Palantir-Gründer und CEO Alexander Karp hat in der schwedischen Provinz Härjedalen ein Waldgrundstück gekauft. Wie der schwedische Sender »SVT« unter Berufung auf die Lokalzeitung »Tidningen Härjedalen« berichtet, wurden in der Gemeinde Storsjö Kapell 15.000 Hektar Wald für umgerechnet 21 Millionen Euro an ein Unternehmen von Karp verkauft.
Der Kauf erfolgte demnach über die Firma »Scandinavian Trust«, hinter der wiederum das neu gegründete Unternehmen »Cladonia Skog AB« steckt. Eigentümer von »Cladonia Skog AB« ist Alexander Karp.
Jagdpächter verlieren Jagdrechte
Bekannt wurde der Verkauf des Grundstücks, als lokale Jäger im Juni darüber benachrichtigt wurden, dass sie südlich von Storsjö Kapell ab Herbst nicht mehr jagen dürften. Die betroffenen Jäger zeigten sich gegenüber »Tidningen Härjedalen« verärgert darüber, fortan dort nicht mehr auf Elchjagd gehen zu können.
Der Entzug der Jagdrechte erfolgte, nachdem der Papierhersteller »Svenska Cellulosa Aktiebolaget« (SCA) das Land an Karps »Scandinavian Trust« verkauft hatte. Die Kündigung der Jagdvereinbarung sei ein natürlicher Bestandteil des Verkaufsprozesses, teilte SCA mit. Außerdem hieß es, das Land sei aus forstwirtschaftlicher Sicht nicht optimal gewesen.
»Das Land besteht größtenteils aus kahlen Bergen und Bergwäldern«, sagte ein Pressesprecher der SCA gegenüber dem Sender »SVT«. SCA teilte weiter mit: »Es handelt sich um einen Wald, der sich hervorragend für Erholung, Jagd, Skifahren und Wandern eignet – was, wie wir erfahren haben, auch der Hauptgrund für die Kaufentscheidung war.«
Spekulationen über Nutzung des Grundstücks
Seitdem der Verkauf bekannt wurde, kursiert die Spekulation, Karp könnte eine Rechenzentrum auf dem Grundstück bauen wollen. Auf eine Nachfrage des Sender »SVT« teilte »Scandinavian Trust« mit, der neue Eigentümer wolle das Waldgrundstück »mit großem Respekt vor der Natur und den schwedischen Traditionen« bewirtschaften.
Spekulationen, wonach das Grundstück zum Bau eines Rechenzentrums erworben wurde, widersprach das Unternehmen: »Die Spekulationen über Datenzentren auf dem Gelände sind unbegründet.«
