Am Samstagabend ist auf dem Lufthansa-Flug LH1170 von Frankfurt nach Lissabon eine Powerbank eines Fluggasts in Brand geraten. Die Cockpitcrew landete sicherheitshalber in Lyon, die Gäste konnten erst am Sonntag weiter nach Lissabon fliegen. Verletzt wurde niemand, wie eine Sprecherin dem SPIEGEL mitteilte.
Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A321-200 war um 20.47 Uhr in Frankfurt am Main gestartet. Während des Fluges geriet nach Angaben der Airline die Powerbank eines Passagiers im Bereich eines Sitzes in Brand. Die Kabinencrew habe das Gerät umgehend in einem dafür vorgesehenen Lithium Safe Bag gesichert.
Die Cockpitcrew sei dennoch auf Nummer sicher gegangen und habe eine sogenannte Ausweichlandung in Lyon eingeleitet. Das Flugzeug landete dort kurz vor 22 Uhr.
Nach Freigabe durch die Feuerwehr hätten alle Passagiere das Flugzeug regulär über Treppen verlassen können. Die 198 Passagiere sowie die sechs Crewmitglieder seien in Hotels untergebracht worden.
Ein Weiterflug nach Lissabon sei aufgrund nächtlicher Betriebsbeschränkungen nicht mehr möglich gewesen. Also seien die Passagiere auf alternative Flugverbindungen für den 27. September umgebucht worden.
Powerbanks mit Lithium-Ionen-Akkus gelten in der Luftfahrt seit Jahren als Risiko, da sie überhitzen und Feuer fangen können. Ein Brand an Bord gilt als besonders gefährlich, weil die Crew nur begrenzte Löschmittel an Bord hat und das Flugzeug nicht sofort landen kann.
Lufthansa hat ihre Regeln deshalb verschärft. Seit dem 15. Januar 2026 dürfen Powerbanks während des Fluges weder benutzt noch aufgeladen werden. Die Geräte dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden, und nicht im Gepäckfach über dem Sitz. Powerbanks ab 100 Wattstunden müssen vorab bei der Airline angemeldet werden.
Laut ADAC gelten dieselben Regeln bei Eurowings, Discover, Swiss, Austrian, Brussels Airlines und ITA.
