Die kasachische Leichtathletin Jasmina Toxanbaiewa hat nachträglich ihren Titel über die Marathondistanz im Gehen bei den Asienspielen verloren. Der Grund für die Disqualifikation der 21-Jährigen war ihr Schuhwerk, das für den Wettbewerb nicht zugelassen war.
Bei den Straßenwettbewerben im Gehen dürfen ausschließlich Schuhe getragen werden, die in der offiziellen Datenbank des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics geführt werden. Offenbar trug Toxanbaiewa ein Modell, dessen Sohlendicke über dem geltenden Limit von 40 Millimetern liegt. Den Bildern des Wettkampfes, der am Wochenende im japanischen Nagoya stattfand, ist zu entnehmen, dass es sich um ein Modell des Herstellers Asics handelte.
Leichtathletin Toxanbaiewa
Foto: Chalinee Thirasupa / REUTERSToxanbaiewa war nach 42,195 Kilometern in 3:22:20 Stunden als Erste ins Ziel gekommen – mit einem Vorsprung von fast vier Minuten auf Danzeng Quzong. Nun wurde der Chinesin Gold zugesprochen.
»In tausend Stücke zerbrochen«
»Athleten dürfen nur Schuhe tragen, die zugelassen und auf einer Plattform von World Athletics gelistet sind. Sie trug keinen solchen, weshalb wir uns schriftlich an World Athletics gewandt haben«, sagte ein technischer Mitarbeiter des Veranstalters: »Die Aberkennung der Goldmedaille war deren Entscheidung, die wir der Athletin vermittelt haben.« Die Athletin habe das Recht, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Das habe Toxanbaiewa demnach auch getan.
»Wir haben bis zum Ende gekämpft«, schrieb Toxanbaiewa nach ihrer Disqualifikation bei Instagram. Dort bedankte sie sich bei ihrem Team, dem kasachischen Leichtathletikverband und dem Sportminister ihres Landes. »Danke an all meine Superhelden«, schrieb sie: »Heute hat man mich in tausend Stücke zerbrochen«.
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In der Weltrangliste steht Toxanbaiewa aktuell auf Platz 35. Der bislang größte Erfolg ihrer Karriere war die Bronzemedaille über 10 Kilometer bei den U20-Asienspielen im Jahr 2023.
