Der britische Online-Modehändler Asos ist mutmaßlich Opfer eines Hackerangriffs geworden. Tausende Nutzerinnen und Nutzer, die die App des Modehänderlers nutzen, bekamen auf ihren Smartphones übereinstimmenden Berichten zufolge einen kryptischen Text angezeigt mit dem Titel: »Asos hacked«, übersetzt »Asos gehackt«. Am Nachmittag bestätigte das Unternehmen eine »unbefugte Kundenbenachrichtigung.«
Wie das Unternehmen in der Stellungnahme, die es in seiner Instagram-Story teilte, erklärte, könnte nach jetzigem Stand »auf grundlegende persönliche Informationen, einschließlich Name und Kontaktdaten«, zugegriffen worden sein. »Wir glauben nicht, dass Zahlungskarteninformationen oder Kontopasswörter betroffen waren«, hieß es. Es komme derzeit nicht zu Unterbrechungen im Betrieb. Untersucht würden »unbefugte Aktivitäten auf Plattformen von Drittanbietern, die wir für die Kommunikation mit Kunden nutzen.«
Zudem habe das Unternehmen »umgehend Maßnahmen ergriffen, um den Zugriff auf die Benachrichtigungsplattformen einzuschränken.« Es arbeite mit Fachberatern sowie zuständigen Behörden zusammen.
Laut der Nachrichtenagentur PA sowie Screenshots, die auf den sozialen Medien geteilt wurden, lautete der auf den Handys angezeigte Text: »Sehr geehrte Datenschutz- und IT-Verantwortliche von Asos, wir haben die Snowflake-Instanz vollständig kompromittiert. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, andernfalls werden wir es veröffentlichen.« Die Software Snowflake bietet Unternehmen eine Plattform, auf der sie große Mengen an Daten speichern, zusammenführen und analysieren können.
Die Aktie von Asos brach am Dienstagmorgen um mehr als zehn Prozent ein. Der Internetauftritt des Händlers schien zunächst nicht betroffen zu sein. Asos, zu dem auch Marken wie Topshop und Miss Selfridge gehören, hat laut PA weltweit 17 Millionen Kunden.
