Iran, Oman und die USA ringen weiter um die Schiffsrouten aus der Straße von Hormus – trotz Beschuss.
So ist jüngst vor der Küste Omans ein Frachter von einem »unbekannten Geschoss« getroffen worden. Das meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al Khasab. Die Behörde machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten auf dem Frachter.
In der Straße von Hormus haben Teherans Streitkräfte seit Beginn des Irankriegs Ende Februar immer wieder Tanker und andere Schiffe angegriffen. Damit brachten sie den Verkehr in der strategisch wichtigen Meerenge fast zum Erliegen. Iran verhandelt derzeit mit dem anderen Anrainer der Meerenge, Oman, um die Festlegung vorläufiger Schifffahrtskorridore.
Tauziehen um die Durchfahrtswege
Bis zum Abschluss einer neuen Vereinbarung verlangt Iran, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen. Teheran hat wiederholt erklärt, nur die von Iran vorgegebene Route durch die Meerenge sei sicher. Der Streit über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist ein wesentlicher Grund, warum der Krieg zwischen den USA und Iran zuletzt wieder eskalierte.
