SpOn 09.07.2026
14:42 Uhr

Befristungen zum Berufseinstieg: Was bedeutet das Vorhaben der Bundesregierung? (Newsletter)


Was sich ändert, wenn Arbeitsverträge häufiger befristet werden könnten. Was Medizinerinnen in ihrem Berufsalltag ertragen müssen. Und welche Änderungen beim Bafög geplant sind. Die Texte der Woche zu Studium und Berufseinstieg.

Befristungen zum Berufseinstieg: Was bedeutet das Vorhaben der Bundesregierung? (Newsletter)

Ganz nach dem Motto: »Ach, wenn das nicht klappt, kommt schon was anderes.« Ich teile diese Ansicht nur bedingt und war schon immer mehr auf Sicherheit aus. Deshalb konnte ich auch besser schlafen, nachdem ich meinen ersten unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben habe.

Bislang ist es in Deutschland so, dass Arbeitnehmer:innen ohne sachlichen Grund für maximal 24 Monate befristet beschäftigt werden können. Doch die Bundesregierung plant, diese Begrenzung nun auszuweiten. Bei Arbeitnehmer:innen, die bis Ende 2030 eingestellt werden, sollen künftig sachgrundlose Befristungen doppelt so lang erlaubt werden. Anders als zuvor können ihre Verträge demnach bis zu sechsmal verlängert werden. Auch eine erneute Ersteinstellung bei demselben Arbeitgeber soll dann möglich sein.

Die Bundesregierung hofft, dass Unternehmen so schneller neue Stellen schaffen. Aber ist das wirklich so? Und was droht noch? Meine Kollegin Franca Quecke hat sich bei zwei Experten umgehört .

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht

Katharina Hölter, Redakteurin SPIEGEL Start


Vier statt zwei Jahre: Drohen jungen Menschen in sachgrundlos befristeten Arbeitsverhältnissen künftig prekärere Verhältnisse?

Vier statt zwei Jahre: Drohen jungen Menschen in sachgrundlos befristeten Arbeitsverhältnissen künftig prekärere Verhältnisse?

Foto:

Rupert Oberhäuser / picture alliance

Was eine verlängerte Befristung für Berufseinsteiger bedeutet: Arbeitsverträge sollen künftig über vier Jahre hinweg mehrfach sachgrundlos befristet werden können. Das soll neue Jobs bringen  – könnte aber auch eine »Zweiklassengesellschaft« am Arbeitsmarkt verfestigen.


Sexismus in der Medizin: Ärztinnen berichten von Übergriffen im Klinikalltag

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Foto: [M] DER SPIEGEL; Foto: Privat

»Im OP durfte ich kaum noch mithelfen, Oberärzte mieden mich«: Anmachsprüche, ungewollte Berührungen, Ausgrenzung: Medizinerinnen berichten, was sie in Kliniken, Praxen und auf Kongressen erleben. Und warum es ihnen im aktuellen System so schwer gemacht wird, sich dagegen zu wehren .


Verschleppte Bafög-Novelle: Die Wohnkostenpauschale wird erhöht, auch die Bedarfssätze steigen – allerdings später als versprochen

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Foto: Tom Werner / Digital Vision / Getty Images

Studierende bekommen mehr Geld – aber mit Verspätung: Nach monatelangem Streit soll die Bafög-Reform endlich kommen, verkünden SPD und Union. Allerdings: Statt zum Wintersemester müssen Studierende bis zum Sommersemester auf die erhöhte Wohnkostenpauschale warten.


Höhere Nachfrage nach Studienkrediten: Viele suchen nach Alternativen zum Bafög

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Foto:

hobo_018 / E+ / Getty Images

Studierende schließen wieder mehr Studienkredite ab: Viele Studierende nehmen einen Kredit auf, um ihr Studium zu finanzieren. Im vergangenen Jahr hat die Nachfrage deutlich zugenommen. Vor allem ein Angebot sticht heraus.