Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Gegen Stellungen an Straße von Hormus setzen die USA Bunkerbrecher ein. Iran reagiert mit Gegenattacken, auch auf die Golfstaaten.
- Israel vermeldet die Tötung eines weiteren ranghohen Funktionärs in Iran: Geheimdienstchef Esmail Khatib soll ebenfalls eliminiert worden sein.
- Irans Außenminister Araghchi bekräftigt, das Regime werde trotz gezielter Tötungen weiter bestehen. Zudem rechtfertigt er die Angriffe auf die Golfstaaten und warnt, dass die globalen Folgen des Krieges »alle treffen« werden.
- Die USA müssen ihren größten Flugzeugträger Berichten zufolge vorläufig aus dem Krieg abziehen. Nach einem Brand vor wenigen Tagen soll das Schiff einen Hafen in Griechenland anlaufen.
- Auf dem Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist ein Geschoss eingeschlagen. Es soll keine Schäden am AKW geben.
- Derweil hat Russland seine Unterstützung für Iran offenbar noch einmal ausgeweitet
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Stockholm meldet Hinrichtung von schwedischem Staatsbürger in Iran
In Iran ist am Morgen laut Schwedens Außenministerin Maria Malmer Stenergård ein Bürger des Landes hingerichtet worden. »Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, grausame und unumkehrbare Strafe. Schweden verurteilt zusammen mit dem Rest der EU dessen Anwendung unter allen Umständen«, heißt es in einer von der Regierung verbreiteten Erklärung. Seit der Festnahme im Juni 2025 habe Schweden den Fall wiederholt bei iranischen Vertretern angesprochen. Details zur Person wurden nicht genannt.
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Trauerzeremonie in Teheran für getöteten Larijani
In Teheran sind am Mittag zahlreiche Regierungsanhänger zusammengekommen, um dem getöteten iranischen Sicherheitschef Ali Larijani die letzte Ehre zu erweisen. Im Stadtzentrum der Millionenmetropole meldete die Nachrichtenagentur Fars den Beginn einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto der Agentur zeigt seinen Sarg und den seines Sohnes, der bei dem israelischen Angriff ebenfalls ums Leben kam.
Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. Larijani galt als einflussreicher Funktionär im Machtapparat. Ursprünglich geboren im irakischen Nadschaf, soll er nun in der iranischen Pilgerstadt Ghom, dem schiitischen spirituellen Zentrum rund 150 Kilometer südlich von Teheran, beerdigt werden.
Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. Larijani galt als einflussreicher Funktionär im Machtapparat. Ursprünglich geboren im irakischen Nadschaf, soll er nun in der iranischen Pilgerstadt Ghom, dem schiitischen spirituellen Zentrum rund 150 Kilometer südlich von Teheran, beerdigt werden.
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Wadephul warnt vor Nahrungsmittelkrise in Teilen Afrikas
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht durch die iranischen Angriffe auf die Golfstaaten die globale Lebensmittelsicherheit bedroht. Die Düngerversorgung, die aus der Region sichergestellt werde, sei »essenziell«, sagte Wadephul bei einer Pressekonferenz anlässlich des Deutschlandbesuchs von Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot. Bei einem längeren Ausbleiben dieser Versorgung könne eine Nahrungsmittelkrise »in großen Teilen Afrikas« drohen. »Das muss uns mit Besorgnis erfüllen«, sagte Wadephul. Bedeutend für Europa könne dies auch wegen möglicher Flüchtlingsströme werden.
Der Krieg schürt die Sorgen vor weltweiten Engpässen bei Kunstdünger. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Analyse, wie die Auseinandersetzung die weltweite Lebensmittelproduktion bedroht.
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Foto: imageBROKER / Kadarjan Roman / IMAGO
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Nordirak: Mehrere Explosionen in Erbil zu hören
In der Stadt Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak sind im Laufe des Tages mindestens vier Explosionen zu hören gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur beobachteten, wie Geschosse über der Stadt abgefangen wurden. Die genauen Ziele sind bislang aber unklar. In Erbil befindet sich ein großer US-Konsulatskomplex. Auf dem Flughafen der Stadt sind Soldaten der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition stationiert.
Seit Beginn des Irankriegs ist auch die Kurdenregion im Nordirak immer wieder angegriffen worden. Die Attacken wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Die meisten Geschosse fing die Flugabwehr ab, darunter auch Drohnen über Erbil. In den vergangenen Tagen waren mehrfach Explosionen im Stadtgebiet von Erbil zu hören gewesen, die meisten davon am Abend.
Seit Beginn des Irankriegs ist auch die Kurdenregion im Nordirak immer wieder angegriffen worden. Die Attacken wurden proiranischen Gruppen zugeschrieben. Die meisten Geschosse fing die Flugabwehr ab, darunter auch Drohnen über Erbil. In den vergangenen Tagen waren mehrfach Explosionen im Stadtgebiet von Erbil zu hören gewesen, die meisten davon am Abend.
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Historische Einordnung: Wiederholen die USA die Fehler der Siebzigerjahre?
Als sich 1978 klar abzeichnete, dass die USA einen ihrer engsten Verbündeten verlieren würden, den mit Abstand größten Käufer amerikanischer Waffensysteme, Befehlshaber über die fünftgrößten Streitkräfte der Welt, da überraschte das die allermeisten Entscheidungsträger in Washington sehr.
Der Schahanschah, der König der Könige, wie der iranische Herrscher genannt wurde, stand vor dem Sturz. Doch in Washington redete man sich ein, er könne nicht stürzen, werde den Sturm der Revolution, der über dem Land an Kraft gewann, schon irgendwie abwenden. Über Jahre hatten Wunschdenken und nachrichtendienstliche Blindheit nicht nur den Umgang mit dem Schah, sondern die gesamte Iranpolitik der USA geprägt. Über viele Jahre hatte man die wachsende Unzufriedenheit in der iranischen Bevölkerung, die zur Revolution, 1979 zum Sturz des Schah und zur Gründung der Islamischen Republik führte, ganz einfach übersehen.
Selbst als klar war, dass das Land zukünftig von Ajatollah Ruhollah Khomeini geführt werden würde, redete man sich ein, dass dieser am Ende gar nicht so radikal sei, wie es den Eindruck machte.
Der Schahanschah, der König der Könige, wie der iranische Herrscher genannt wurde, stand vor dem Sturz. Doch in Washington redete man sich ein, er könne nicht stürzen, werde den Sturm der Revolution, der über dem Land an Kraft gewann, schon irgendwie abwenden. Über Jahre hatten Wunschdenken und nachrichtendienstliche Blindheit nicht nur den Umgang mit dem Schah, sondern die gesamte Iranpolitik der USA geprägt. Über viele Jahre hatte man die wachsende Unzufriedenheit in der iranischen Bevölkerung, die zur Revolution, 1979 zum Sturz des Schah und zur Gründung der Islamischen Republik führte, ganz einfach übersehen.
Selbst als klar war, dass das Land zukünftig von Ajatollah Ruhollah Khomeini geführt werden würde, redete man sich ein, dass dieser am Ende gar nicht so radikal sei, wie es den Eindruck machte.
