Nach zahlreichen Vorfällen mit Drohnen hat die Bundesregierung in Sachsen-Anhalt ein neues Forschungszentrum eröffnet, das auch gezielte Abwehrmöglichkeiten entwickeln soll. Es gehe darum, durch Forschung und Innovation »das Wettrüsten« zwischen Drohnenabwehr und Drohnenabwehr-Überwindungstechnik zu gewinnen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Das Zentrum am Flughafen Magdeburg-Cochstedt werde »ein zentraler Baustein der Sicherheitsarchitektur gegenüber der hybriden Bedrohung durch Drohnen sein«.
Die Planung für das »Technologiezentrum Drohnensicherheit« begann bereits 2025 und wird künftig federführend vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betrieben. Dieses hatte den Verkehrsflughafen Magdeburg-Cochstedt im Jahr 2019 übernommen. 2021 eröffnete das DLR dort bereits das Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme, an welches das neue Zentrum nun angegliedert wird.
Bis zu zehn Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau fließen. Zudem sollen bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Technologiezentrum arbeitet neben Cochstedt auch am DLR-Standort Braunschweig.
Deutschland sei »täglich Zielscheibe von hybriden Angriffen« von »fremden Mächten«, die versuchten, durch Spionage, Sabotage und Manipulation die Stabilität Deutschlands zu untergraben, sagte Dobrindt. Er sprach vom »Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts«. Der Vorfall mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in Leipzig vor zwei Wochen habe die Dringlichkeit von Abwehrmaßnahmen in diesem Bereich nochmals deutlich vor Augen geführt. (Lesen Sie hier mehr dazu. )
