SpOn 12.09.2026
20:38 Uhr

Donald Trump: Baufirma gesteht Fehler bei Reflecting Pool in Washington ein


Angeblich haben Vandalen den Reflecting Pool in Washington verwüstet, behauptet Donald Trump. Nun zeigen interne Regierungsdokumente: Schuld am Renovierungsdebakel waren die Baufirma – und Trumps Golfclub-Manager.

Donald Trump: Baufirma gesteht Fehler bei Reflecting Pool in Washington ein

Monatelang machte US-Präsident Donald Trump Vandalen für die Schäden am frisch sanierten »Reflecting Pool« in Washington verantwortlich. Jetzt widerlegen interne Regierungsdokumente, die der »New York Times« vorliegen , Trumps Darstellung: Verantwortlich für die abblätternde »amerikanisch-blaue« Poolbeschichtung ist das mit der Renovierung beauftragte Unternehmen »Atlantic Industrial Coatings«.

Das Unternehmen räumte dem Bericht zufolge ein, dass Arbeiter aus »menschlichem Versagen« stellenweise zu wenig Haftgrund aufgetragen hätten. Außerdem habe der vertraglich vorgeschriebene Renovierungsplan zwei chemische Schichten vorgesehen, die sich als inkompatibel erwiesen hätten. Demnach habe die obere Schicht höhere Temperaturen angenommen, als die untere aushielt. Infolgedessen habe die untere Schicht Blasen aufgeworfen und sich anschließend gelöst.

Auftragsvergabe ohne öffentliche Ausschreibung

Wie die »New York Times« berichtet, sei die Panne der überhasteten Sanierung geschuldet. Um die Arbeiten rechtzeitig zum 250. Geburtstag der USA am 4. Juli zu beenden, vergab die Regierung den Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung. Zudem hätte es sich bei der zweilagigen Beschichtung um ein ungetestetes Verfahren gehandelt, das vom Manager eines von Trumps Golfclubs mit entworfen worden sei. Kostenpunkt: 14,7 Millionen Dollar. »Atlantic Industrial Coatings« will den Pool nun auf eigene Kosten erneut instand setzen, hieß es.

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Auch die Justiz stützte sich zunächst auf Trumps Vandalismus-Theorie und nahm Anfang Juli Ermittlungen gegen den früheren Olympiakanuten David Hearn und weitere Personen auf. Wenige Wochen später zogen die Ermittler ihre Anschuldigungen zurück. Die zuständige US-Staatsanwältin Jeanine Pirro erklärte, das Innenministerium habe ihr Team über das Ausmaß der »verpfuschten Montage« getäuscht.

Trump hielt dennoch an seiner Darstellung fest, räumte Anfang August in einem Social-Media-Post aber ein: »Es gibt kein Video und keinen Beweis.«

msh