Teheran im Oktober 1978: Ein Mann hält ein Schild mit dem Bild von Ajatollah Ruhollah Khomeini hoch, während Iraner vor dem Freiheitsturm (Azadi) gegen Schah Mohammed Resa Pahlevi demonstrieren. Foto: AP/dpa
Man hätte, um zu einer gegenteiligen Einschätzung zu kommen, nur die Kassetten übersetzen müssen, die seit Jahren in Iran zirkulierten, und auf denen die zornigen Sermone des alten Klerikers aufgezeichnet waren. Aber niemand in der US-Botschaft in Teheran hatte sich die Mühe gemacht, das zu tun. Es gab auch nur sehr wenige im diplomatischen Korps, die überhaupt der Landessprache mächtig waren. Warum auch, alles war gut in Iran, der Schah kaufte Waffen in großen Mengen, die USA verdienten viel Geld, das Öl floss.
Und so trafen die USA Fehlentscheidung um Fehlentscheidung mit fatalen Folgen. Eine der letzten damals war die, den todkranken Schah nach seiner Flucht und einer Odyssee über mehrere Länder in den USA aufzunehmen. Was folgte, war das Geiseldrama in der US-Botschaft in Teheran, bei dem 52 Amerikanerinnen und Amerikaner 444 Tage lang festgehalten wurden. Ein Ereignis, das US-Präsident Jimmy Carter wahrscheinlich die Wiederwahl kostete und die Beziehung der USA zu Iran bis heute prägt.
Und so trafen die USA Fehlentscheidung um Fehlentscheidung mit fatalen Folgen. Eine der letzten damals war die, den todkranken Schah nach seiner Flucht und einer Odyssee über mehrere Länder in den USA aufzunehmen. Was folgte, war das Geiseldrama in der US-Botschaft in Teheran, bei dem 52 Amerikanerinnen und Amerikaner 444 Tage lang festgehalten wurden. Ein Ereignis, das US-Präsident Jimmy Carter wahrscheinlich die Wiederwahl kostete und die Beziehung der USA zu Iran bis heute prägt.
November 1979: Demonstranten stürmen die US-Botschaft in Teheran. Foto: Irna/dpa
Auch jetzt scheinen wieder Fehleinschätzungen die Hand der US-Regierung zu führen. Noch am 1. Februar warnte Ajatollah Khamenei: »Die Amerikaner müssen sich bewusst sein, dass es sich, sollten sie dieses Mal einen Krieg anfangen, um einen regionalen Krieg handeln wird.« Alle seriösen Beobachter nahmen diese Warnung, die von unzähligen iranischen Offiziellen wiederholt wurde, ernst. Nur die US-Regierung anscheinend nicht.
Am 16. März sagte Donald Trump auf einer Pressekonferenz: »Sie haben Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait angegriffen. Damit hatte niemand gerechnet. Wir waren schockiert.«
Aber dass die Iraner tatsächlich kapitulieren könnten, hat man wohl nur in Washington geglaubt.
Ähnliches Wunschdenken führte dazu, dass die USA sich in der Vorbereitung ihres Waffenganges nicht auf den Fall vorbereiteten, dass Iran die Straße von Hormus schließen könnte. Man sei nicht davon ausgegangen, dass Teheran das wirklich tun würde, habe es Berichten zufolge geheißen. Obwohl die Iraner immer wieder damit gedroht hatten.
Und so rennen die USA wie in den Siebzigern den Ereignissen hinterher und reagieren auf Ereignisse, die sie nicht antizipiert haben. Aber einen Krieg gegen ein Land, dessen Realitäten man nicht versteht oder anerkennt, kann man nicht gewinnen.
Am 16. März sagte Donald Trump auf einer Pressekonferenz: »Sie haben Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait angegriffen. Damit hatte niemand gerechnet. Wir waren schockiert.«
Aber dass die Iraner tatsächlich kapitulieren könnten, hat man wohl nur in Washington geglaubt.
Ähnliches Wunschdenken führte dazu, dass die USA sich in der Vorbereitung ihres Waffenganges nicht auf den Fall vorbereiteten, dass Iran die Straße von Hormus schließen könnte. Man sei nicht davon ausgegangen, dass Teheran das wirklich tun würde, habe es Berichten zufolge geheißen. Obwohl die Iraner immer wieder damit gedroht hatten.
Und so rennen die USA wie in den Siebzigern den Ereignissen hinterher und reagieren auf Ereignisse, die sie nicht antizipiert haben. Aber einen Krieg gegen ein Land, dessen Realitäten man nicht versteht oder anerkennt, kann man nicht gewinnen.
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Medienberichte: Iranisches Offshore-Erdgasfeld attackiert
Iran und Katar teilen sich das größte konventionelle Gasfeld der Welt, South Pars (in Katar: North Dome). Es liegt im Persischen Golf vor der Küste beider Länder. Iranische Staatsmedien melden nun, dass zu South Pars gehörende Anlagen angegriffen worden seien.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
Sowohl das iranische Staatsfernsehen als auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichten über die Attacke auf Einrichtungen in Asaluyeh in der südiranischen Provinz Buschehr. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es war zunächst unklar, ob Israel oder die USA dort einen Angriff durchgeführt haben; die USA operierten bislang jedoch hauptsächlich im südlichen Iran.
Zuvor hatte US-Präsident Trump die iranische Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölumschlagplatz, angreifen lassen.
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US-Regierungskreise: Russland hat seine Unterstützung für Iran noch einmal ausgeweitet
Hilft Russland Iran bei Angriffen gegen die USA und deren Verbündete? Schon länger gibt es Indizien dafür, so hatte die »Washington Post« vor kurzer Zeit unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Moskau habe Informationen über Standorte von US-Streitkräften an die Iraner weitergegeben. Nun gibt es offenbar Indizien, dass Russland seine Militärhilfe noch ausgeweitet haben könnte. Das Land stelle Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie bereit, berichtet das »Wall Street Journal« unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die bereitgestellte Technologie umfasse Komponenten modifizierter Shahed-Drohnen, die die Kommunikation, Navigation und Zielerfassung verbessern sollten, heißt es in dem Bericht. Russland greife zudem auf seine Erfahrungen mit Drohnen in der Ukraine zurück und gebe taktische Hinweise darauf, wie viele davon bei Operationen eingesetzt werden und aus welchen Höhen diese angreifen sollten. »Irans Angriffswellen ähneln stark dem, was Russland tut«, sagte Nicole Grajewski, Expertin für Internationale Beziehungen, dem Blatt.
Moskau wies die Vorwürfe wenig überraschend zurück. Auf den Bericht des »Wall Street Journal« angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow, es gebe derzeit »sehr viele verschiedene Berichte über diesen Krieg. Die überwiegende Mehrheit davon ist nichts anderes als Desinformation«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
Die bereitgestellte Technologie umfasse Komponenten modifizierter Shahed-Drohnen, die die Kommunikation, Navigation und Zielerfassung verbessern sollten, heißt es in dem Bericht. Russland greife zudem auf seine Erfahrungen mit Drohnen in der Ukraine zurück und gebe taktische Hinweise darauf, wie viele davon bei Operationen eingesetzt werden und aus welchen Höhen diese angreifen sollten. »Irans Angriffswellen ähneln stark dem, was Russland tut«, sagte Nicole Grajewski, Expertin für Internationale Beziehungen, dem Blatt.
