Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mithilfe von künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern.
Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University in Pensylvannia sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto weise »mit hoher Sicherheit« Spuren auf, »die von generativer KI hinterlassen wurden.« Auch das ZDF kommt nach einer Analyse zu demselben Schluss.
Aufnahmen von AFP und anderen Medien wie auch des offiziellen Videostreams des Weißen Hauses zeigen, wie Trump bei Xis Empfang auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews bei Washington wegen des Lärms durch den Überflug von Kampfjets gequält das Gesicht verzieht, während Xi völlig ungerührt neben ihm steht.
Trump winces in pain during the loud military flyover as Xi shows no reaction pic.twitter.com/iUMvnhYZn9
— MeidasTouch (@MeidasTouch) September 23, 2026
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Die Bilder hatten für Spott und Häme gesorgt, unter anderem von Talkshow-Host Jimmy Fallon. Zahlreiche Kommentare rief in Onlinenetzwerken zudem hervor, dass Trump bei Temperaturen von etwa 18 Grad Celsius zum Mantel schwarze Handschuhe trug.
Auf dem von Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichten Bild der gleichen Szene verzieht hingegen auch der US-Präsident keine Miene. Zudem trägt er einen einfarbigen blauen Schlips und hat nur einen Handschuh an, während er auf den von den Medien veröffentlichten Aufnahmen eine gestreifte Krawatte und Handschuhe an beiden Händen trägt. Zudem stimmen die Schuhe einer Frau im Hintergrund nicht mit den authentischen Bildern überein.
Datenforensiker Stamm, der das von Trump veröffentlichte Foto mit einer speziellen Software analysiert hatte, sagte AFP, die von ihm entdeckten statistischen Spuren seien wie »Fingerabdrücke, die ein Verbrecher am Tatort hinterlässt.« Das Weiße Haus äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bild.
Der US-Präsident hält viel von KI – und er sieht sein Land im KI-Wettlauf vorn. Rufe nach Regulierung lehnt er ab, dahinter stecken seinen Worten zufolge »negative Kräfte«. Wie Trump das Unternehmen Nvidia mit seiner Haltung unterstützt, lesen Sie hier.
