Die App für die Olympischen Winterspiele half in diesem Jahr bei einer der heikelsten Disziplinen abseits von Pisten und Eiskanälen: der richtigen Aussprache der Namen der Athletinnen und Athleten. Teilnehmende konnten dort kurze Audio-Clips hochladen, in denen sie ihren Namen selbst aussprechen – einmal in normalem Tempo und einmal langsam. Dabei entstanden teils bewusst, teils unfreiwillig kreative Namensvarianten, die auf TikTok viral gingen.
Auch die amerikanische Eiskunstläuferin Alysa Liu sprach ihren Namen ein, bislang scheint es nichts genützt zu haben. Dem Magazin »Newsweek« sagte die 20-jährige Olympiasiegerin, viele machten aus »Liu« ein »Lu« – korrekt sei jedoch »Lee-oh« (die deutsche Entsprechung wäre Li-o).
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Liu nimmt das gelassen. Der Name sei »schwer auszusprechen«, und sie erwarte nicht, dass alle es richtig hinbekämen. Auch bei ihrem Vornamen gebe es Unterschiede: In der Familie heiße sie »Ally-sa«, Freunde sagten dagegen »Alyssa«, wie es in den USA üblich ist.
Dass ihr Name während der Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo von Kommentatoren und Fans nicht immer korrekt ausgesprochen wurde, dürfte sie angesichts ihres Triumphs verschmerzen. Liu holte als erste US-amerikanische Eiskunstläuferin seit 24 Jahren Gold.
Mit einem verspielten Auftritt mit glitzerndem, goldfarbenem Paillettenkleid, markantem Mundpiercing und platinfarbenen Strähnen im dunkelbraunen Haar begeisterte Liu die Eiskunstlaufwelt und darüber hinaus. Ihr Instagram-Account explodierte: Er wuchs von 210.000 Followern auf 7,5 Millionen.
Olympiasiegerin Alysa Liu widerspricht allen Eiskunstlaufklischees. Mit 16 beendete die US-Amerikanerin schon einmal ihre Karriere, kletterte am Mount Everest, studierte Psychologie – und kehrte als Freigeist zurück. Lesen Sie mehr über Liu hier .