Moskau wies die Vorwürfe wenig überraschend zurück. Auf den Bericht des »Wall Street Journal« angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow, es gebe derzeit »sehr viele verschiedene Berichte über diesen Krieg. Die überwiegende Mehrheit davon ist nichts anderes als Desinformation«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
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Roter Halbmond: Rettungswagen in Iran angegriffen
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist in Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich demnach in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen. Zunächst war unklar, wessen Luftwaffe für den Angriff verantwortlich war.
Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen. Zunächst war unklar, wessen Luftwaffe für den Angriff verantwortlich war.
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Israels Armee kündigt Angriffe auf Brücken im Libanon an
Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, hat die Bewohner im Südlibanon erneut zum Verlassen ihres Zuhauses aufgefordert. Israel werde in der Gegend ab dem Nachmittag gezielt Brücken über den Litani-Fluss angreifen, teilte Adraee auf X mit.
Attacken auf Gebäude oder Einrichtungen, die zivilen Infrastrukturen dienen, sind völkerrechtlich im Krieg nicht erlaubt. Ausnahmen bestehen, wenn sie militärischen Zwecken oder Bewegungen dienen.
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israel hatte die Bewohner im Südlibanon zuvor in mehreren Schritten zur Evakuierung aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier:
Israelische Armee weitet Evakuierungsaufforderung für Libanon aus
Erneut hat die israelische Armee Menschen im Libanon dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. Es ergehe eine »dringende Warnung an die Bewohner des südlichen Libanons südlich des Zahrani-Flusses«, schreibt Armeesprecher Avichay Adraee auf X. Die Armee werde in diesem Gebiet »energisch« gegen terroristische Aktivitäten der Hisbollah vorgehen. »Ein Verbleib südlich des Zahrani-Flusses könnte Ihr Leben und das Leben Ihrer Familien gefährden«, heißt es in dem Beitrag weiter. Und: »Jede Bewegung nach Süden kann Ihr Leben gefährden.« Zuvor hatte die israelische Armee bereits die Menschen südlich des Litani-Flusses dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
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Israel: Tötung jedes ranghohen Vertreters Irans genehmigt
Israels Führung hat nach Angaben des Verteidigungsministers die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien »bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten«. Diese würden den Krieg gegen Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz »auf eine neue Stufe heben«. Die Intensität der Angriffe in Iran nehme noch zu, drohte er.
Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien »bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten«. Diese würden den Krieg gegen Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz »auf eine neue Stufe heben«. Die Intensität der Angriffe in Iran nehme noch zu, drohte er.
Offenbar auch Irans Geheimdienstchef Khatib von Israel getötet
Nach der Meldung der Tötung zweier wichtiger iranischer Funktionäre am Vortag gibt Israel nun bekannt, dass nun auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib angegriffen und getötet worden sein soll. Khatib sei in der Nacht bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus Teheran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Esmail Khatib. Foto: Iranian Presidency / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Israel hat im Irankrieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den Oberste Führer Ali Khamenei, den einflussreichen Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Larijani und Gholamreza Soleimani, den Chef der berüchtigten Basidsch-Miliz.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
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Getöteter iranischer Sicherheitschef Larijani soll beigesetzt werden
Der von der israelischen Armee getötete iranische Sicherheitschef Ali Larijani soll am Mittwoch in Teheran beigesetzt werden. Wie die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim melden, sollte Larijani um 14 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr MEZ) in der Hauptstadt Teheran beerdigt werden. Dasselbe gelte für den für die innere Sicherheit in Iran zuständigen Anführer der Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, der ebenfalls bei einem israelischen Angriff getötet wurde. Unklar ist, ob die Beerdigung angesichts der Sicherheitslage tatsächlich durchgeführt werden kann.
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»Aushöhlung der regelbasierten Ordnung«: Völkerrechtler kritisieren Bundesregierung
Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Völkerrecht und den internationalen Beziehungen haben in einem gemeinsamen Statement die Position der Bundesregierung angesichts des Irankriegs attackiert. Die bisherigen Stellungnahmen Berlins ließen keine »klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens erkennen«, heißt es in dem online veröffentlichten Text mit Blick auf die USA und Israel.
Dies trage zu einer »weiteren Aushöhlung der regelbasierten und institutionellen Ordnung« in Europa und der Welt bei. Auch die beispiellosen Gräueltaten von Irans Regierung an der eigenen Bevölkerung rechtfertigten die Raketen- und Bombenangriffe durch die USA und Israel auf Ziele in dem Land nicht.
Dies trage zu einer »weiteren Aushöhlung der regelbasierten und institutionellen Ordnung« in Europa und der Welt bei. Auch die beispiellosen Gräueltaten von Irans Regierung an der eigenen Bevölkerung rechtfertigten die Raketen- und Bombenangriffe durch die USA und Israel auf Ziele in dem Land nicht.
Als Konsequenz fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die Bundesregierung auf, »der Rechtswidrigkeit dieses Angriffs bei der Entscheidung über die Nutzung von Militärbasen auf deutschem Territorium Rechnung zu tragen«. Ob dies eine klare Untersagung der Nutzung bedeuten solle, wird in dem Text nicht eindeutig ausformuliert.
Mitunterzeichner Markus Krajewski von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konkretisierte allerdings im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« mit Blick auf die Erlaubnis zur Nutzung der Stützpunkte: »Auf diese Weise unterstützt Deutschland die USA derzeit bei einem rechtswidrigen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot. Das muss sofort aufhören.«
Mitunterzeichner Markus Krajewski von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg konkretisierte allerdings im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« mit Blick auf die Erlaubnis zur Nutzung der Stützpunkte: »Auf diese Weise unterstützt Deutschland die USA derzeit bei einem rechtswidrigen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot. Das muss sofort aufhören.«
Foto: M. Popow / Metodi Popow / picture alliance
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Türkei: Nato stationiert neues Patriot-Abwehrsystem auf Luftwaffenbasis Incirlik
Die Nato hat nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums eine neue Flugabwehrbatterie vom Typ Patriot auf der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden der Türkei stationiert. Ein neues Patriot-System, befehligt vom zentralen Hauptquartier für die Luftstreitkräfte der Alliierten im deutschen Ramstein, »wird gerade aufgestellt, in Ergänzung zu dem dort bestehenden spanischen Patriot-System«, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt.
Am Freitag war eine dritte aus Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei von Abwehrsystemen der Nato abgeschossen worden. Nach dem Abschuss der zweiten Rakete hatte Ankara Anfang vergangener Woche mitgeteilt, zum Schutz des Luftraums werde ein Patriot-System in der östlichen Provinz Malatya stationiert. In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Frühwarn-Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.
Das neue System PAC-3 in Incirlik ist leistungsstärker als das dort bereits stationierte PAC-2 und wurde zur Abwehr von taktischen ballistischen Raketen entwickelt. PAC-2 kann in einem Radius von bis zu 70 Kilometern Fluggeräte und Marschflugkörper abfangen. PAC-3 kann US-Armeedaten zufolge in einem Radius von 20 bis 35 Kilometern ballistische Raketen abfangen.
