es nicht schließen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind«, zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: »Das möchte ich Ihnen nicht sagen.«
Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäußert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein.
Die US-Regierung hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits Bemühungen von Verbündeten zurückgewiesen, diplomatische Verhandlungen zur Beendigung des Irankriegs aufzunehmen. Mehrere Länder, darunter Oman, hätten versucht, in dem Konflikt zu vermitteln. Auch Iran soll laut Reuters einen Waffenstillstand ablehnen, solange die Angriffe der USA und Israels andauern. Das offenbar mangelnde Interesse Washingtons und Teherans deuter darauf hin, dass sich beide Seiten auf einen längeren Konflikt einstellen.
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Medienbericht: Großbritannien prüft Entsendung Tausender Drohnen
Großbritannien prüft einem Bericht der Zeitung »The Telegraph« zufolge die Entsendung Tausender Abfangdrohnen in den Nahen Osten. Demnach untersuchen Militärvertreter, ob das Abfangdrohnensystem »Octopus« zur Verteidigung gegen iranische »Shahed«-Drohnen eingesetzt werden kann. Das System wird in Großbritannien für den Einsatz der Ukraine gegen Russland hergestellt.
Über der Ukraine abgeschossene »Shahed«-Drohne. Foto: Alina Smutko / REUTERS
Mit einer Entsendung des Systems »Octopus« könne Premierminister Keir Starmer der Kritik aus den USA begegnen, Großbritannien zeige nur eine schwache Reaktion auf den Irankrieg, schreibt »The Telegraph«.
Am Samstag hatte der US-Präsident unter anderem Großbritannien aufgefordert, Schiffe in die Straße von Hormus zu entsenden, um sich einer internationalen Flotte anzuschließen und Iran zur Freigabe der wichtigen Ölroute zu zwingen. Die britische Regierung hat dazu noch keine endgültige Entscheidung getroffen.
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Nordirak: Angriffe auf Raffinerie und Konsulat der Emirate
Nach einem Drohnenangriff auf die Raffinerie Lanaz in der nordirakischen Stadt Erbil bleibt der Betrieb ausgesetzt. Ein durch den Angriff ausgelöster Brand sei inzwischen unter Kontrolle, teilten Vertreter des Ministeriums für Bodenschätze der kurdischen Regionalregierung mit. Der Betrieb bleibe ausgesetzt, bis das Ausmaß des Schadens begutachtet sei, hieß es weiter.
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in der Kurdenregion im Irak angegriffen worden. Zwei Sicherheitskräfte seien dabei verletzt worden, teilte das emiratische Außenministerium mit. Zudem habe es Schäden am Gebäude gegeben. Die Regierungen des Landes und der autonomen Kurdenregion müssten die Hintergründe des Angriffs untersuchen und die Verantwortlichen finden.
Im Zuge des Kriegs der USA und Israels mit Iran kommt es auch in dessen Nachbarland Irak zu täglichen Angriffen. Diese zielen am häufigsten auf die Kurdenregion. Dort sind die meisten der noch im Land verbliebenen US-Truppen stationiert. Mit Iran verbündete irakische Milizen haben Dutzende Angriffe im Land für sich beansprucht.
Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in der Kurdenregion im Irak angegriffen worden. Zwei Sicherheitskräfte seien dabei verletzt worden, teilte das emiratische Außenministerium mit. Zudem habe es Schäden am Gebäude gegeben. Die Regierungen des Landes und der autonomen Kurdenregion müssten die Hintergründe des Angriffs untersuchen und die Verantwortlichen finden.
Im Zuge des Kriegs der USA und Israels mit Iran kommt es auch in dessen Nachbarland Irak zu täglichen Angriffen. Diese zielen am häufigsten auf die Kurdenregion. Dort sind die meisten der noch im Land verbliebenen US-Truppen stationiert. Mit Iran verbündete irakische Milizen haben Dutzende Angriffe im Land für sich beansprucht.
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Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt
Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Formel 1 die beiden Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, werden die für den 12. und 19. April angesetzten Rennen ersatzlos aus dem Kalender gestrichen. Am Freitag hatte bereits der TV-Sender Sky berichtet, dass die beiden Rennen ausfallen.
In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami.
In Bahrain und Saudi-Arabien hätten der vierte und fünfte Grand Prix dieser Saison stattfinden sollen. Der Rennkalender wird damit eingedampft und umfasst nur noch 22 statt 24 Veranstaltungen. Der April ist nun Formel-1-frei, gefahren wird erst wieder am 3. Mai in Miami.
