SpOn 21.03.2026
09:47 Uhr

Bundesregierung will Taskforce auf Lebensmittelpreise ausweiten


Die Bundesregierung hat zuletzt eine Taskforce eingesetzt, um gegen hohe Spritpreise vorzugehen. Als Nächstes will sie sich Lebensmittelpreise vornehmen. Im Gespräch sind Steuererleichterungen.

Bundesregierung will Taskforce auf Lebensmittelpreise ausweiten

Die steigenden Lebensmittelpreise infolge des Irankriegs werden zum Thema für die Bundesregierung. Die Taskforce von Union und SPD, die sich zuletzt bereits mit den stark gestiegenen Spritpreisen beschäftigt hatte, werde sich nun die Kosten für Lebensmittel vornehmen, sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Esra Limbacher der »Rheinischen Post«.

»Tag für Tag wird es offensichtlicher, dass der Krieg in Iran kein schnelles Ende finden wird«, sagte Limbacher. »Über höhere Preise für Dünger und Transport drohen in der nächsten Stufe auch steigende Lebensmittelpreise.« Daher werde die Taskforce in der kommenden Woche »inflationsbremsende Maßnahmen« beraten. Der Irankrieg treibt die Kosten für Energie, Dünger und Transport in die Höhe – das kann sich auch auf die Lebensmittelpreise auswirken, wie Experten warnen.

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Limbacher brachte ein Sofortprogramm für heimische Düngerproduzenten sowie Steuererleichterungen im Nahrungsmittelbereich ins Spiel. »Inflation ist Gift für die Menschen mit normalen Einkommen und für unsere Wirtschaft. Wir müssen uns schützend vor unsere Bevölkerung stellen«, sagte er. Steuere die Politik nicht gegen, werde das Leben für viele Menschen spürbar teurer.

Das zeichnet sich auch beim Strompreis ab. Tarife für Neukunden sind seit Beginn des Irankriegs um rund 15 Prozent teurer geworden (Lesen Sie hier mehr). Hintergrund des jüngsten Anstiegs ist, dass Erdgas wichtig für die Stromerzeugung ist und im Großhandel deutlich mehr kostet. Seit dem Angriff auf Iran ist die Straße von Hormus faktisch blockiert. Durch diese Meerenge wurde zuvor etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Flüssigerdgases (LNG) verschifft.

hej/dpa-AFX