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Offenbar auch Irans Geheimdienstchef Khatib von Israel getötet
Nach der Meldung der Tötung zweier wichtiger iranischer Funktionäre am Vortag gibt Israel nun bekannt, dass nun auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib angegriffen und getötet worden sein soll. Khatib sei in der Nacht bei einem gezielten Luftangriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus Teheran gab es dazu zunächst keine Bestätigung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Katz sagte nach Angaben seines Büros, Khatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie »Bedrohungen nach außen« verantwortlich gewesen. Bereits gestern hatte der Verteidigungsminister erklärt, sein Land werde weiterhin gezielt Mitglieder der iranischen Führung angreifen und töten. »Der Premierminister und ich haben die israelischen Streitkräfte angewiesen, die Jagd auf die Führung des Terror- und Unterdrückungsregimes in Iran fortzusetzen«, so Katz in einer Erklärung.
Esmail Khatib. Foto: Iranian Presidency / ZUMAPRESS.com / picture alliance
Israel hat im Irankrieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den Oberste Führer Ali Khamenei, den einflussreichen Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Larijani und Gholamreza Soleimani, den Chef der berüchtigten Basidsch-Miliz.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
Was das womöglich für das Regime bedeutet, lesen Sie hier in der Analyse.
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Leseempfehlung: Die Bundeswehr ist nicht Trumps Putzkolonne
Deutschland stellt sich entschieden gegen die Forderung des US-Präsidenten, Kriegsschiffe an Irans Küste zu schicken. Das ist riskant, aber richtig, findet meine Kollegin Marina Kormbaki, die stellvertretende Leiterin des SPIEGEL-Hauptstadtbüros. Ihren Leitartikel lesen Sie hier.
Die Fregatte »Hessen« vor der libanesischen Küste 2008
. Foto: Thomas Koehler / photothek / picture alliance
Wie sehen Sie das, liebe Leserinnen und Leser? Halten Sie es für richtig, dass die Bundesregierung Deutschland aus dem Kriegsgebiet heraushalten will? Oder braucht es die Bundeswehr in Nahost, etwa in der Straße von Hormus? Diskutieren Sie mit bei SPIEGEL Debatte.
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Hochrangiger Demokrat fordert Aussage von Ex-Terrorabwehr-Chef Kent vor US-Kongress
Der Rücktritt von Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung in den USA, sorgt für Wirbel (mehr dazu lesen Sie hier). Der einflussreiche demokratische Abgeordnete Ro Khanna verlangt nun, dass Kent seine Entscheidung in einer Aussage vor dem US-Kongress erklärt.
»Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf zu erfahren, warum diese Regierung uns in den Krieg gegen Iran hineingezogen hat«, schreibt Khanna in sozialen Medien. »Joe Kent sollte vor dem Kongress aussagen. Wenn selbst Beamte wie Joe Kent nicht glauben, dass von Iran eine unmittelbare Bedrohung ausging, warum schicken wir dann noch mehr Amerikaner in den Tod in diesem Krieg?«, so der kalifornische Abgeordnete.
»Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf zu erfahren, warum diese Regierung uns in den Krieg gegen Iran hineingezogen hat«, schreibt Khanna in sozialen Medien. »Joe Kent sollte vor dem Kongress aussagen. Wenn selbst Beamte wie Joe Kent nicht glauben, dass von Iran eine unmittelbare Bedrohung ausging, warum schicken wir dann noch mehr Amerikaner in den Tod in diesem Krieg?«, so der kalifornische Abgeordnete.
Zuvor hatte der Republikaner Kent, der Verbindungen zu extrem Rechten und Verschwörungsideologen hat, einen Brief an US-Präsident Trump auf X geteilt. Darin schrieb er, dass er »nach reiflicher Überlegung« beschlossen habe, »mein Amt als Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung mit sofortiger Wirkung niederzulegen«. Er könne »den andauernden Krieg in Iran nicht guten Gewissens weiter unterstützen. Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation dar«, Israel habe den Kriegseintritt der USA unter Druck erzwungen, so Kent.
Die demokratische Senatorin Patty Murray aus Washington reagierte ebenfalls auf den Rücktritt und schrieb auf X: »Ein hochrangiger nationaler Sicherheitsbeamter tritt zurück und bestätigt, dass von Iran keine unmittelbare Bedrohung ausging. Gut, dass wir Joe Kent, einen schändlichen white supremacist, los sind, aber das ist ein wichtiges öffentliches Eingeständnis, dass es KEINE Rechtfertigung für diesen Krieg gab.«
Die demokratische Senatorin Patty Murray aus Washington reagierte ebenfalls auf den Rücktritt und schrieb auf X: »Ein hochrangiger nationaler Sicherheitsbeamter tritt zurück und bestätigt, dass von Iran keine unmittelbare Bedrohung ausging. Gut, dass wir Joe Kent, einen schändlichen white supremacist, los sind, aber das ist ein wichtiges öffentliches Eingeständnis, dass es KEINE Rechtfertigung für diesen Krieg gab.«
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Irans Fußballerinnen kehren über Türkei in ihre Heimat zurück
Ihr stiller Protest beim Asien Cup und anschließende Asylanträge in Australien lösten Aufsehen aus: Nun reisen die iranischen Fußballerinnen über die Türkei zurück in ihr Heimatland. Die Spielerinnen seien am Dienstagabend am Istanbuler Flughafen gelandet und über Land auf dem Weg zurück nach Iran, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Der Luftraum über Iran ist wegen des Krieges gesperrt, die Hauptstadt Teheran liegt mehr als 2000 Kilometer von Istanbul entfernt.
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten – oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen in Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten – oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
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Analyse: So könnte Deutschland iranischen Regimegegnern helfen
Deutsche Politiker haben in den vergangenen Wochen kaum eine Gelegenheit ausgelassen, ihr Mitgefühl mit den Menschen in Iran zu betonen. »Wir wollen das iranische Volk dabei unterstützen, frei über das eigene Schicksal zu entscheiden«, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Er wünsche »dem iranischen Volk« für die Zukunft »eine Chance auf Freiheit«, bekräftigte CDU-Fraktionschef Jens Spahn.
Wenn es allerdings darum geht, Iranerinnen und Iranern konkret zu helfen, ist die Bundesregierung eher zurückhaltend. In der Vergangenheit hatte Deutschland immer wieder humanitäre Visa an Menschen vergeben, die – etwa durch ihren Einsatz für Demokratie – in Iran besonders bedroht waren. Innenminister Alexander Dobrindt hat dieser Praxis de facto ein Ende gesetzt.
Wenn es allerdings darum geht, Iranerinnen und Iranern konkret zu helfen, ist die Bundesregierung eher zurückhaltend. In der Vergangenheit hatte Deutschland immer wieder humanitäre Visa an Menschen vergeben, die – etwa durch ihren Einsatz für Demokratie – in Iran besonders bedroht waren. Innenminister Alexander Dobrindt hat dieser Praxis de facto ein Ende gesetzt.
Foto: Julian Stratenschulte / dpa
Seit Kriegsbeginn ist die deutsche Botschaft in Teheran komplett geschlossen. Visumsgesuche werden nicht bearbeitet. Schon jetzt liegen 2000 offene Anträge vor, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht.
Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Linken, fordert die Bundesregierung dazu auf, Möglichkeiten für Iranerinnen und Iraner zu schaffen, Visumsanträge für Deutschland auch in Drittstaaten zu stellen. »In dieser Situation zählt jeder Tag«.