Formel-1-Test in Sakhir (Bahrain) am 19. Februar 2026. Foto: Alexis Perrin / MAXPPP / IMAGO
In Bahrain, wo seit 2004 in Sakhir gefahren wird, hatte die Formel 1 in dieser Saison noch zwei Tests veranstaltet. Ende Februar wurden aber die zweitägigen Reifentests von Pirelli gestrichen. Die geplante Veranstaltung auf dem Bahrain International Circuit musste »aufgrund der sich verschärfenden internationalen Lage aus Sicherheitsgründen« abgesagt werden.
An diesem Sonntag steht der Große Preis von China in Shanghai auf dem Programm, zwei Wochen später wird noch auf dem Traditionskurs im japanischen Suzuka gefahren, ehe es nun eine ungewollt lange Pause gibt.
Die Formel 1 will in diesem Jahr aber noch in den Nahen Osten zurückkehren. Katar am 29. November und traditionell als Schlusspunkt Abu Dhabi am 6. Dezember sollen das Königsklassen-Jahr beschließen.
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Paris dementiert französischen Friedensplan für den Libanon
Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon heißt es aus dem französischen Außenministerium, dass es »keinen französischen Plan« für einen Frieden gebe. Das berichtet die französische Zeitung »Le Parisien« und zitiert ein Statement des Ministeriums an die Nachrichtenagentur AFP. Demnach habe Frankreich lediglich die Bereitschaft der libanesischen Behörden unterstützt, direkte Gespräche mit Israel aufzunehmen.
Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, die französische Regierung habe einen Vorschlag für ein Ende des Konflikts zwischen Israel und Libanon vorbereitet, der eine Anerkennung Israels durch die Regierung in Beirut vorsieht.
Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, die französische Regierung habe einen Vorschlag für ein Ende des Konflikts zwischen Israel und Libanon vorbereitet, der eine Anerkennung Israels durch die Regierung in Beirut vorsieht.
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Trump fordert andere Länder auf, sich um die Straße von Hormus »zu kümmern«
US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Truth-Social-Post damit gebrüstet, Iran »militärisch, ökonomisch und in jeder anderen Hinsicht« besiegt zu haben. Zugleich forderte er aber andere Länder auf, dabei zu helfen, die Straße von Hormus zu sichern.
Donald Trump am Freitag auf der Joint Base Andrews. Foto: Mark Schiefelbein / ASSOCIATED PRESS
Länder, die Öl durch die Meerenge beziehen, müssen sich um die Passage kümmern, schreibt Trump. Die USA werde koordinieren, sodass alles »schnell, reibungslos und gut« laufe. Konkrete Länder nannte Trump in seinem neuesten Post nicht.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte nach einer Beratung mit G-7-Staaten vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Die Idee wird vor allem von ihm verfolgt. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte einem Militäreinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus am Freitag eine Absage erteilt. Zu den G-7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Italien.
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Schweiz gibt Luftraum nicht für US-Aufklärungsflüge frei
Der Schweizer Bundesrat hat zwei Überfluggesuche der US-Armee abgelehnt. »Das Neutralitätsrecht verbietet Überflüge der Konfliktparteien, die einen militärischen Zweck im Zusammenhang mit dem Konflikt verfolgen«, heißt es in einer Mitteilung aus Bern. In beiden abgelehnten Fällen sei es um den Überflug von US-Aufklärungsmaschinen im Zusammenhang mit dem Irankrieg gegangen.
Genehmigt wurden von der Schweizer Regierung hingegen drei weitere Anfragen der USA: Zwei Transportmaschinen dürfen fliegen, ein Wartungsflug darf ebenfalls stattfinden.
Genehmigt wurden von der Schweizer Regierung hingegen drei weitere Anfragen der USA: Zwei Transportmaschinen dürfen fliegen, ein Wartungsflug darf ebenfalls stattfinden.
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Irans Außenminister behauptet, Khamenei sei wohlauf
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat sich zu den Gerüchten um den Gesundheitszustand von Mojtaba Khamenei geäußert. Man werde »bald sehen, glaube ich, dass es kein Problem« mit dem neuen Obersten Führer gibt, sagt Araghchi in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender MS Now. Er erfülle seine Aufgaben und werde das weiterhin tun.
Bisher hat sich das neue geistliche Oberhaupt von Iran noch nicht öffentlich gezeigt. Sein erstes Statement im Staatsfernsehen hatte der Nachfolger und Sohn des getöteten Ali Khamenei verlesen lassen. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, Khamenei sei »verletzt, möglicherweise entstellt«.
Bisher hat sich das neue geistliche Oberhaupt von Iran noch nicht öffentlich gezeigt. Sein erstes Statement im Staatsfernsehen hatte der Nachfolger und Sohn des getöteten Ali Khamenei verlesen lassen. Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptet, Khamenei sei »verletzt, möglicherweise entstellt«.
Mojtaba Khamenei während einer Parade in Teheran 2019. Foto: Rouzbeh Fouladi / ZUMA Press / picture alliance
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Liebe Leserinnen und Leser,
die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen





