Olympiasieger Émilien Jacquelin wird im kommenden Jahr im Radsport statt wie bisher im Biathlon an den Start gehen. Diese Entscheidung kommunizierte der 31-Jährige am Abend all seinen Fans in einer Videobotschaft des französischen Skiverbands.
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Der Biathlon-Weltverband IBU bestätigte den Wechsel, betonte bei Instagram aber, dies sei keine Ankündigung eines Rücktritts.
Vertrag über sechs Monate
Jacquelin selbst sagte, dass es sich nicht um einen Abschied für immer handele. Es gehe zunächst um die kommende Saison, »Olympia 2030 bleibt das Ziel – wie ich es immer gesagt habe«. Die nächsten Winterspiele in dreieinhalb Jahren finden in den französischen Alpen statt. In diesem Februar hatte Jacquelin bei den Olympia-Wettbewerben im italienischen Antholz Gold in der Staffel sowie Bronze in der Verfolgung gewonnen.
Jacquelin probierte sich seit Anfang Mai beim Radsport-Nachwuchsteam von Decathlon-CMA CGM aus. Bei dem Rennstall fährt auch Frankreichs große Nachwuchshoffnung Paul Seixas.
Er habe einen sechsmonatigen Praktikumsvertrag, hatte Jacquelin der »L'Equipe« gesagt. Obwohl er sich Anfang Mai nach einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte und operiert werden musste, bestritt er im Sommer bereits erste Einsätze. An seine Biathlon-Fans richtete er die Worte: »Wir sehen uns.«
Jacquelin ist kein Einzelfall, bereits zuvor wechselten Aktive aus anderen Sportarten in den Radsport. Ein prominentes Beispiel ist Primož Roglič, der ehemalige Skispringer ist einer der besten Rundfahrer. Der deutsche Star Florian Lipowitz war Juniorenmeister im Biathlon und galt auch dort als Nachwuchshoffnung, bevor er zum Radsport wechselte.
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