Cansu Özdemir, außenpolitische Sprecherin der Linken, fordert die Bundesregierung dazu auf, Möglichkeiten für Iranerinnen und Iraner zu schaffen, Visumsanträge für Deutschland auch in Drittstaaten zu stellen. »In dieser Situation zählt jeder Tag«.
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Israelische Armee weitet Evakuierungsaufforderung für Libanon aus
Erneut hat die israelische Armee Menschen im Libanon dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen. Es ergehe eine »dringende Warnung an die Bewohner des südlichen Libanons südlich des Zahrani-Flusses«, schreibt Armeesprecher Avichay Adraee auf X. Die Armee werde in diesem Gebiet »energisch« gegen terroristische Aktivitäten der Hisbollah vorgehen. »Ein Verbleib südlich des Zahrani-Flusses könnte Ihr Leben und das Leben Ihrer Familien gefährden«, heißt es in dem Beitrag weiter. Und: »Jede Bewegung nach Süden kann Ihr Leben gefährden.« Zuvor hatte die israelische Armee bereits die Menschen südlich des Litani-Flusses dazu aufgefordert, ihr Zuhause zu verlassen.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
Die libanesische Regierung warf Israel vor, auch ohne rechtzeitige Evakuierungshinweise für Zivilistinnen und Zivilisten Ziele im Libanon angegriffen zu haben. So soll es etwa in Beirut zu unangekündigtem Beschuss gekommen sein.
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Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor
Irans Geheimdienst ist eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vorgegangen. In 26 Provinzen seien »111 Zellen« von Monarchisten identifiziert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem »Feind» Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben. Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender »Iran International« übermittelt hätten. Tasnim meldet zudem, dass 350 Starlink-Geräte beschlagnahmt worden seien.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem »Feind» Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben. Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender »Iran International« übermittelt hätten. Tasnim meldet zudem, dass 350 Starlink-Geräte beschlagnahmt worden seien.
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Auf dem Weg Richtung Iran: US-Angriffsschiff offenbar bereits an Singapur vorbei
Berichte, wonach die USA offenbar Spezialkräfte und Anlandungsequipment nach Nahost verlegen lassen, sorgten jüngst für Aufsehen. Demnach hat das Pentagon das amphibische Angriffsschiff USS »Tripoli« und rund 2500 Soldaten von ihrer Basis in Japan ins Kriegsgebiet beordert. Nun berichtet der US-Sender CNN, die »Tripoli« habe bereits Singapur passiert und sei auf dem Weg in die Straße von Malakka.
Schiffe der US-Marine fahren oft mit abgeschalteten AIS-Transpondern, sodass es schwierig ist, sie zu tracken. Auch werden beizeiten sogar falsche Positionsdaten übermittelt, um eine sicherere Operation, vor allem in Gebieten mit hohem Schiffsverkehr, wie den Gewässern um Singapur, zu ermöglichen.
Schiffe der US-Marine fahren oft mit abgeschalteten AIS-Transpondern, sodass es schwierig ist, sie zu tracken. Auch werden beizeiten sogar falsche Positionsdaten übermittelt, um eine sicherere Operation, vor allem in Gebieten mit hohem Schiffsverkehr, wie den Gewässern um Singapur, zu ermöglichen.
Laut AIS-Tracking-Daten, die CNN nach eigenen Angaben vorliegen, näherte sich das Schiff am Dienstagmorgen zunächst Singapur am südwestlichen Rand des Südchinesischen Meeres. Anschließend passierte es den Stadtstaat und bog in die Straße von Malakka ein. Der SPIEGEL konnte ein unbenanntes US-Kriegsschiff westlich von Seremban auf Marinekarten orten. Ein weiteres US-Schiff befand sich ein Stück nordwestlich davon ebenfalls in der Straße von Malakka.
Die USS »Tripoli« ist ein amphibisches Angriffsschiff, seine Entsendung Richtung Iran schätzen Beobachter als brisante Entwicklung ein: Dadurch deuten die USA womöglich Landeaktionen und Bodeneinsätze im Kriegsgebiet an. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Irans Außenminister: System besteht trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Oberster Führer Ali Khamenei wurde getötet, außerdem der mächtige Sicherheitsberater Ali Larijani. Trotzdem will Irans Außenminister Abbas Araghchi ein Signal der Stärke in die Welt senden. Das politische System im Land halte er im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte Araghchi dem Nachrichtensender Al Jazeera. »Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System in Iran eine sehr solide Struktur ist.«
Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghchi. »Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird.« Auch im Fall, dass der Außenminister getötet würde – also er selbst –, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghchi.
Foto: Sha Dati / Xinhua / IMAGO
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Iran meldet mehrere Tote und Dutzende Verletzte durch Angriff
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan heißt.
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Berichte: USA müssen größten Flugzeugträger vorläufig aus dem Irankrieg abziehen
Die USS »Gerald R. Ford« ist Amerikas schwimmende Festung, der größte Flugzeugträger der Welt. Auch im Krieg gegen Iran ist das Schiff mit rund 5000 Seeleuten im Einsatz. Doch der könnte nun unterbrochen werden, berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf US-Beamte. Das Schiff werde voraussichtlich vorübergehend in eine Bucht bei Kreta einlaufen. Wie lange es dort bleiben soll, ist unklar. Auch die griechische Zeitung »Kathimerini« berichtet über den Plan.
Hintergrund ist den Berichten zufolge ein Feuer, das vor wenigen Tagen im Hauptwäscheraum der »Gerald R. Ford« ausgebrochen war. Fast 200 Besatzungsmitglieder mussten wegen Rauchvergiftungen behandelt werden, schreibt AP. Mehr als 600 Crewmitglieder hätten nun kein Bett mehr, berichtet die »New York Times«. Das schade auch der Moral der Matrosen, heißt es. Ohnehin sei die Crew bereits seit zehn Monaten im Einsatz, vor dem Irankrieg war das Schiff bereits am US-Angriff auf Venezuela beteiligt.
Hintergrund ist den Berichten zufolge ein Feuer, das vor wenigen Tagen im Hauptwäscheraum der »Gerald R. Ford« ausgebrochen war. Fast 200 Besatzungsmitglieder mussten wegen Rauchvergiftungen behandelt werden, schreibt AP. Mehr als 600 Crewmitglieder hätten nun kein Bett mehr, berichtet die »New York Times«. Das schade auch der Moral der Matrosen, heißt es. Ohnehin sei die Crew bereits seit zehn Monaten im Einsatz, vor dem Irankrieg war das Schiff bereits am US-Angriff auf Venezuela beteiligt.
USS »Gerald R. Ford«. Foto: Giannis Angelakis / AP / dpa
Das Pentagon hat sich bislang nicht zu den Berichten geäußert. Kurz nach dem Ausbruch des Feuers hatte das US-Militär lediglich erklärt, das Schiff sei nicht beschädigt und voll einsatzfähig.
Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version dieses Eintrags war von Matrosen die Rede. Da die Besatzung aber nicht nur aus Matrosen besteht, sprechen wir nun von Seeleuten.
Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version dieses Eintrags war von Matrosen die Rede. Da die Besatzung aber nicht nur aus Matrosen besteht, sprechen wir nun von Seeleuten.
