SpOn 23.09.2026
15:42 Uhr

Bahn-Konkurrent: Flixtrain plant stündliche Verbindungen zwischen Berlin und Hamburg


Bahn-Konkurrent Flixtrain möchte auf wichtigen Strecken den Takt erhöhen. Zwischen Hamburg und Berlin sollen im Laufe des kommenden Jahres stündlich Züge fahren – mit weniger Fahrzeit als ICE.

Bahn-Konkurrent: Flixtrain plant stündliche Verbindungen zwischen Berlin und Hamburg

Wettbewerber wie Italo und Flixtrain wollen das Quasimonopol der Deutschen Bahn im Fernverkehr brechen . Nun kündigt Flixtrain auf wichtigen Strecken dichtere Takte an – etwa auf der Strecke Hamburg–Berlin. Im Laufe des Jahres 2027 sollen die grünen Züge des Fernzugunternehmens zwischen diesen beiden Metropolen im Stundentakt unterwegs sein, sagte Flixtrain-Chef Matthias Müller auf der Mobilitätsmesse Innotrans in Berlin. Die Fahrzeit werde dabei schneller sein als bei den ICE-Zügen des Wettbewerbers Deutsche Bahn.

Flixtrain plant bis 2028 etwa eine Verdoppelung der bisherigen Flotte, die bislang aus 16 Zügen besteht. Die zusätzlichen Züge sollen über mehr Komfort verfügen als die bisherigen. Es handelt sich dabei auch um umgerüstete gebrauchte Fahrzeuge.

Ab 2028 wächst die Flotte laut Flixtrain dann deutlich stärker. Schrittweise sollen 65 neu bestellte Hochgeschwindigkeitszüge vom Hersteller Talgo hinzukommen. Damit plant Flix eine deutliche Expansion auf dem deutschen Markt. Einen ersten fertigen Waggon stellte Flix auf der Innotrans vor.

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Ziel ist ein weiteres Fernverkehrsnetz

Ziel sei, in Deutschland ein weiteres Fernverkehrsnetz aufzubauen  und dabei auch kleinere Städte und Mittelzentren anzubinden, sagte Flix-Konzernchef André Schwämmlein. Mit den zusätzlichen Fahrzeugen will das Unternehmen häufiger und schneller auf den Verbindungen unterwegs sein.

Bislang ist Flixtrain vor allem auf einzelnen lukrativen Fernverkehrsstrecken zwischen den großen Metropolregionen vertreten. Ab 2028 soll dann auch der Großraum München ans Fernverkehrsnetz angeschlossen werden, etwa mit einer Verbindung nach Berlin.

In den Ausbau der Flotte investiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge rund 2,4 Milliarden Euro.

Flix ist bisher der größte Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Der bundeseigene DB-Konzern dominiert den Markt aber weiterhin mit einem Anteil von rund 95 Prozent.

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Auch aus Italien kommt Konkurrenz

Ab 2028 plant auch das italienische Zugunternehmen Italo den Einstieg  in den deutschen Fernverkehrsmarkt. Die Bundesnetzagentur hat dafür die Regeln für die Trassenvergabe geändert. Die Deutsche Bahn muss künftig mindestens ein Viertel der Trassenkapazitäten auf hochbelasteten Strecken an Wettbewerber vergeben. Der Konzern geht juristisch gegen den Beschluss der Behörde vor.

mmq/dpa