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Irak plant Ölexporte über Pipeline in Kurdenregion
Die Ölexporte des Irak sind stark durch die faktische Blockade der Straße von Hormus betroffen. Nun suchen die Verantwortlichen eine andere Lösung: Die Regierung im Irak und die halbautonome Kurdenregion haben sich auf erneute Ölexporte über eine wichtige Pipeline geeinigt, die über die Türkei zum Mittelmeer führt. Es herrschten »außergewöhnliche Umstände« im Land, teilt der kurdische Ministerpräsident Masrur Barsani mit. »Wir alle teilen die Verantwortung, um dieses schwierige Kapitel zu überstehen.«
Zwischen der irakischen Regierung und der Kurdenregion läuft seit Jahren ein Streit darüber, wie die Pipeline betrieben und wie die Umsätze aus den Ölexporten verteilt werden sollen. Die Regierung in Bagdad hofft auf Exporte über die Pipeline von etwa 300.000 Barrel (je 159 Liter), die heute wieder anlaufen sollen.
Tawke-Ölfeld im Irak. Foto: Ismael Adnan / dpa
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Treffer an iranischem AKW: So groß ist die Gefahr, die davon ausgeht
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA von einem Geschoss getroffen worden. Sie sei von Iran darüber informiert worden, dass »ein Geschoss das Gelände des Kernkraftwerks Buschehr getroffen hat«, erklärt die Uno-Organisation. »Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet«, heißt es weiter.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Das AKW Buschehr im Südwesten Irans verfügt über den einzigen in Betrieb befindlichen Atomreaktor des Landes. Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.
Vergangenen Sommer hatte Israel die iranischen Atomanlagen schon einmal ins Visier genommen. Solche Attacken »können am Ende brandgefährlich sein«, schrieb mein Kollege Christoph Seidler damals. Seine Analyse lesen Sie hier.
Arbeiter in iranischer Atomanlage Isfahan (2005). Foto: Vahid Salemi / AP
Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
Ein iranischer Soldat vor dem Atomkraftwerk in Bushehr (2010)
. Abedin Taherkenareh/ dpa
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Araghchi: Irans Atomdoktrin wird sich wohl nicht ändern
Strebt Iran nach Atomwaffen? Das wurde von westlichen Staaten immer wieder befürchtet, Teheran stritt das stets ab. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat nun zum Sender Al Jazeera gesagt, die Haltung seines Landes werde sich diesbezüglich wohl nicht ändern. Die Äußerungen wurden von iranischen Medien wiedergegeben. Araghchi warnte jedoch davor, dass der neue Oberste Führer seine Meinung zu diesem Thema noch nicht öffentlich geäußert habe.
Der frühere Oberste Führer, Ajatollah Ali Khamenei, hatte sich Anfang der Nullerjahre in einer Fatwa, einem religiösen Rechtsgutachten, gegen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Iranische Behörden erklärten stets, ihr Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Araghchi sagte dazu nun, Fatwas hingen vom jeweiligen islamischen Rechtsgelehrten ab, der sie erlasse.
Zuvor hatte Araghchi sich in dem Interview bereits zu den Angriffen seines Landes auf die Golfstaaten geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier:
Der frühere Oberste Führer, Ajatollah Ali Khamenei, hatte sich Anfang der Nullerjahre in einer Fatwa, einem religiösen Rechtsgutachten, gegen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen ausgesprochen. Iranische Behörden erklärten stets, ihr Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Araghchi sagte dazu nun, Fatwas hingen vom jeweiligen islamischen Rechtsgelehrten ab, der sie erlasse.
Zuvor hatte Araghchi sich in dem Interview bereits zu den Angriffen seines Landes auf die Golfstaaten geäußert. Mehr dazu lesen Sie hier:
Iran rechtfertigt Angriffe auf Städte in Golf-Staaten mit US-Truppenpräsenz
Immer wieder greift Iran die Golfstaaten mit Raketen an. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat dies nun mit der Tatsache erklärt, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagte Araghchi zu iranischen Medien laut dem arabischen Sender Al Jazeera. »Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen«, so der iranische Chefdiplomat. »Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten liegen.«
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
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Leseempfehlung: Strippenzieher Larijani ist tot, das Regime in Iran könnte nun noch aggressiver werden
Nach dem Tod von Ali Khamenei galt sein Sicherheitsberater als mächtigster Mann in Iran. Nun wurde Ali Larijani selbst bei einem israelischen Luftangriff getötet. Was das für das Regime bedeutet, analysieren meine Kollegin Anna-Sophie Schneider und mein Kollege Fritz Schaap hier.
Ali Larijani: Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik galt als pragmatisch und erfahren
. Foto: Wael Hamzeh / EPA
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Iran will Golfstaaten »überall« angreifen, wo sich US-Truppen befinden
Immer wieder greift Iran die Golfstaaten mit Raketen an. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat dies nun mit der Tatsache erklärt, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagte Araghchi zu iranischen Medien laut dem arabischen Sender Al Jazeera. »Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen«, so der iranische Chefdiplomat. »Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten liegen.«
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
Araghchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert waren und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür läge jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
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Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin
Die iranische Justiz hat einen Mann hinrichten lassen, dem sie Spionage für den israelischen Geheimdienst Mossad vorwirft. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden.
Bei der Festnahme wurden eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sinnvolle Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben worden sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Bei der Festnahme wurden eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sinnvolle Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben worden sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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Neue Angriffe auf Israel, die Golfstaaten und Beirut
Iran hat am frühen Morgen mit einer neuen Angriffswelle auf Israel und benachbarte Golfstaaten begonnen. Explosionen waren laut Reportern in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zu hören, auch aus Saudi-Arabien wurden Abfangmanöver gemeldet.
Bei Tagesanbruch zerstörte ein israelischer Luftangriff ein Wohnhaus in Bachoura, einem Stadtteil im Zentrum Beiruts, vollständig. Zwei frühere Angriffe auf Wohnhäuser in anderen zentralen Vierteln Beiruts hatten am frühen Mittwochmorgen laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
Bei Tagesanbruch zerstörte ein israelischer Luftangriff ein Wohnhaus in Bachoura, einem Stadtteil im Zentrum Beiruts, vollständig. Zwei frühere Angriffe auf Wohnhäuser in anderen zentralen Vierteln Beiruts hatten am frühen Mittwochmorgen laut libanesischem Gesundheitsministerium mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
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SPD-Politiker wollen Einschätzung von Bundesregierung zum Völkerrecht bei US-Angriffen auf Venezuela und Iran
Außenpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion haben die Bundesregierung befugt, eine völkerrechtliche Bewertung der jüngsten US-Angriffe vorzulegen. »In einer wie in der anderen Sache fällt die rechtliche Bewertung eindeutig aus: Weder der US-Angriff auf Venezuela noch der Krieg gegen Iran stehen im Einklang mit dem Völkerrecht«, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, dem »Stern«.
Mehr als zwei Wochen nach Kriegsbeginn in Iran hat die Bundesregierung noch nicht abschließend geprüft, ob die Angriffe der USA und Israels völkerrechtswidrig oder -konform sind. Auch bei der gewaltsamen Gefangennahme von Venezuelas einstigem Staatschef Nicolás Maduro durch die USA steht diese Bewertung noch aus. Zuständig für die völkerrechtliche Einordnung ist das Auswärtige Amt von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).
»Es ist mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung vorgestellt hat, sondern geradezu fahrlässig«, sagte der Außenpolitiker und frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem »Stern«. Ahmetović mahnte, es sei »problematisch, dass innenpolitisches Taktieren und die Sorge vor einem offenen Konflikt mit dem US-Präsidenten allzu häufig zu stark ins Gewicht gefallen ist und damit den eigenen strategischen Handlungsspielraum verengen.«
Mehr als zwei Wochen nach Kriegsbeginn in Iran hat die Bundesregierung noch nicht abschließend geprüft, ob die Angriffe der USA und Israels völkerrechtswidrig oder -konform sind. Auch bei der gewaltsamen Gefangennahme von Venezuelas einstigem Staatschef Nicolás Maduro durch die USA steht diese Bewertung noch aus. Zuständig für die völkerrechtliche Einordnung ist das Auswärtige Amt von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU).
»Es ist mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung vorgestellt hat, sondern geradezu fahrlässig«, sagte der Außenpolitiker und frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem »Stern«. Ahmetović mahnte, es sei »problematisch, dass innenpolitisches Taktieren und die Sorge vor einem offenen Konflikt mit dem US-Präsidenten allzu häufig zu stark ins Gewicht gefallen ist und damit den eigenen strategischen Handlungsspielraum verengen.«
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Welche Schiffe immer noch durch die Straße von Hormus kommen
Kurz nach Beginn des Kriegs hat Iran die wichtige Straße von Hormus nahezu komplett geschlossen. Dennoch haben seither etwa 90 Schiffe die Meerenge passiert, darunter auch Öltanker, wie aus Datenplattformen für Schifffahrt und Handel hervorgeht. Das bedeutet: Es werden immer noch Millionen Barrel Öl exportiert, obwohl die Wasserstraße faktisch gesperrt ist.
Viele der Schiffe, die die Straße von Hormus passierten, waren sogenannte dunkle Transits, die westliche Sanktionen und Kontrollen umgingen und wahrscheinlich Verbindungen zum Iran unterhielten, so das Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List Intelligence. In jüngster Zeit haben auch Schiffe mit Verbindungen zu Indien und Pakistan die Straße erfolgreich durchquert, nachdem die dortigen Regierungen die Verhandlungen intensiviert hatten.
Viele der Schiffe, die die Straße von Hormus passierten, waren sogenannte dunkle Transits, die westliche Sanktionen und Kontrollen umgingen und wahrscheinlich Verbindungen zum Iran unterhielten, so das Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List Intelligence. In jüngster Zeit haben auch Schiffe mit Verbindungen zu Indien und Pakistan die Straße erfolgreich durchquert, nachdem die dortigen Regierungen die Verhandlungen intensiviert hatten.
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Irans Außenminister warnt: Folgen des Kriegs werden »alle treffen«
Die Folgen des Irankriegs werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghchi weltweit zu spüren sein. »Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft«, erklärte Araghchi am Mittwoch im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an.
Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen Iran als »ungerecht« bezeichnen, erklärte Araghchi. »Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen«, forderte er.
Kent hatte am Dienstag aus Protest gegen den Irankrieg seinen Rücktritt erklärt. Der führende Geheimdienstmitarbeiter und Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump schrieb im Onlinedienst X, Iran sei »keine unmittelbare Bedrohung« für die USA gewesen.
Die iranische Armee kündigte derweil Vergeltung für die Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani bei einem israelischen Angriff an. »Irans Antwort auf die Ermordung des Vorsitzenden des Obersten Nationalen Sicherheitsrats wird entschlossen sein«, erklärte der iranische Armeechef Amir Hatami. Die iranischen Revolutionswächter erklärten derweil, als »Rache für das Blut des Märtyrers Dr. Ali Larijani und seiner Gefährten« Raketen auf das Zentrum Israels gefeuert zu haben.
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Israelische Armee ruft Menschen im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten am Mittwoch eine »dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura«. Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der proiranischen Hisbollah-Miliz vorgehen.
Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner »zu ihrer eigenen Sicherheit« auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten.
Kurz zuvor hatte die israelische Armee libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung zwei Angriffe im Zentrum von Beirut ausgeführt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet und 24 weitere verletzt.
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Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock.
Ein iranischer Soldat vor dem Atomkraftwerk in Bushehr (2010)
. Abedin Taherkenareh/ dpa
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USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. »Mehrere« der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien »erfolgreich eingesetzt« worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten »eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge« dargestellt.
Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe in Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen.
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Golfstaaten melden Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium
Mehrere Golfstaaten haben am Mittwochmorgen erneut Drohnen- und Raketenangriffe auf ihr Territorium gemeldet. Die Flugabwehr »reagiert auf die Bedrohungen durch Raketen und Drohnen aus Iran«, teilten die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate mit, während Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von mehreren lauten Explosionen in der emiratischen Metropole Dubai berichteten. Die Behörden in Saudi-Arabien und Kuwait meldeten ebenfalls Angriffe.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium erklärte, die Armee habe insgesamt sechs Drohnen im Osten des Landes zerstört. Die kuwaitische Armee teilte derweil im Onlinedienst X mit: »Die kuwaitische Flugabwehr fängt derzeit feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab.«
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Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie die Zeitungen »Haaretz« und »Times of Israel« übereinstimmend berichteten. Sie beriefen sich dabei auf den Rettungsdienst Magen David Adom. In Bnei Brak und Petach Tikwa östlich von Tel Aviv seien zwei weitere Menschen leicht verletzt worden.
Das israelische Militär teilte mit, dass an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden seien. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten. Auf einem Video waren Schäden am Bahnhof Savidor in Tel Aviv zu sehen.
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Gaspreis steigt – Auswirkungen für Deutschland
Der Preis für europäisches Erdgas ist am Dienstag nach einer Ausweitung der Angriffe Irans auf die Energiewirtschaft in der Region am Persischen Golf gestiegen. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat im frühen Handel um mehr als zwei Prozent auf 52,10 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Der jüngste Anstieg des Gaspreises wird nach Einschätzung von Experten das Anlegen von Vorräten für den kommenden Winter erschweren.
Auch die Auswirkungen für Gaskunden in Deutschland werden nun deutlich: Neu abgeschlossene Verträge hätten sich »innerhalb weniger Tage um 1,7 Cent pro Kilowattstunde verteuert«, erklärte das Vergleichsportal Verivox in Heidelberg. Dies ist demnach ein Anstieg um mehr als ein Fünftel. Unterdessen äußerten die Gasspeicherbetreiber Sorgen um die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter. Die Bundesregierung erwägt eine strategische Reserve für den Notfall.
Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. »Das ist nicht viel, aber reicht, um in dem ausgehenden Winter die Versorgungslage sicherzustellen«, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag. Der Gasspeicher-Verband Ines erklärte, dies reiche selbst bei extrem niedrigen Temperaturen aus, »um die Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen«.
Auch die Auswirkungen für Gaskunden in Deutschland werden nun deutlich: Neu abgeschlossene Verträge hätten sich »innerhalb weniger Tage um 1,7 Cent pro Kilowattstunde verteuert«, erklärte das Vergleichsportal Verivox in Heidelberg. Dies ist demnach ein Anstieg um mehr als ein Fünftel. Unterdessen äußerten die Gasspeicherbetreiber Sorgen um die Befüllung der Gasspeicher für den nächsten Winter. Die Bundesregierung erwägt eine strategische Reserve für den Notfall.
Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu knapp 22 Prozent gefüllt. »Das ist nicht viel, aber reicht, um in dem ausgehenden Winter die Versorgungslage sicherzustellen«, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag. Der Gasspeicher-Verband Ines erklärte, dies reiche selbst bei extrem niedrigen Temperaturen aus, »um die Gasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicherzustellen«.
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Kurzanalyse: Was der Rücktritt von Terrorabwehr-Chef Kent für Trump bedeutet
Joe Kent, der Chef des Nationalen Terrorabwehrzentrums NCTC, ist zurückgetreten. Er ist der erste hochrangige Vertreter der Trump-Regierung, der diese aus Protest gegen den Irankrieg verlässt. Kent ist ein Ex-Elitesoldat mit Hang zum Verschwörungsdenken. Er machte in seinem Rücktrittsschreiben Israel nicht nur für den jüngsten Waffengang verantwortlich, sondern auch für die Kriege im Irak und in Syrien.
Trump äußerte sich abfällig über den scheidenden Terrorabwehr-Chef. Er sei immer schon »schwach in Sachen Sicherheit« gewesen, sagte der Präsident vor Reportern im Weißen Haus. Kent habe gesagt, dass Iran keine Bedrohung sei, deshalb sei es »Islamischer Staat«, so Trump.
Dass auf den Rücktritt Kents zeitnah weitere folgen werden, ist fürs Erste unwahrscheinlich. Zwar gibt es in der Trump-Regierung auch andere Skeptiker wie Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard oder Vizepräsident JD Vance. Die schlagen bisher aber leise Töne an und sind bemüht, nicht öffentlich auszuscheren.
Doch der Rücktritt des NCTC-Chefs dürfte Trump einmal mehr vor Augen führen, welch politisches Risiko er mit der Irankampagne eingegangen ist. Zwar hält sein »Make America Great Again«-Lager (MAGA) bisher treu zu ihm. Doch auch unter seinen Unterstützern werden kritische Stimmen immer lauter.
So meldete sich nach Kents Rücktritt der einflussreiche rechte Podcaster Tucker Carlson zu Wort. »Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und er kann nicht als Spinner abgetan werden«, sagte Carlson. Er verwies darauf, dass Kent Zugang zu den wichtigsten Geheimdienstinformationen hatte. Mit anderen Worten: Er wisse, wovon er rede.
Je länger der Krieg dauert, desto mehr Geld und Soldatenleben wird er kosten. Carlson und andere Trump-nahe Podcaster haben den Waffengang gegen Iran zwar kritisiert, die direkte Konfrontation mit dem Präsidenten bisher aber gescheut. Die Frage ist, wie lange das so bleibt.
Trump äußerte sich abfällig über den scheidenden Terrorabwehr-Chef. Er sei immer schon »schwach in Sachen Sicherheit« gewesen, sagte der Präsident vor Reportern im Weißen Haus. Kent habe gesagt, dass Iran keine Bedrohung sei, deshalb sei es »Islamischer Staat«, so Trump.
Dass auf den Rücktritt Kents zeitnah weitere folgen werden, ist fürs Erste unwahrscheinlich. Zwar gibt es in der Trump-Regierung auch andere Skeptiker wie Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard oder Vizepräsident JD Vance. Die schlagen bisher aber leise Töne an und sind bemüht, nicht öffentlich auszuscheren.
Doch der Rücktritt des NCTC-Chefs dürfte Trump einmal mehr vor Augen führen, welch politisches Risiko er mit der Irankampagne eingegangen ist. Zwar hält sein »Make America Great Again«-Lager (MAGA) bisher treu zu ihm. Doch auch unter seinen Unterstützern werden kritische Stimmen immer lauter.
So meldete sich nach Kents Rücktritt der einflussreiche rechte Podcaster Tucker Carlson zu Wort. »Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne, und er kann nicht als Spinner abgetan werden«, sagte Carlson. Er verwies darauf, dass Kent Zugang zu den wichtigsten Geheimdienstinformationen hatte. Mit anderen Worten: Er wisse, wovon er rede.
Je länger der Krieg dauert, desto mehr Geld und Soldatenleben wird er kosten. Carlson und andere Trump-nahe Podcaster haben den Waffengang gegen Iran zwar kritisiert, die direkte Konfrontation mit dem Präsidenten bisher aber gescheut. Die Frage ist, wie lange das so bleibt.
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Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Larijani
Laut iranischen Staatsmedien ist Sicherheitschef Ali Larijni tot. Die den Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum »Märyrer« geworden sei. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans, dessen Chef Larijani war, veröffentlichte eine entsprechende Erklärung zu Larijanis Tod. Die israelische Armee hatte bereits am Dienstagvormittag verkündet, dass Larijani getötet worden sei.
Ali Larijani. Foto: Omar Sanadiki/Reuters
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Israels Luftwaffe greift iranische Basidsch-Milizen in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten, Gholamreza Soleimani, weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. Die Luftwaffe habe in den vergangenen Stunden Mitglieder dieser paramilitärischen Einheiten angegriffen, die an mehr als zehn verschiedenen Positionen in der iranischen Hauptstadt aktiv gewesen seien, teilte das israelische Militär am Abend mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Irans Parlamentspräsident: Straße von Hormus wird nicht wie vor dem Krieg sein
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus angekündigt. »Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren«, schrieb er auf Englisch im Onlinenetzwerk X.
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von den iranischen Revolutionswächtern kontrolliert. Zudem beschoss Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
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Irans staatliche Medien bestätigen den Tod von Basidsch-Chef Soleimani
Die iranischen Revolutionswächter haben die Tötung von Gholamreza Soleimani, dem Chef der paramilitärischen Basidsch-Milizen, bestätigt, berichten Irans staatliche Medien. Gholamreza Soleimani sei einer »terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes« zum Opfer gefallen, heißt es demnach in einem Statement der Revolutionswächter.
Weiter hätten sie erklärt: »Wir warnen die bösartigen und terroristischen Mörder dieses hochrangigen Märtyrers, dass die Basidsch niemals den Kampfeswillen des gefallenen Führers, der gefallenen Kommandeure und der zahlreichen Märtyrer des Volkes aufgeben wird.« Stattdessen werde ihr Tod »den Willen der heldenhaften iranischen Nation und aller Basidsch-Kämpfer, den Weg des Widerstands fortzusetzen, nur noch verstärken«.
Weiter hätten sie erklärt: »Wir warnen die bösartigen und terroristischen Mörder dieses hochrangigen Märtyrers, dass die Basidsch niemals den Kampfeswillen des gefallenen Führers, der gefallenen Kommandeure und der zahlreichen Märtyrer des Volkes aufgeben wird.« Stattdessen werde ihr Tod »den Willen der heldenhaften iranischen Nation und aller Basidsch-Kämpfer, den Weg des Widerstands fortzusetzen, nur noch verstärken«.
Soleimani 2019. Foto: ATTA KENARE / AFP
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Liebe Leserinnen und Leser, die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und seine Nachbarn fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden. Was am Dienstag geschah, können Sie hier nachlesen.
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Mit Material der Agenturen




